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 Betreff des Beitrags: Alternativen zu svv
BeitragVerfasst: 13 Jul 2006 23:06 
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Registriert: 13 Jul 2006 21:42
Beiträge: 1
es gibt hier so viele Beiträge mit der Frage "Wie kann ich damit aufhören"
wenn ihr es wollt, dann schafft ihr es auch.
sollte euch aber noch ein kleiner winziger gedanke im Hinterkopf rumrumoren, der sich fragt "warum überhaupt aufhören", dann lasst es sein. Ihr müsst davon überzeugt sein das ihr es schafft und das ihr wirklich damit aufhören wollt.

Es gibt kein abgewöhnen davon sondern nur dieses knallharte- gar nicht mehr machen!!

die seite http://www.rotetraenen.de ist wirklich lesenswert.
von dort hab ich auch die alternativen-liste übernommen;

Versuche Dich zu entspannen bzw. abzulenken, z.B. Tief durchatmen, Baden, Musik hören, Lesen, Fernsehen...

Mit jemandem sprechen (ein Freund, Therapeut oder Telefon-Krisendienst)

Versuche, möglichst nicht alleine zu sein (einen Freund besuchen, einkaufen, spazierengehen)

Tagebuch schreiben bzw. schreibe das auf, was Du momentan fühlst, was Dir durch den Kopf geht

Versuche deine Gefühle kreativ umzusetzen, z.B. durch Zeichnen

Trage ein Gummi um Dein Handgelenk und laß es schnalzen, wenn Du den Drang hast, Dich selber verletzen zu wollen.

Male Dir rote Striche mit wasserlöslichen Filzstiften auf die Haut anstatt zu schneiden.

Presse Eiswürfel an Deine Haut. Die Kälte ist zwar schmerzhaft, aber weder gefährlich noch gesundheitsschädlich.

Versuche Dich nicht in Versuchung führen zu lassen, d.h. halte Dich nicht an Orten auf, wo du z.B. deine Klingen aufbewahrst

Versuche Deine Aggressionen loszuwerden (Schlag auf ein Kissen oder eine Matratze, geh nach draussen und schrei alles aus Dir heraus)

Suche Dir eine Sportart, bei der Du Deinen inneren Stress abbauen kannst

Weine, wenn du kannst. Du fühlst dich besser, wenn die Tränen erst einmal raus sind.

Tu irgendetwas mit deinen Händen (Malen, Zeichen, Aufräumen, Abwaschen, Hausarbeiten)

Schreibe einen Brief an die Person, die Dich traurig oder wütend macht bzw. die Dich verletzt hat.

Schreibe Dir Deinen ganzen Frust von der Seele, verfasse Kurzgeschichten oder Gedichte.

Mach Musik, spiele ein Instrument spielen oder erlerne es.

Höre laut Musik und versuche dich voll auf das Lied zu konzentrieren, lasse dich sozusagen davon fesseln.

Versuche Deine Gefühle mitzuteilen anstatt sie zu schlucken oder sie für Dich zu behalten.

Nimm den Gegenstand, mit dem du dich sonst selber verletzt und richte es dieses Mal gegen etwas anderes als dich selbst.

Sage Dir, dass Du Dich in 15 Minuten immer noch verletzten kannst. Versuche nach den 15 Minuten, ob du es nochmal 15 Minuten aushälst.

Schreib eine Liste mit Gründen, warum du das Schneiden aufhören wirst. Immer wenn du dann den Drang verspürst, dich selber zu verletzen, lies die Liste als Erinnerung daran, warum du es jetzt nicht tun solltest.

Wenn Du kurz davor bist Dich zu verletzten, versuche nachzudenken: Warum mache ich das? Möchte ich es wirklich? Hilft es mir? Was werden die Folgen sein? Möchte ich mit diesen Folgen leben?

Wenn der Drang dennoch nicht weniger wird, erlaube Dir das SVV, aber bestimme woher wie weit und versuche die Grenze nicht zu überschreiten.



Ich wollte diesen beitrag eigentlich unter den letzten "ritzen"-thread schreiben aber naja so vielleicht übersichtlicher.
Ich nehme auch and as es solch einen thread schonmal gab.
Wer meint ich würde davon eh nix verstehen und nur groß rumreden, der darf mir gerne eine private nachricht schreiben :wink:

lieben gruß und viel erfolg


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 Betreff des Beitrags: autsch
BeitragVerfasst: 19 Jul 2006 04:37 
ritzen und so is aua... habe die erfahrung gemacht das es hilft nen stift ( am besten textmarker) und anstelle eines schnittes nen strich zu machen...oda auf nen schnitt zitrone machen aba das is auch autsch ohne scheiss das beste is echt therapie oda garnich erst anfangen...


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29 Jul 2006 15:36 
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Registriert: 12 Jun 2006 21:37
Beiträge: 70
Wohnort: Hamburg 15
ALSOOOOOOOO:

zu der Thera hab ich was zu sagen, ich bin jetzt selbst in Thera, es ist eine Hilfe, klar, aber mehr auch nicht.
Die Einzelgespräche sind Anstrengend und triggend, und die Gruppengespräche bei uns "Skillsgruppe" genannt ebenso.
Es ist ein harter Weg und nicht selten wird man dort rückfällig.
Aber man nimmt eine Menge mit.
Eine erfahrung und Hilfestellung ist es auf jedenfall!

_________________
Hast du schon einmal in meine Augen gesehn ohne weg zu schaun?
Ohne Auszuweichen?
Nein?
WArum, warum nicht?
Schau der WAhrheit ins GEsicht
, oder erträgst du sie nicht?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 27 Aug 2006 13:28 
was mir hilft: ich beisse fest in den arm.
das tut höllisch weh aber passieren tut nichts lebensbedroliches. also man bekommt nen blauen fleck. aber man muss aufpassen dass man kein fleich rausbeisst. menschenbisse sind sehr unsauber also voler bakterien....


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 Betreff des Beitrags: mein kind-ssv...ich bin übrfordert
BeitragVerfasst: 01 Mai 2007 23:46 
Hallo ihr Lieben,
ich habe schon oft im Forum Rote Tränen gelesen und Hilfe gesucht.Doch meist fehlt mir die Überwindung zuschreiben.
Meine Tochter ist seit ca. 4Jahren von ssv betroffen.Anfangs tat ich es als neue Macke ab.Hab nur ein paar Kratzer am Arm gesehen,doch es wurde immer mehr.Ich habe mich viel zu spät erst genau informiert.Mir war nicht bewußt,das dies eine Krankheit ist.Ich habe versucht mir meiner Tochter zureden.Doch es bleibt meist bei einen Versuch.In Gedanken spiele ich so oft Alles durch-was ich ihr sagen möchte.Warum kann ich es nicht??Ihr nicht sagen,das ich sie liebe.Und doch genau so sehr liebe wie ihren Bruder.Sie hat mir vor 3Jahren als Grund für ihr Verhalten genannt-das ihr Vater sie im Stich gelassen hat und das sie von einen Jungen unsittlich berührt wurde(ohne sexuelle Handlungen)Aber dies ist Alles schon 3-4 Jahre her.Ich dacht das gibt sich wieder-naja jedenfalls hab ich es mir einreden wollen.Was mich sehr traurig stimmt,das sie immer, immer und immer noch glaubt-das ich nur ihren Bruder liebe.Sie ist so unglücklich und ich fühle mich schuldig.Schuldig ihr nicht das geben zukönnen was sie braucht.Ich weiß selber nicht mehr weiter.Meine Tochter denkt-sie ist mir egal,ihre Krankheit interessiert mich nicht und ich will ihr nicht helfen.
Nun habe ich erstmal genug geschrieben und vielleicht gibt es noch mehr ratlose Eltern??
Viele Grüße Marlene


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 Betreff des Beitrags: Re: mein kind-ssv...ich bin übrfordert
BeitragVerfasst: 02 Mai 2007 14:05 
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Registriert: 03 Mär 2007 19:15
Beiträge: 421
Wohnort: Ruhrqebiet <3
Marlene33 hat geschrieben:
Hallo ihr Lieben,
ich habe schon oft im Forum Rote Tränen gelesen und Hilfe gesucht.Doch meist fehlt mir die Überwindung zuschreiben.
Meine Tochter ist seit ca. 4Jahren von ssv betroffen.Anfangs tat ich es als neue Macke ab.Hab nur ein paar Kratzer am Arm gesehen,doch es wurde immer mehr.Ich habe mich viel zu spät erst genau informiert.Mir war nicht bewußt,das dies eine Krankheit ist.Ich habe versucht mir meiner Tochter zureden.Doch es bleibt meist bei einen Versuch.In Gedanken spiele ich so oft Alles durch-was ich ihr sagen möchte.Warum kann ich es nicht??Ihr nicht sagen,das ich sie liebe.Und doch genau so sehr liebe wie ihren Bruder.Sie hat mir vor 3Jahren als Grund für ihr Verhalten genannt-das ihr Vater sie im Stich gelassen hat und das sie von einen Jungen unsittlich berührt wurde(ohne sexuelle Handlungen)Aber dies ist Alles schon 3-4 Jahre her.Ich dacht das gibt sich wieder-naja jedenfalls hab ich es mir einreden wollen.Was mich sehr traurig stimmt,das sie immer, immer und immer noch glaubt-das ich nur ihren Bruder liebe.Sie ist so unglücklich und ich fühle mich schuldig.Schuldig ihr nicht das geben zukönnen was sie braucht.Ich weiß selber nicht mehr weiter.Meine Tochter denkt-sie ist mir egal,ihre Krankheit interessiert mich nicht und ich will ihr nicht helfen.
Nun habe ich erstmal genug geschrieben und vielleicht gibt es noch mehr ratlose Eltern??
Viele Grüße Marlene


Ich kann dich gut verstehen. Aber auch deiner Tochter. Ich hab mich auch lange Zeit selbst verletzt & mach es manchmal immer noch... Bin jetzt also eher in der Situation deiner Tochter.

Ich habe genauso gedacht wie sie.
Als meine Mutter zum ersten mal meine Narben sah, meinte sie nur ganz wütend: "Darüber unterhalten wir uns noch!!"

Eigentlich wär jede Mutter total besorgt gewesen - so wie du.

Aber naja... red einfahc nochmal in Ruhe mit deiner Tochter! Und unternehmt mal was zusammen. Ihr beide könntet bei diesem schönem Wetter schwimmen oder ein Eis essen gehen. Oder geht shoppen, ins Kino - was ihr halt gefällt. Zeig ihr, dass du für sie da bist.

Und das du sie liebst - nimm sie in den Arm usw.

Oder wenn es garnicht mehr geht, macht zusammen eine Familientherapie (ich weiß nicht ob sowas hilfreich ist - hab da keine Erfarungen mit).

Viele Ritzen sich einfach "nur" weil sie Aufmerksamkeit haben wollen... Das könnte bei deiner Tochter, denke ich, gut möglich sein.

Alles Gute. :D

_________________
..:: Too scared to jump but too scared to stay ::..


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 25 Jun 2007 18:02 
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Registriert: 22 Mär 2007 09:18
Beiträge: 414
Wohnort: Hamburg
Anonymous hat geschrieben:
was mir hilft: ich beisse fest in den arm.
das tut höllisch weh aber passieren tut nichts lebensbedroliches. also man bekommt nen blauen fleck. aber man muss aufpassen dass man kein fleich rausbeisst. menschenbisse sind sehr unsauber also voler bakterien....


dir ist schon klar dass beissen auch zu svv gehört??
ich habe mich jahre gebissen und dacht dies sei nicht so schlimm, aber irrtum, es ist genauso!
es zählt ebenso zum svv und ist keineswegs so harmlos wie du es darstellst. man kann sich aterinen und so durchbeissen und das ist weniger witzig

_________________
~ ich bin nur dafür verantwortlich, was ich sage,
nicht dafür, was du verstehst ~


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativen zu svv
BeitragVerfasst: 22 Sep 2007 21:02 
Zitat:
Ceraphine hat geschrieben:
Anonymous hat geschrieben:
was mir hilft: ich beisse fest in den arm.
das tut höllisch weh aber passieren tut nichts lebensbedroliches. also man bekommt nen blauen fleck. aber man muss aufpassen dass man kein fleich rausbeisst. menschenbisse sind sehr unsauber also voler bakterien....


dir ist schon klar dass beissen auch zu svv gehört??
ich habe mich jahre gebissen und dacht dies sei nicht so schlimm, aber irrtum, es ist genauso!
es zählt ebenso zum svv und ist keineswegs so harmlos wie du es darstellst. man kann sich aterinen und so durchbeissen und das ist weniger witzig


diro..hab mich shcon mit 6 jahren angefangen zu beisen, wusste aber erst mit 12 dass das svv ist..krank oder?

also ich mal zz immer Bilder die meine Gefühle ausdrücken, hilft auch gut!


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativen zu svv
BeitragVerfasst: 23 Dez 2007 21:09 
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Registriert: 23 Okt 2002 20:33
Beiträge: 3155
Ich habe in einer Reportage gesehen, dass die Betroffenen eine Notfalltasche parat haben sollen. In der sind Dinge enthalten, die als Alternative zum Ritzen gedacht sind.

Ein Gymnastikband. Man hält es mit ausgestreckten Armen vor dem Körper und zieht die Arme so weit auseinander wie es geht. Diese Position soll übern einen längeren Zeitraum gehalten werden.

Unter anderem hatte die Person rohe getrocknete Erbsen (ich denke Mais würde auch gehen). Wenn sie den Drang verspürt, sich ritzen zu müssen, soll sie die Erbsen in ihre Schuhe legen und damit gehen. Man kann diesen Schmerz noch verstärken indem man kleine Murmeln nimmt.

Eine andere Möglichkeit sich Schmerzen zuzufügen, ohne sich dabei zu verletzen ist, man nimmt ein Geschirrhandtuch übergießt es mit heißem Wasser, macht daraus eine Kordel und legt es auf die Arme. Allerdings sollte man etwas warten, nicht dass es zu heiß ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativen zu svv
BeitragVerfasst: 07 Jan 2008 22:17 
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Registriert: 10 Jul 2006 11:20
Beiträge: 360
Hilfe für Personen die Ritzen


Erklährung für Ausenstehende

Wenn man sich ritzt,befindet man sich meistens in einem Rausch von Gefühlen.Dabei habt man selbst oft Wut und Hass auf sich selber oder andere und weiß nicht ob man überhaupt noch existieren willst,weil einen der seelische Schmerz geradezu auffrisst.Wenn man sich dann selber körperlichen Schmerz durch das Ritzen zufügt hat man ein Gefühl von Befreiung.Erst wenn es tief genug geritzt ist so habt man die Traurigkeit wenigstens für einen Moment betäubt.Deshalb empfinden die meisten SVVler das Rizten oft als Erleichterung. Aber danach schämen sie sich auch wenn andere das Ritzen sehen. Zum Schluss möchte ich noch sagen,dass Ritzen auf keinen Fall zu empfehlen ist.Die Narben,die zurückbleiben, sind ein Leben lang zu sehen und die Probleme bleiben und werden dadurch auch nicht gelöst.

was man gegen ritzen machen kann:
Ein Gummiband um das Handgelenk spannen und bei Bedarf daran ziehen
sodass es beim zurückschnalzen auf das Handgelenk schlägt

Einen Eiswürfel an die Stelle,an der du dich eigentlich ritzen wolltest,fest andrücken,da die Kälte zwar schmerzhaft jedoch keines wegs gesundheitsschädlich ist.Eiskalt duschen Gegen einen Boxsack,Polster oder Kissen prügeln Chili,Tabasco,Sambal Oelek oder etwas anderes sehr scharfes essen

Kissen gegen die Wand schmeißen Wertlose Dinge zerstören (Zeitung
zerreißen,Äste zerbrechen)Eine Brausetablette im Mund zergehen lassen
Mit einer guten Freundin oder einem guten Freund reden bzw. telefonieren.
Deine Gedanken und Gefühle auf ein Blatt niederschreiben,das du
anschließend verbrennst Konzentrationsübungen (z.B. tief ein und
ausatmen und dich nur auf deine Atmung konzentrieren oder sich
einen wunderschönen Ort vorstellen)

Rote Striche mit wasserlöslichen Filzstiften auf die Haut malen anstatt zu schneiden Tanzen Möglichst nicht alleine zu sein (einen Freund besuchen, einkaufen,spazieren gehen) Versuche dich nicht in Versuchung führen zu lassen,d.h. halte dich nicht an Orten auf, wo du z.B. deine Klingen aufbewahrst
Suche dir eine Sportart,bei der du deinen inneren Stress abbauen kannst
Wenn du kannst,weine.Du fühlst dich besser,wenn die Tränen erst einmal
raus sind.Versuche deine Gefühle mitzuteilen anstatt sie zu schlucken
oder sie für dich zu behalten.Sage Dir,dass Du Dich in 15 Minuten immer
noch verletzten kannst.Versuche nach den 15 Minuten,ob du es noch mal
15 Minuten aushälfst.

Schreib eine Liste mit Gründen,warum du das Schneiden aufhören wirst.
Immer wenn du dann den Drang verspürst,dich selber zu verletzen,lies
die Liste als Erinnerung daran warum du es jetzt nicht tun solltest.Wenn
Du kurz davor bist Dich zu verletzten,versuche nachzudenken:Warum
mache ich das?Möchte ich es wirklich?Hilft es mir?Was werden die Folgen
sein? Möchte ich mit diesen Folgen leben?

Wenn der Drang dennoch nicht weniger wird,erlaube Dir das SVV,aber
bestimme woher wie weit und versuche die Grenze nicht zu überschreiten.
Für Unterwegs:Ein Gummiband um das Handgelenk spannen und bei
Bedarf daran ziehen,sodass es beim zurückschnalzen auf das Handgelenk
schlägt Musik hören Igelball, Softball,Wutball oder ähnliches
zusammendrücken Fingernagel in Handfläche drücken (nicht bei langen
Fingernägeln) Ammoniak „einatmen“ Weine,wenn du kannst.Du fühlst
dich besser wenn die Tränen erst einmal raus sind.Sage Dir,dass Du Dich
in 15 Minuten immer noch verletzten kannst.Versuche nach den 15
Minuten,ob du es noch mal 15 Minuten aushältst.


Wer macht SVV:
Selbstverletzende Menschen kommen aus allen sozialen Schichten.Es spielt keine Rolle,ob dick oder dünnarm oder reich,alt oder jung.Unter den SVVlern sind Singles und gebundene Personen,erfolgreiche und arbeitslose Frauen neigen allerdings viel häufiger zu Selbstverletzungen als Männer.Sie werden gewöhnlich in vielen Dingen benachteiligt,bekommen weniger Anerkennung,im materiellen wie immateriellen Sinne.Frauen lernen,sich selbst zurückzunehmen, nachzugeben,lernen zurückzustecken.Sie sollen Bedürfnisse anderer erfüllen,auf Kosten der eigenen Bedürfnisse.Frauen sind gewöhnlich eher passiv,fühlen sich benutzt,missbraucht -machtlos.Frauen werden nicht ermutigt,ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen,sie zu äußern, so dass sie oftmals die Wut,das Gefühl vonNutz-und Wertlosigkeit gegen sich selber richten.Außerdem werden Frauen häufiger Opfer sex.Mißbrauchs,und diesen Erniedrigung hat oftmals Selbstverletzung zur Folge.Das soll nun nicht heißen,das Männer keine Selbstverletzungen vornehmen.Die Gesellschaft verändert sich,Männer rücken immer mehr in den Mittelpunkt, ihr Aussehen,ihr Körper.Auch sie stehen unter dem Druck,gut aussehen zu müssen -Eßstörungen werden bei Männern immer mehr.
Wenn eine Patientin sich selber verletzt können wir mit Sicherheit davon ausgehen,dass diese Frau in ihrer Kindheit erheblich verletzt worden ist.Wir wissen nur nicht, wie
Ein Trauma, ein schlimmes Ereignis sorgt für ein seelisches Chaos.Wenn man dann nicht die richtige Unterstützung (seelische Hilfestellung,Fürsorge der Eltern,mentale Stabilität der Eltern) bekommt,muß man alleine damit fertig werden.Oftmals kommt es dabei zu Gefühlen von Vernachlässigung und Wertlosigkeit.Je jünger man zu dem Zeitpunkt des schlimmen Ereignisses ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, später sich selbst zu verletzen.Oft auch werden die Ereignisse verdrängt, scheinbar vergessen.Irgendwann,Jahre später,kann durch ein anderes bedeutsames Ereignis das alte Erlebte wieder "hochkommen".Alte Bilder kommen plötzlich wieder zum Vorschein (Flashbacks).Persönlichkeitsstörungen,Depressionen u.a. basieren häufig auf einem Trauma.Häufige Traumata sind: Vergewaltigung,sex.Mißbrauch,körperliche Angriffe,Verlust eines Partners,Kindes oder der Bezugsperson.

- Vernachlässigung,v.a. in seelischer Hinsicht
- Depressionen:Selbstwertminderung,Selbsthass
- Selbstverletzung zur Lösung emotionaler Anspannung,es verschafft vorübergehend Erleichterung
- Frustration,Gefühle nicht ausdrücken zu können (es kann also als Botschaft betrachtet werden)
- Dissoziation:völliges Ausblenden von Gefühlen,man ist nicht "anwesend",wie abgeschnitten;Selbstverletzung,um sich wieder lebendig zu fühlen
- Wut gegen sich selber (da man die Wut gegen den/die TäterIn nicht ausleben kann/darf)
- Selbstbestrafung für Gefühle,Schuldgefühle (missbrauchte Menschen übernehmen oft die Anschuldigungen des Täters), Schuldgefühle von Tatzeugen:Schuldgefühle,Ohnmachtsgefühle, Gefühle von Hilflosigkeit
- Bestrafung anderer:Selbstverletzung,um zu zeigen,dass man Schaden genommen hat;der Täter sitzt in einem,muß bestraft werden
- Re-Inszenierung traumatischer Erlebnisse:um Erfahrungen zu verarbeiten oder aufzulösen;Fürsorge der Gegenwart dient auch zur Heilung der Wunden der Vergangenheit)

Erklärungen von Betroffenen,warum sie sich selbst verletzen:
um damit Spannungen abzubauen,die sich durch eine negative Situation aufgebaut hat um sich dadurch Erleichterung zu verschaffen,da sich die Anspannung dadurch auf ein erträgliches Nivean reduzierte SVVler die ihre Wut nicht nach außen (an den Verursacher) richten können,richten sie gegen sich (indirekte Aggression) als Flucht vor der dem Alleinsein um emotionale Sorgen und Probleme auszudrücken,sie mitzuteilen um Kontrolle über den eigenen Körper zu spüren um selbst noch zu spüren
seelische Schmerzen werden in körperlicheSchmerzen
umgewandelt,weil sie dort greifbarer erscheinen,man kann besser mit ihnen umgehen als Ergebnis von Mißbrauchserfahrungen
als Ergebnis von Kindheitstraumatas Menschen,die sich selbst Verletzungen zufügen neigen häufig dazu eine depressive und niedergeschlagene Stimmung aufzuweisen,auch wenn sie sich gerade in einer Phase befinden,in der sie sich nicht aktuell verletzen

Betroffenen helfen:
Jemand hat dir anvertraut,dass er sich selber verletzt oder du ahnst das jemand aus deiner Umgebung so was tut.Jetzt fragst du dich:was soll ich denn nun tun?

-Nimm es nicht persönlich.Diese Person um die du dich sorgst,verletzt sich nicht um dir weh zu tun oder dir ein schlechtes Gewissen zu machen,sie tut das auch nicht um dramatisch zu wirken,es ist für sie eine Erleichterung dies zu tun.

-Informiere dich.Versuche so gut es geht dch über das Thema SVV zu informieren,Lies ein Buch,es lässt dich den Betroffenen besser verstehen z.B.Bodies.

-Versuche,deine Gefühle zu verstehen.Versuche nicht dir einzubilden,dass es für dich OK ist,falls es nicht so ist.Viele Leute finden SVV abstossend.Wenn du Schwierigkeiten damit hast,hol dir Hilfe,geh zu einem Therapeuten.Was du aber nicht solltest,ist dir mit Hilfe des Therapeuten,eine Diagnose für deinen Freund machen zu wollen.Was in deiner Therapie abgeht sollte zwischen dir und deinem Therapeuten bleiben,und sage auch nie zu deinem Freund

- Helfen,ohne das SVV zu verstärken.Es ist wichtig,dass du unterscheiden kannst,zwischen dem,was der Betroffene tut und dem was er ist.Lege das Gefühl von Ekel oder Angst,wenn du eines hast,weg.Drücke dich nicht davor mit ihm über sein Verhalten zu sprechen,
aber spreche mit ihm nur dann,wenn er es möchte,lass ihn dies auch wissen,sage ihm,dass du ihn nicht unter Druck setzten willst,du möchtest seine Gefühle und Gründe nur gerne verstehen,sag ihm, dass er jederzeit mit dir reden kann,über alles und biete ihm physisch sicheren Platz,sei dies indem du ihn fragst ob er bei dir übernachten möchte oder mit ihm einfach etwas unternimmst,sei immer für ihn da. Begegne dem Betroffenen immer mit liebevollen Gesten,auch wenn diese oft nicht erwidert werden.Mach dir klar,dass er dies nicht tut um von dir beachtet zu werden.Scheue dich auch nicht ihn zu versorgen,wenn er sich wieder selber verletzt hat.

Pass auf dich auf.Dies alles hört sich nach harter Arbeit an und das ist es auch.Wenn du jemanden rund um die Uhr,sieben Tage die Woche versorgst,brennst du mit der Zeit aus,vorallem weil der Betroffene keinen Ansporn mehr auf Besserung hat.Finde Wege,wie auch deine Bedürfnisse gestillt werden können.Mach eine Pause wenn du eine brauchst,aber sei vorsichtig,wenn der Betroffene nicht weiss,dass er deine Liebe nicht nur dann bekommt,wenn er sich verletzt,kann es bei ihm eine Krise auslösen,wenn du eine Zeit lang abstand nimmst.Ihr müsst euch gegenseitig vertrauen und dies muss über längere Zeit aufgebaut werden.

Ein Ultimatum setzten nützt nichts.Wenn du dem Betroffenen verbieten willst sich zu verletzten,kann dies zwar für eine Zeit die Verletzungen aussser Kraft setzen,doch wenn sie wieder gemacht werden,können sie heftiger als zu vor sein.Auch kann es sein,dass der Betroffene sich heimlich verletzt,was dafür sorgt,dass er dir nicht mehr vertraut.Konfeszierung seiner Werkzeuge führt nur dazu,dass er sich überlegt,wie er zu neuem kommt.Lass ihn einfach dies zu tun was er für richtig hält,er wird selber merken müssen,dass es nicht viel bringt sich selbst zu verletzten.

6. Offenbaren
Du bist SVV-ler und möchtest dies deiner Umgebung mitteilen. Was musst du nun beachten und bedenken?

- Respektiere die Gefühle der anderen Person.Möglicherweise ist es für die Person,die dir zuhört gleich schlimm zu zuhören,wie für dich zu erzählen.Mache dir klar,dass diese Person sich erstens mal Vorwürfe macht,sich fragt, wie sie dich davor bewahren hätte können und was sie falsch gemacht hat.Sei offen dafür,was diese Person betreffend SVV zu sagen hat und was ihre Meinung ist.Sicher musst du nicht damit einverstanden sein,aber du könntest etwas daraus lernen und du kannst der Person bestimmt noch etwas beibringen.

-Erkläre,dass du ihr deine Handlungen und Gefühle nur offenbarst,weil du Vertrauen zu ihr hast,sie magst und nicht länger einen Teil von dir,ihr gegenüber verschweigen,geheim halten willst.Mache der Person klar dass du dies nicht tust um sie zu beschuldigen,manipulieren oder zu bestrafen.

- Sorge dafür,dass ihr an einem ungestörten Ort seid und lange genug Zeit habt zu reden.Offenbare dich an einem Ortandem sich alle Beteiligten wohl- und ungestört fühlen.Wenn du unter Zeitdruck stehst und angst hast überhört zu werden oder,dass jemand das Gespräch mithören könnte,wirst du dich nicht richtig aussprechen können und das Gespräch hat dann nicht den Erfolg den du dir erhoffst,und sicherlich wird es deinem Gegenüber ähnlich ergehen.

-Offenbare dich nicht im Streit.Missbrauche SVV nie um jemanden zu beleidigen,zu strafen oder zu quälen.Wenn du dich einer Person offenbarst erwartest du Verständnis von ihm,aber dies kann nur auf Dauer gegeben werden,wenn du auch bereit bist Verständnis zu geben.

Wenn du jemanden hast,der dein SVV versteht,z.B.einen
Freund oder Therapeuten,überlege,ob du ihn auch in dieses Gespräch einbeziehen möchtest.Einedritte
Person kann helfen die Emotionen nicht zu hoch steigen zu lassen.

- Besorge so viel Informationsmaterial wie du nur kannst,sein es Bücher oder Adressen von Websites.
Womöglich hat diese Person noch nie etwas über SVV gehört,oder nur in sensationslüsternen,oberflächlichen Reportagen.Sei bereit allfällige Fragen exakt zu beantworten.Wenn du etwas nicht beantworten kannst oder willst sage ihr,dass du es nicht weist oder darüber jetzt gerade nicht sprechen willst.Überlege dir vor dem Gespräch was du gegen dein SVV machen willst.Willst du eine Therapie machen Wenn ja,was für eine? Wenn nein,aus welchen Gründen nicht? Wie kann ich dir am besten helfen? Möchtest du überhaupt das ich dir helfe?

- Gehe nicht gleich beim ersten Gespräch ins Detail,dies kannst du immer noch in einem weiteren Gespräch tun.Wenn du gefragt wirst,was du genau tust,sage z.B. ich schneide mich ins Handgelenk oder ich schlage an die Wand.Versuche nicht die Person zu sehrzu
schockieren.Tu was du für richtig hälst,du kennst dich und deine Bekannten besser als andere.

-Narben verdecken.Für einige Leute sind Narben kein grosses Problem,sie verletzten sich nur sehr Oberflächlich oder an Orten die meistens Verdeckt sind.Für die meisten aber sind Narben ein grosses Problem.An Handgelenken dienen zur Verdeckung lange Ärmel oder Armschmuck,an Beinen, Strumpfhosen oder Leggins,an allen möglichen Orten,verdecknedes Make-up

Tips für Angehörige :
Wenn man bei einemFreund,Bekannten,
Familienmitglied,Anzeichen für SVV bemerkt,sollte man die Person auf keinen Fall im Beisein anderer oder gar in der Öffentlichkeit darauf ansprechen.Versuchen Sie zunächst sich in dieser Situation nichts anmerken zu lassen oder zeigen Sie nur durch einen verständnisvollen Blick dass Sie es bemerkt haben.Auf keinen Fall Mitleid zeigen,oder Vorwürfe machen!Dann sollte man versuchen in einem ruhigen Moment mit der betroffenen Person darüber zu sprechen.Wenn man vor Gesprächsbeginn merkt das derjenige sich nicht wohlfühlt oder sogar schon sagt dass er nicht darüber reden will,sollte man ihn auf keinen Fall zum Gespräch zwingen.Dadurch erreicht man einzig und allein das sich die Person erst recht in sich zurückzieht.Durch
Drohungen,Ausüben jeglichen Zwangs,Vorwürfen macht man alles nur noch schlimmer.Damit hilft man der betroffenen Person in keinster Weise,sondern treibt sie eher noch tiefer hinein!Wenn sich die Person also nicht auf ein Gespräch einlässt sollte man ihr trotzdem auf jeden Fall sagen und später auch immer wieder zeigen,dass man immer für sie da ist und das man sie so akzeptiert wie sie ist.Wenn sich die Person freiwillig auf ein Gespräch einlässt und von selbst sagt was los ist,warum es ihr schlecht geht,usw sollten Sie ruhig zuhören und in jedem Fall zunächst Verständnis zeigen.Meist verbergen sich hinter SVV Ängste,deshalb sollten Sie versuchen der betroffenen Person die Ängste zu nehmen.Machen Sie immer wieder klar dass Sie helfen wollen und dass sie sich immer auf Sie verlassen kann.In beiden Fällen sollte man sich danach aber auch wirklich um die Person kümmern,denn wenn man der Person dann in irgendeiner Weise mit Ablehnung begegnet wird sie in ein tiefes Loch fallen und sich nur schwer wieder jemandem öffnen können Dazu muss man wissen dass betroffene Personen oft dazu neigen sich in Dinge hineinzusteigern oder etwas in eine Sache hineininterpretieren die sich im Auge des Helfers ganz anders darstellt.Sei es einfach nur dass Sie keine Zeit haben wenn derjenige Sie anruft oder dergleichen,
erklären Sie genau warum Sie keine Zeit haben und machen aber sofort einen anderen Vorschlag.Wenn ein Betroffener mit einem Ich habe jetzt keine Zeit ohne Begründung abgespeist wird,wird er anfangen sich einzubilden dass Sie keine Lust haben sich mit ihm zu beschäftigen was ihm sehr weh tun wird,wenn Sie seine Vertrauensperson sind,da dann sofort wieder Ängste auftreten werden,zB dass sie allein gelassen wird.Auch wenn es nicht so ist,SVV-Betroffene sind davon meist fest überzeugt Wenn man es schafft davon wegzubringen ist man einen großen Schritt weiter.


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativen zu svv
BeitragVerfasst: 14 Feb 2008 09:10 
Ich habe gerade diesen Thread entdeckt und besonders der Post von Marlene33 hat mich berührt.

Ich befinde mich in der selben Situation, oder befand mich darin. Allerdings genau umgekehrt.
Ich habe mich selbst verletzt, mir tiefe Schnitte in den Arm zugefügt, mehrmals. Ich denke jetzt, dass es ein Hilfeschrei war. Leider wurde er nicht erhört. Meine Mutter hat nicht mit mir darüber geredet. Sie fragte mich nur, wieso ich es tue und ich konnte ihr nicht sagen warum - nicht weil ich es nicht wollte, sondern weil ich es nicht konnte. Ich wusste nicht, was mit mir los war, war total überfordert mit mir selbst und habe das an meiner Mutter und mir selbst ausgelassen. Leider hat sie weggesehen, wollte es wahrscheinlich nicht wahr haben "Ich habe kein Krankes Kind", das sagt sie jetzt selbst, wenn ich sie frage, wieso sie mich nie in eine Therapie gesteckt hat, obwohl meine Handlungen so deutlich gemacht haben, wie sehr ich es brauche. Sie sagt, sie wollte es nicht sehen.

Jetzt, nach einigen Jahren ist es so weit, dass ich nicht einmal mehr vor die Tür gehen kann. Die Diagnose lautet "Emotional Instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ". Das alles nur, weil ich nicht wusste, mit meinen Gefühlen umzugehen, weil ich nicht erkannt habe, dass etwas nicht mit mir stimmt und meine nähere Umgebung einfach weggesehen hat, als ich mich selbst verletzte und so laut um Hilfe schrie. Mag sein, dass manche Eltern einfach nicht genug darüber informiert sind, was dieses Ritzen bedeutet, darum finde ich Aufklärung so enorm wichtig.

Niemals wegsehen und niemals davor zurückschrecken auch über den Kopf des Betroffenen hinweg zu Handeln. Hilfe ist das aller Wichtigste und niemand sollte eingeschnappt sein, nur weil das eigene Kind nicht mit der Sprache rausrückt, warum es diese oder jene Dinge tut. Meistens wissen die Betroffenen doch selbst nicht, warum sie es tun.
Ich kann also allen (auch Freunden, Geschwistern, Bekannten) empfehlen, sofort zu Handeln, wenn einem Schnitte auffallen. Selbst wenn es nur eine einmalige Sache ist... es hat einen Grund und sollte erforscht werden.

Gruß,

Viari.


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativen zu svv
BeitragVerfasst: 20 Feb 2008 16:57 
Hallo !
Ich kann viele von euch gut verstehen da ich mich selber ritze...bzw ist es jetzt schon besser geworden. angefangen hat es vor ca einem halbem Jahr . ich hatte mehrere Probleme mit Familie,Freunde,schule......jedenfalls habe ich (zum Glück) ein paar Freundinnen die es irgendwann gemerkt haben. Wir haben ewig lange auch sehr emotionale Gespräche geführt und sind dann zu dem Ergebnis gekommen dass ich selber nicht davon wegkomme.Ich wollte eine Therapie beginnen.Sie haben dann einem Sozialpädagogen eine e-mail geschrieben und nach Beratungsstellen gefragt.Aber ein Problem gab es da noch: ich konnte mit 14 Jahren die Therapie nicht ohne Wissen meiner Eltern durchziehen. Also hab ich mich nach langem hin und her dann doch dazu entschieden es meiner mutter zu erzählen. Die Reaktion war total schlimm. Sie hat gemeint sie wüsste gar nicht was ich hätte meine Probleme sind doch normal in der Pubertät und sie als Krankenschwester müsste sehen ob ich krank bin und ich wäre es 100 % nicht.also sei das praktisch nur eine Phase.Und eine Therapie wäre auch undenkbar weil es ja monate dauern würde bis ich einen Termin bekommen könnte und zu teuer wäre es außerdem...dadurch war ich natürlich in meinen Plänen total zurückgeworfen und auch mein Vater zeigte keine Reaktion.Überhaupt haben meine Eltern sich bis heute nicht mehr interessiert was mich schon nachdenklich macht...ich habe jetzt angst dass ich nie davon loskomme und hoffe das ihr mir mit ein paar ratschlägen helfen könnt !!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativen zu svv
BeitragVerfasst: 16 Mär 2008 17:39 
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Registriert: 16 Mär 2008 17:30
Beiträge: 4
habe mich auch selbstverletzt. bin borderliner und für mich gehörte die ssv zum leben dazu. immer wenn ich nicht weiter wusste, habe ich geritzt oder gekratzt. abgewöhnen war nicht.

geholfen hat mir therapie und ein sogenannter notfallkoffer. diesen habe ich immer griffbereit und wenn ich den druck habe dann nutze ich den notfallkoffr. mir hilft er.

lg
goelfchen

ausserdem habe ich eine eigene hp angefangen udn die hat mir auch geholfen, das gesehene zu verarbeiten


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativen zu svv
BeitragVerfasst: 15 Nov 2008 22:34 
Hallo, ich habe den Thread gerade eben entdeckt und mal eine Frage dazu:

Meine ELtern trennten sich, als ich 6 Jahre alt war. Hatte vorher aber immer schon eine schwierige Kindheit (Vater Alkoholiker, Mutter Borderliner und nur auf Arbeit, ich wuchs bei meiner Oma auf, war immer woanders, selten zu Hause) und habe mich nach der Trennung meiner Eltern angefangen mich zu "kneifen".
Wenn ich so richtig sauer oder enttäuscht, traurig war, grub ich einfach meine Fingernägel so tief und fest in die Haut, bis ich es wirklich gespürt habe... So, das auch davon spuren zu sehen war.
Gehört auch dieses Verhalten zum SSV?

Heute ist es so, das ich einfach nicht mit extremen Gefühlen umgehen kann. Wenn die kleinste Sache is, zieht mir alles den Boden unter den Füßen weg und ich mache ebenfalls sachen um mich "zu spüren" weil es beruhigend ist. Kann das schlecht beschreiben. Wär schön, wenn ich eine Antwort bekommen würde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternativen zu svv
BeitragVerfasst: 02 Dez 2008 09:42 
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Registriert: 19 Jun 2008 02:08
Beiträge: 1584
Hmmm, so hat das bei mir angefangen....ich finde schon es zählt schon zu SVV. Wenns auch "harmloser" ist, was du dir antust...aber darum gehts dabei ja nicht, sondern um den Akt.

_________________
Ich warte bis es dunkel ist
dann fass ich an die nasse Haut
verrate mich nicht
oh siehst du nicht die Brücke brennt
hör auf zu schreien und wehre dich nicht
weil sie sonst auseinander bricht





Lucy, August 2000 - 13. Mai. 2009 <3


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