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 Betreff des Beitrags: Alles über nicht-hormonelle Verhütungsmittel (NFP, etc)
BeitragVerfasst: 18 Aug 2009 22:38 
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Dieser Leitfaden soll dazu dienen FQA vorab zu beantworten, da manche Fragen fast täglich gestellt werden.
Deshalb bitten wir euch, erstmal hier nachzulesen und dann einen Thread zu erstellen, wenn eure Frage noch nicht
beantwortet worden ist.


Dieser Leitfaden beinhaltet die Themen:

°Kondome
°NFP bzw. die symptothermale Methode (=STM)
°Diaphragma
°Gynefix
°Kupfer und Gold-Kupfer-Spiralen
°Coitus Interruptus (=CI) bzw. "Aufpassen" oder "Rausziehen"

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Zuletzt geändert von Minush am 03 Aug 2010 17:12, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Alles über nicht-hormonelle Verhütungsmittel (Gynefix, NFP,
BeitragVerfasst: 18 Aug 2009 22:39 
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Kondome:

Kondome sollten bei neuen Partnern immer Pflicht sein, da dies das einzige zuverlässige Verhütungsmittel ist,
was effizient gegen HIV und anderen Geschlechtskrankheiten schützt.
Richtig angewendet erreicht ein Kondom eine Sicherheit von 0,7 und zählt somit zu den sehr sicheren
Verhütungsmitteln neben Pille und Co.
Wie man ein Kondom richtig anwendet und die richtige Größe findet, ist auf diesen Seiten gut und anschaulich
erklärt:
http://www.med1.de/Forum/Verhuetung/417489/
http://www.kondomberater.de

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Zuletzt geändert von Minush am 03 Aug 2010 17:14, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Alles über nicht-hormonelle Verhütungsmittel (Gynefix, NFP,
BeitragVerfasst: 18 Aug 2009 22:43 
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NFP bzw. die symptothermale Methode (=STM)

Oftmals wird diese Methode der natürlichen Familienplanung als unsicher eingestuft, doch leider liegt hier meist
eine Verwechselung mit anderen natürlichen Methoden vor, wie Kalender- oder Temperaturmethode. Auch die
Verhütungscomputer wie Persona, Babycomp oder Sofia können mit STM nicht mithalten, was die Methodensicherheit
betrifft.

Was ist STM?
Mit Hilfe der symptothermalen Methode ermittelt man die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage im Zyklus, indem man
die Basaltemperatur misst und den Zervixschleim ggf. den Muttermund beobachtet und auswertet. Mit diesen Daten
kann ermittelt werden, wann überhaupt verhütet werden muss.
Die hohe Sicherheit entsteht hierbei durch die doppelte Kontrolle und Kombination der Temperatur- und der
Billingsmethode.

Wie sicher ist STM?
Die Sicherheit, sprich der PI dieser Methode wird mit der Zeit immer weiter nach unten korrigiert. Der Wert
liegt zurzeit bei 0,3 und wurde durch eine Studie der Universität von Düsseldorf und Heidelberg ermittelt,
keine unseriösen Institute also.
Wird in der fruchtbaren Zeit auf Geschlechtsverkehr verzichtet oder mehrere Mittel kombiniert, so erhält man
einen PI von 0,3.
Bei einer Anwendung von einem Kondom oder einem Diaphragma in der fruchtbaren Zeit sinkt die Sicherheit
geringfügig auf 0,6.
Diese Werte entsprechen der Pille und dem Nuvaring, sind also als sehr sicher einzustufen.

Ist STM aufwändig?
Generell sagen die meisten NFP-lerinnen bei dieser Frage tendenziell "nein".
Das tägliche Messen, welches nach 3 Lernzyklen eigentlich nicht mehr von Nöten ist, schreckt viele
potenzielle Anwenderinnen ab, dennoch ist es eigentlich nicht so Furcht einflössend, wie es scheint.
Pro Tag kann man etwa 3-5 Minuten für das Messen einrechnen, was man eigentlich im Halbschlaf nicht sonderlich
wahrnimmt. Dann werden 2 weitere Minuten benötigt, um den Schleim zu beobachten, lässt sich auch schnell beim
Toilettengang erledigen, und die Werte einzutragen.
Das macht einen Tagesaufwand von max. 7 Minuten, zum Vergleich: Zähneputzen sollte man min. 6 Minuten.

Was brauche ich für STM?
Eins vorweg, ein regelmäßiger Zyklus wird NICHT benötigt. STM ist auch bei unterschiedlich langen Zyklen
zuverlässig und kann direkt nach der Pille angewendet werden, da die Methode auf der Auswertung des Eisprungs
beruht. Verschiebt sich der Eisprung in einem längeren Zyklus mal nach hinten, beginnt die unfruchtbare Phase
einfach später, so erhält man trotzdem eine fehlerfreie Auswertung.
Fast jede Anwenderin besitzt das Buch "Natürlich und Sicher", dort werden die Regeln einfühlsam und
aufschlussreich erklärt, deshalb sollte man sich dieses Buch zuerst einverleiben oder eine NFP-Beratung in
Betracht ziehen.
Zusätzlich benötigt man ein zuverlässiges Thermometer, welches entweder digital oder analog sein kann. Das
Digitale sollte aber zwei Nachkommastellen besitzen, um regelkonform auswerten zu können.
Das Buch und passende Thermometer mit Preisangabe(3-15€) lassen sich hier finden:

Natürlich und sicher
http://www.mynfp.de/geeignete-thermometer


Zusätzlich werden Kondome oder ein Diaphragma (oder beides) benötigt, falls diese als Verhütungsmittel für die
fruchtbare Zeit gewünscht werden.


Wie lange kann ich mit STM auf die Verhütung verzichten?
Leider kann man dies vorab nicht sagen, die Prozentzahl unterscheidet sich individuell von Frau zu Frau und ist
abhängig von der Länge des Zyklus und der Länge der zweiten Zyklushälfte.
Im optimalen Fall kann man in einem Zyklus bis zu 50% nicht zusätzlich verhüten.
Beispiel:
Bei einem 28-tägigem Zyklus mit einer zweiten Zyklushälfte von 14 Tagen kann rund 14 Tage auf eine zusätzliche
Verhütung verzichtet werden, je nachdem kann sich dieser Wert auch noch steigern.

Sind die Regeln kompliziert und wo kriege ich einen Einblick?
Die Regeln sind alles andere als kompliziert, es sind mehrere kurze und wenige Sätze, die man sich nach der
Lernphasen in den ersten 3 Zyklen merkt und im Schlaf aufzählen kann. Es ist wie Fahrradfahren.
Wer mal linsen möchte, für den gibt’s hier mehrere Einblicke:

http://www.uni-duesseldorf.de/NFP/nfpkurs.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Symptothermale_Methode

Muss mein Gynäkologe mein Vorhaben absegnen?

Nein, erwachsene, gesunde Frauen ohne Vorerkrankungen dürfen selbstständig entscheiden, ob sie weiterhin die Pille nehmen möchten oder
absetzen. Den Segen des Gynäkologen braucht man hierbei nicht. Es gibt ausreichende Studien, die die Sicherheit
der Methode bestätigen und die Anwendung lässt sich leicht mit der Lektüre erlernen.
Zusätzlich wird empfohlen,
sich im NFP-Forum zu betätigen, das erleichtert die Lernphase und bringt Freude mit der Kurvenplauderei:

http://www.nfp-forum.de/

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 Betreff des Beitrags: Re: Alles über nicht-hormonelle Verhütungsmittel (Gynefix, NFP,
BeitragVerfasst: 18 Aug 2009 22:46 
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Diaphragma

Das Diaphragma ist wie das Kondom eine Barrieremethode, die allerdings anders als das Kondom nicht vor
Geschlechtskrankheiten schützt. Richtig angewendet erreicht das genannte "Dia" in Kombination mit einem
geeigneten Gel einen Pearl Index von 2, was sich als sicher einstufen lässt.
Je nach Typ kann man sich ein Schälchen aus Latex oder Silikon kaufen.

Um die optimale Sicherheit zu erreichen, sollte man darauf achten, dass man die richtige Größe wählt. In diesem
Fall hat sich Pro Familia als Ansprechpartner schon oft bewährt. Diese erledigen Anpassung und bringen einem die
richtige Anwendung einfühlsam bei, denn das Dia kann nur richtig vor einer Schwangerschaft schützen, wenn es
korrekt einrastet und den Muttermund überdeckt, sodass keine Spermien in die Gebärmutter eindringen können.

Geeignete Gele:
Beim Diaphragma ist das Gel das A und O, denn nach dem Verkehr muss das Dia mindestens 8 Stunden lang in der
Scheide verbleiben.

Es gibt auch hier zwei verschiedene Sorten:

°Das spermienabtötende Gel:
Diese Gele enthalten den Wirkstoff Nonoxy-9-ol, der Spermien abtötet. Wenn das Diaphragma mit diesem Gel
bestrichen wird, kann es schon bis zu 2 Stunden vor dem Verkehr eingeführt werden.
Oftmals erscheint einem diese Version sympathischer, jedoch reizt der Wirkstoff in vielen Fällen die
Vaginalschleimhäute, sodass die Scheidenflora anfälliger für Infektionen ist (Scheidenpilze,
Blasenentzündungen), was dazu führen kann, dass der Geschlechtsverkehr als schmerzhaft wahrgenommen wird.

°Das spermienlähmende Gel:

Dieses enthalten entweder Zitronensäure oder Milchsäure. ES wirkt lähmend auf die Spermien, da diese nur in
einem basischen bis neutralen Milieu bewegungsfähig sind. Die Säuren senken den pH-Wert am zu stark ab (<pH 4),
so das die Spermien inaktiv werden. Beide Gele greifen die Scheidenschleimhäute kaum an, da ihr pH-Wert dem in
der Scheide entspricht, der durch Milchsäure-produzierende Bakterien aufrechterhalten wird.

Diaphragmen mit spermienlähmenden Gelen können bis zu 30 Minuten vor dem Verkehr eingeführt werden. Sonst
verdünnt sich die Säure möglicherweise zu stark durch den Zervixschleim. Während das Dia in der Scheide liegt, sollte man auf Schwimmen und Baden verzichten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Alles über nicht-hormonelle Verhütungsmittel (Gynefix, NFP,
BeitragVerfasst: 18 Aug 2009 22:52 
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Gynefix:

Was ist eine Gynefix?
Die Gynefix ist eine rahmenlose Kupferkette mit 4 oder 6 Kupfergliedern, die auf einen Nylonfaden aufgereiht
sind. Die Kupferglieder haben einen Durchmesser von 2,2mm und eine Länge von jeweils 5 mm.
Diese Kette ist eine überarbeitet Version konventioneller Spiralen, da diese eine relativ hohe Versagerquote
durch Verrutschen und Verlieren aufwiesen und nicht für junge Frauen geeignet sind, deren Gebärmutter noch
wächst oder gekrümmt ist.
Am Ende des Nylonfadens befindet sich ein Knoten, der die Kette sicher in der Gebärmutterwand verankert und
somit ein Abgehen bei korrektem Einsetzten fast unmöglich macht. Die Kette kann bis zu 5 Jahre liegen bleiben
und ist im Vergleich zu anderen Verhütungsmitteln äußerst kostengünstig. Der durschnittliche Preis für das
Einsetzten liegt etwa bei 200€.

Wie wirkt die Gynefix und wie sicher ist sie?
Laut Profamilia beträgt die Sicherheit 0,1-0,3. Der Hersteller jedoch gibt einen Pearl Index von unter 0,8 an.
Beide Werte sind als sehr sicher zu betrachten und entsprechen denen der Pille und andere hormonellen
Verhütungsmitteln.
Zum Vergleich: die Anwendungssicherheit der Pille beträgt 0,1-0,9

Wie letztendlich die hohe Sicherheit entsteht, lässt sich so erklären:

Die Gynefix besteht wie andere Spiralen auch aus Kupfer, dieses sondert Ionen ab, welche die Spermien
unbeweglich machen oder sogar abtöten. Diese können die Eizelle nun unmöglich befruchten: Sollte es ihnen doch
irgendwie gelingen, wirkt die Kupferkette zusätzlich mit dem "Fremdkörpereffekt". Dies bedeutet, dass einer
befruchteten Eizelle die Einnistung verwehrt wird. Sie muss abgehen. Für einige ist dies "Frühabtreibung" und
weckt ethische Bedenken, jedoch sollte man beachten, dass auch hormonelle Mittel dieses Notfallmechanismus
besitzen und der Gebrach dessen äußerst selten vorkommt. Man wird also nicht ständig schwanger.
Die kupferkett'sche Abgangsrate ist mit der natürlichen zu Vergleichen. Auch ohne Spirale werden Eizellen
befruchtet, die danach abgehen.

Wie läuft die Einlage ab, wird es wehtun?
Da die Kette nur eine EU-Zulassung hat, gibt es in ganz Deutschland nur sehr wenige Gynäkologen, die in dem
Einsetzten der Kupferkette ein lukratives Geschäft sehen. So gibt es demnach auch nur wenige, die sie legen.
In den meisten Fällen muss man mit einer weiten Anfahrt rechnen. Nötig sind höchstens zwei Besuche, das
Beratungsgespräch und die Einlage selbst, wem die zweite Anreise zu teuer ist, kann beide Termine vereinen. Nach
der ersten Periode sollte der Sitz kontrolliert werden, dies kann auch beim "Haus-Gyn" erledigt werden und wird
von der Krankenkasse übernommen, wenn der Kontrollultraschall innerhalb von 6 Wochen nach der Einlage von selben
Arzt erledigt wird.

Vor dem Einlegen wird die Gebärmutter mit einer Sonde oder dem Ultraschall abgemessen, dann folgt eine
gründliche Desinfektion der Vagina und des Muttermundes. Zuletzt wird der Uterus mit einer Zange fixiert.
Danach wird ein spezieller Applikator in den Muttermund eingeführt und die Gynefix wird vom Arzt durch eine
Hohlnadel hindurch einen Zentimeter tief in das Muskelgewebe der Gebärmutter gestochen. Sie hält durch einen
Knoten, um den sich das Muskelgewebe sofort schließt.
Schmerzen werden von Frau zu Frau unterschiedlich bewertet, wie bei einem herkömmlichen, äußerlichen Piercing.
Nach Wunsch kann lokal betäubt werden, eine Vollnarkose ist überflüssig, kann aber auch in Erwägung gezogen
werden.
Die meisten Ärzte ziehen es vor, die Kette während der Blutung zulegen, also am 2.-3. Zyklustag. Jedoch kann die
Gynefix auch problemlos ohne Blutung und als Notfallverhütung gelegt werden (bis zu 5 Tage nach dem ungeschützten
Geschlechtsverkehr möglich).

Eine Liste der Ärzte, die die Gynefix einlegen, kann man bei dem Hersteller Contrel per E-Mail anfordern:
http://www.contrel.be/

oder in diversen Foren finden:
http://www.razyboard.com/system/user_shao.html
http://www.med1.de/Forum/Verhuetung/79800/
http://www.nfp-forum.de/viewtopic.php?f ... &sk=t&sd=a


Für wen ist die Gynefix geeignet und welche Vor- bzw. Nachteile hat sie?


Vorteile:

* weniger Nebenwirkungen als herkömmliche Spiralen, keine Druckstellen, deshalb auch weniger bis gar keine Schmerzen
* durch die Bauweise der Kupferkette wird in den meisten Fällen die Blutung nicht verstärkt (zu 98%)
* durch die Verankerung ist kein Verrutschen mehr möglich, gegenüber herkömmlichen Spirale zeigt Gynefix
also eine hohe Sicherheit auf
* kein tägliches Denken an die Verhütung, mit einem festen Partner ist also spontaner Sex ohne Einschränkungen möglich
* Kostenvorteil gegenüber anderen Verhütungsmitteln, insbesondere gegenüber hormonellen Kontrazeptiva
* weiter Vorteil gegenüber hormonellen Mitteln ist, dass die Gynefix vergessen werden kann, Medikamente nicht wechselwirken und Durchfall und Erbrechen keine Rolle für den Schutz spielen.


Nachteile:

* in den ersten Monaten kann es zu Schmierblutungen kommen
* bei wechselnden Partner kann es zu Infektionen kommen, deshalb sollte man bei One-Night-Stands zusätzlich verhüten
* die Blutung kann in den seltensten Fällen verstärkt werden
* die Kupferkette kann in den seltensten Fällen abgehen

Werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, wenn ich unter 20 bin?
Leider muss man hierbei davon ausgehen, dass die wenigsten Kassen sich dazu bereit erklären, zu zahlen, da die
Kette nur die EU-Zulassung besitzt. Dennoch sollte man sich nicht davor scheuen, nachzufragen. Mit etwas Glück
kann man auf eine Kulanzübernahme hoffen und kann somit bis zu 100% der Einlagekosten einsparen.

Weitere Informationen und Abbildungen lassen sich hier finden:
http://www.kup.at/kup/pdf/1702.pdf

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 Betreff des Beitrags: Re: Alles über nicht-hormonelle Verhütungsmittel (Gynefix, NFP,
BeitragVerfasst: 18 Aug 2009 22:54 
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Kupfer- und Gold-Kupfer-Spiralen


Hier gilt Ähnliches wie bei der Gynefix bereits geschrieben worden ist. Der Unterschied besteht lediglich darin,
dass sich eine Spirale nicht durch den Einstich in den Muskeln hält, sondern mit "Ärmchen" oder "Häkchen" in der
Gebärmutter hält. Dadurch steigt natürlich die Verlust- und Verrutschungsrate im Vergleich zur Gynefix.
In Deutschland gibt es rund 4 Dauerbrenner bezüglich der Modelle (3 mal T-förmig und ein mal U-förmig)
Hier zu begutachten:

http://www.monalisa-iup.com/parser.php? ... 11&lang=de

Jede Spirale gibt es in den Größen "Normal", "Mini" und "Short", um zu garantieren, dass sich der relativ steife
Rahmen der Spirale sich am optimalsten dem Körper anpasst, nicht verrutscht oder ausgestoßen wird. Die
Tragedauer unterscheidet sich von Modell zu Modell und schwankt zwischen 3-5 Jahren, natürlich kann das IUP
schon früher gezogen werden, falls Kinderwunsch besteht.
Nach dem Ziehen der Spirale ist man sofort wieder fruchtbar und kann mit dem "Basteln" beginnen.
Die Sicherheit liegt bei 0,7, falls die Spirale korrekt eingelegt worden ist und nicht verrutscht oder abgeht.

Wie teuer ist eine Spirale?
Eine Spirale ist billiger als eine Gynefix und oftmals schon ab 130€ beim Hausgynäkologen zu erstehen. Auch hier
kann man wieder bei der Krankenkasse nachfrage, ob eine Kulanzübernahme in Frage kommt, da viele Kassen trotz
Deutschland-Zulassung sich nicht verpflichten wollen, zu zahlen.


Worin unterscheidet sich eine Gold-Kupfer-Spirale zur herkömmlichen?

Modelle wie Goldlily, Goldring Medusa, etc sind herkömmlichen Kupferspiralen ähnlich, jedoch soll durch elektrochemische Abläufe zwischen Gold und Kupfer sowohl die
Sicherheit höher als auch die Gefahr von Entzündungen geringer sein.

Einzelne Modelle können bis zu 10 Jahren in der Gebärmutter verbleiben und sind somit eine hormonfreie und
sichere Langzeitverhütung.

Laut Hersteller soll der PI bei 0,5-1 liegen, die Kosten belaufen sich auf etwa 200-250€.

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 Betreff des Beitrags: Re: Alles über nicht-hormonelle Verhütungsmittel (NFP, etc)
BeitragVerfasst: 18 Aug 2009 22:57 
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Coitus Interruptus (=CI), „Aufpassen“ oder „vorher rausziehen“


Vorab, dies ist zwar keine sichere Methode der Verhütung, dennoch lässt sich der CI super zu anderen nicht-hormonellen Verhütungsmethoden (Diaphragma, Kondome, IUPs) kombinieren, um die Sicherheit zu steigern.

Warum ist „Aufpassen“ keine sichere Verhütung?
Das gravierendste Problem hierbei ist wohl die männliche Selbstbeherrschung. Viele schaffen es nicht, rechtzeitig den Penis aus der Scheide zu ziehen.
Das zweite Problem ist der so genannte „Lusttropfen“, der schon vor dem Verkehr aus der Eichel austreten kann.
Wurde die Harnröhre seit dem letzten Erguss nicht durch Urin gespült, könnte der Lusttropfen also Sperma enthalten.
Was bedeutet, dass man vor Anwendung des CI seinen Liebsten aufs Klo schicken sollte, er muss lediglich „pinkeln“, um zu vermeiden, dass es zu „gefährlichen“ Lusttropfen kommt.

Nach dem Erguss sollte man sichergehen, dass genügend Zeit verstrichen ist, wenn es zu wiederholtem ungeschützten Verkehr kommen sollte, da Samenflüssigkeit nachquillt, auch hier sollte wieder zuvor uriniert werden.

Jedoch sollte man beachten, dass einige Männern anatomische Besonderheiten aufweisen, die die Anwendung nichtig machen.

Die Sicherheit liegt hier laut der DGGG bei 4-18.

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 Betreff des Beitrags: Re: Alles über nicht-hormonelle Verhütungsmittel (Gynefix, NFP,
BeitragVerfasst: 19 Aug 2009 14:46 
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Edit: Hab mal meinen Beitrag editiert damit das nicht so unübersichtlich ist.


Zu den Diaphragmen möchte ich noch mal etwas sagen:
Latexdias werden nicht mehr hergestellt, wegen geringer Nachfrage, zumindest von der Firma Ortho. Man kann allerdings noch Restbestände kaufen. Soweit ich gelesen habe, wurde die Herstellung im Frühling 2009 eingestellt. Laut Profamilia stellt Ortho jetzt nur noch Silikondias her.
Bei einigen Dias(zb. Wide Seal ) wird geschrieben, dass es auch nach 6 h schon entfernt werden kann. Wer allerdings auf Nummer sicher gehen will, hält einfach die 8h ein. :wink:

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Elischa - Baujahr 87, verheiratet und junge Mama- sagt Danke für's Zuhören


Zuletzt geändert von Elischa am 19 Aug 2009 21:16, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Alles über nicht-hormonelle Verhütungsmittel (NFP, etc)
BeitragVerfasst: 19 Aug 2009 19:19 
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Dann editiere ich auch noch mal:
Latexdias werden sehr wohl noch hergestellt, einzig und allein der Hersteller "Ortho" verzichtete auf eine weitere Produktion. Man kann sich ein Latexdiaphragma günstig über das Internet bestellen, ohne jede Einschränkung.

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Zuletzt geändert von Minush am 19 Aug 2009 21:07, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Alles über nicht-hormonelle Verhütungsmittel (NFP, etc)
BeitragVerfasst: 19 Aug 2009 20:32 
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Beiträge: 385
Das Lea Contraceptivum

Das Lea ist eine Weiterentwicklung der Portiokappe und besteht aus medizinischem Silikon. Sein Durchmesser beträgt 5,5 cm . Es hat eine tassenförmige Vertiefung mit stabilem Rand, Ventil und integrierter Kontrollschlaufe; über das Ventil kann Zervixschleim abfließen. Es gibt für das Lea nur eine Standardgröße, weswegen es nicht angepasst wird wie zum Beispiel bei einem Diaphragma.
Das Lea Contraceptivum wird einige Zeit vor dem Geschlechtsverkehr in der Vagina platziert, weil sich erst ein Vakuum aufbauen muss. Vorher wird es mit Gel bestrichen (siehe Diaphragma). Nach dem Auftragen von Gel wird das Lea zusammengedrückt mit der Öffnung nach oben und der Schlaufe vorne auf den Muttermund gesetzt. Es bildet dort ein Vakuum.
Nach dem Geschlechtsverkehr sollte man das Lea wie bei dem Diaphragma, 8 Stunden tragen. Für erneuten Geschlechtsverkehr muss kein Gel nachgeschmiert werden. Zum Entfernen hebt man die Schlaufe an, der Unterdruck löst sich und man kann es herausziehen.

Die Reinigung erfolgt wie beim Diaphragma mit warmem Wasser und einer milden Seife.
Die Kosten: ca. 50 Euro
Haltbarkeit: ca. ein Jahr

Nicht geeignet ist das Lea für Frauen, die häufig an Harnwegsinfekten leiden, Fehlbildungen aufweisen bzw. im Wochenbett. Leider kann das Lea Nebenwirkungen verursachen.
Unterleibskrämpfe, Blutungsstörungen, Schmerzen, unangenehmes Gefühl beim Geschlechtsverkehr, Harnröhreninfektionen, Scheidenentzündungen, Blutung beim Entfernen der Silikonkappe.

Verhütungssicherheit: Pearl Index 2,2 - 15
Laut Hersteller hat das Lea einen Pearl Index von 2,2 wenn es mit Gel benutzt wird.
In herstellerunabhängigen Studien wurden allerdings angeblich 15% der Testpersonen schwanger.

Fazit: Die Sicherheit des Lea`s ist umstritten! Wenn du also damit verhüten möchtest, dann solltest du unbedingt die Größe kontrollieren lassen und zusätzlich verhüten. Verwendung auf eigene Gefahr!

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Zuletzt geändert von Elischa am 19 Aug 2009 20:41, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 19 Aug 2009 20:41 
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Beiträge: 385
Das Femidom

Das Femidom ist das Gegenstück zum Kondom. Obwohl seit einigen Jahren auf dem Markt, ist es noch kaum bekannt! Das Femidom ist 17 cm lang, hat einen Durchmesser von 7,5 cm und besteht aus Polyurethan - und sieht aus wie ein kleiner "Plastiksack". Das Material ist sehr weich, strapazierfähig, wärmeleitend und anpassungsfähig. Es kleidet die Vagina praktisch wie eine zweite Haut aus.
Für "ihn" bedeutet das auch ein intensiveres Gefühl, falls "er" Probleme mit dem Stehvermögen hat. Das Femidom ist an der Aussenseite mit Gleitmittel beschichtet.
An der oberen Seite ist das Femidom verschlossen, unten ist es offen. An beiden Enden ist ein weicher Ring. Der Obere dient dazu, das Femidom einzuführen und hält es während dem Sex mehr oder weniger stabil fixiert - er liegt in etwa gleich wie ein Diaphragma, wer damit also bereits Übung hat, sollte mit dem Femidom auch klar kommen beim Einführen. Der untere Ring bleibt außerhalb der Vagina und deckt die Schamlippen ab.

Es gibt noch eine zweite Variante auf dem Markt: Das V-Amour. Form und Funktion sind gleich, der Unterschied liegt im Material. V-Amour wird aus Latex hergestellt und ist ebenfalls mit Silikongel befeuchtet.

Das Kondom für die Frau wirkt bei richtiger Anwendung genau so effektiv gegen Geschlechtskrankheiten, die Anwendung ist jedoch um einiges komplizierter - entsprechend hat es auch einen schlechteren Pearl Index von 5-25.
Da machen sich die Anwendungsfehler stark bemerkbar!

Wenn das Femidom "reingerutscht" ist, muss es gewechselt werden. Das Femidom ist zum einmaligen Gebrauch geeignet. Eben wie beim Kondom für den Mann.
Weiter zu beachten ist, dass das Material reißen kann, beim Einführen daher unbedingt drauf achten, dass die Fingernägel nichts kaputt machen!
Wichtig: Es kann sowohl unmittelbar vor dem Sex eingeführt werden wie auch bis zu 8 Stunden davor . Ein Unterbruch während dem Vorspiel ist somit nicht zwingend nötig. Es darf sich während dem Sex auch ruhig etwas verschieben, wichtig ist nur, dass der Penis im Femidom drin bleibt und nicht daran vorbei gleitet und dass der äussere Ring außerhalb der Vagina bleibt.
Nebenwirkungen gibt’s keine, aber da die Anwendung etwas schwierig ist bzw. Übung braucht, kann es als lästig empfunden werden. Während dem Verkehr kann das Femidom etwas rascheln.

Die Lagerung ist völlig unproblematisch. Das Material ist weder feuchtigkeits- noch wärmeempfindlich!
Kosten: 4Euro pro Stück
Haltbarkeit : 5 Jahre.
Das Femidom ist bereits mit einem Gleitmittel (auf Silikonbasis) benetzt. Die Verwendung von zusätzlichem Gleitmittel (Öl- oder Wasserbasis) oder auch Spermizid ist möglich.
Die gleichzeitige Verwendung mit Kondom / Diaphragma ist nicht möglich.

Mein Fazit: Es wird für viele keine Alternative sein und auch eher viel zu kompliziert und unsicher, aber es ist dennoch wichtig darüber bescheid zu wissen, das es so etwas gibt. :P Ich persönlich würde es also nicht unbedingt zur verhütung empfehlen. Daher: Verwendung auf eigene Gefahr.

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 Betreff des Beitrags: Re: Alles über nicht-hormonelle Verhütungsmittel (NFP, etc)
BeitragVerfasst: 07 Dez 2012 08:26 
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Registriert: 05 Dez 2012 13:28
Beiträge: 10
Bin selber überhaupt kein Fan der hormonellen Verhütung, da es wie ich finde zu stark in die Natur eingreift. Darum freut es mich sehr, hier soviel über nichthormonelle Verhütung zu lesen und so ausgiebige Infos zu erhalten. Vielen Dank dafür.


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