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 Betreff des Beitrags: Re: pille absetzen, da "kein bedarf"?
BeitragVerfasst: 29 Jan 2017 11:44 
Gast hat geschrieben:
-unknown- hat geschrieben:
Darf ich hier auch eine Frage stellen?

Ich würd die Pille jetzt auch gerne nach fast 14 Jahren absetzen, weil ich meinem Körper das nicht mehr antun will, hab aber noch keine neue Ärztin gefunden; meine bisherige praktiziert nicht mehr. Damals hatte ich die Pille wegen meinem damaligen Freund verschrieben bekommen und wäre auch nie auf die Idee gekommen, die wegen "gesundheitlicher Beschwerden" zu nehmen. Meine damalige Ärztin hat mich auch nicht wirklich beraten. Hat mir direkt die Pille verschrieben und das wars. Vorher hatte ich immer ziemlich schlimme Unterleibsschmerzen und die Blutungen gingen immer ganze 7 Tage. Mit Pickeln hatte ich eher so Probleme wie jede andere auch. Meine Sorge ist jetzt, dass ich wieder richtig "Spaß" mit den ganzen Schmerzen usw. kriege, wenn ich die Pille absetze. Ich hab mir auch schon Videos bzgl. Erfahrungen angeguckt, aber da scheint keine solche Probleme gehabt zu haben wie ich. Momentan habe ich keinen Freund und weiss auch nicht, ob sich das nochmal ändert. Kinder möchte ich keine mehr - und da sind wir wieder bei der Pille, die ja angeblich die sicherste Methode sein soll. Den anderen trau ich auch nicht so wirklich, aber eigentlich will ich die Pille nicht mehr nehmen. Die reicht übrigens noch so bis Mai/Juni. Ich hätte also noch ein bisschen Bedenkzeit. Oder schleichend absetzen? Hab von einigen gehört, dass sie anfangs richtig Probleme nach dem Absetzen hatten, sie dann wieder kurz genommen haben, dann wieder abgesetzt und dann wars besser. Wie wahrscheinlich ist es, dass ich nach dem Absetzen wieder so starke Unterleibsschmerzen kriege? Seit ich die Pille nehm, merk ich davon gar nichts mehr und die Blutungen gingen von 7 Tage auf 2-3. Allerdings habe ich beobachtet, dass sich das neuerdings auch immer mehr verschiebt.


Ups, entschuldigt bitte, da habe ich zu früh auf "Absenden" geklickt. Hier also jetzt auch mit Antwort :-)

Ich habe mit der Pille auch angefangen (mit 14 damals noch!), weil ich sehr starke Regelbeschwerden hatte, die mich zum Teil völlig ausgehebelt haben. Nach ca. 15 Jahren fing es dann mit verschiedenen Nebenwirkungen an (Libidoverlust, Migräne, Depressionen), die dann irgendwann so schlimm wurden, dass ich mich nach hormonfreien Alternativen umgeschaut habe.

Vorher hatte ich mir nie überlegt, dass man auch ohne Hormone sicher verhüten kann. Tatsächlich hat sich da aber sehr viel getan. Kondome sind - wenn man die richtige Größe hat - genau so sicher, Diaphragmas auch (beides Methoden, die ich für Single-Frauen eigentlich sehr praktisch finde, da man sich dann auch um übertragbare Krankheiten keine Gedanken mehr machen muss). Langfristige Methoden, die sehr unkompliziert sind, wären die Kupferkette Gynefix, mittlerweile gibt es auch einen Kupferball oder die klassische Kupferspirale. Wenn ich sage "genau so sicher wie die Pille", mache ich das am Pearl Index fest. Der wird ja von offiziellen Stellen (z.B. der Welgesundheitsorganisation) gemessen und alles was zwischen 0,0 und 1,0 liegt ist hochsicher - also in der sichersten Kategorie. Also alles was ich hier aufzähle, liegt in dem Bereich!

Dann gibt es Methoden wie die NFP (nach Studien eigentlich die Sicherste Methode ÜBERHAUPT), wo du deinen Zyklus beobachtest und anhand von Fruchtbarkeitsmerkmalen die fruchtbaren Tage bestimmst (und dann eben zusätzlich mit Kondom verhütest oder keinen Sex hast). Klingt wischi-waschi, ist aber wie gesagt, extrem genau (Pearl Index ist 0,3). Eine etwas einfachere Variante davon ist ein Computer, dier die Merkmale für dich misst und auswertet, in Deutschland kann das eigentlich nur der cyclotest myway, der gehört auch noch in die Gruppe der hochsicheren Methoden - damit verhüte ich auch.

Es gibt also durchaus Alternativen. Wenn ein Kinderwunsch bei dir eh nicht mehr ansteht, kannst du dir auch mal Gedanken über eine Sterilisation machen.

Zu den Regelschmerzen: Die lassen tatsächlich über die Jahre nach. Bei den meisten Frauen sind sie am stärksten in der Pubertät und dann pendelt es sich ein. Bei mir war es so, dass ich nach dem Absetzen zwar mehr Schmerzen hatte als mit Pille, aber im absolut vertretbaren Bereich. Ich trinke immer brav den PMS-Tee (Zykluszaubertee) und nehmen, wenn es mal hin und wieder ganz schlimm ist, eine Buscopan Forte - und das reicht eigentlich auch. Also flach gelegen habe ich wegen Regelschmerzen auch nach dem Absetzen nicht. Kann dir da also definitiv Hoffnung machen!


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 Betreff des Beitrags: Re: pille absetzen, da "kein bedarf"?
BeitragVerfasst: 30 Jan 2017 02:08 
Danke!

Was die Nebenwirkungen betrifft, kann ich nicht wirklich sagen, ob sie von der Pille kommen. Eine Zeit lang hatte ich alle 4 Wochen Kopfschmerzen und musste dann auch immer eine Tablette nehmen, weil es einfach nicht aufhörte, aber jetzt ist wieder gut. Bei mir kommen die meistens vom Nacken. Zu den Depressionen kann ich auch nichts sagen, weil ich mein ganzes Leben lang gemobbt wurde und da gehts einem ja dann eh nicht so gut. Jetzt endlich ändert sich mein Leben. Alles positiver und mein Körper heilt Sachen, wo ich fast mein ganzes Leben lang mit zu kämpfen hatte. Dazu war aber auch einiges an Arbeit nötig. Von nix kommt nix. Und bei so vielen Veränderungen stellt sich ja dann automatisch die Frage, ob man die Pille nicht absetzt, damit sich der Körper komplett regenerieren kann.

Eine Sterilisation find ich ein bisschen übertrieben. Ich möchte auch, soweit es geht, meinem Körper unnötige Eingriffe ersparen. Operationen usw. nur, wenn es wirklich sein muss. Früher wollte ich unbedingt Kinder, aber ohne Partner geht das ja nicht (abgesehen von Adoptionen und so) und ich glaub, es passt einfach nicht mehr in mein Leben.

Die Methoden kenn ich alle, aber da sind einige dabei, wo ich Zweifel habe, wie du schon sagtest "wischi waschi". Ich weiss, dass hier einige NFP machen, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das sicher sein soll, aber vielleicht muss man sich erstmal eine Weile damit beschäftigen. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, benutzen die meisten hier NFP und Gynefix. Ich werd mir deine Vorschläge nochmal alle genauer ansehen. Meine Tendenz geht schon so nach NFP, trotz allem. Kann sogar sein, dass ich von diesem cyclotest schon gehört hab. Guck ich mir auch nochmal an.

Ja, wäre schon logisch, dass die Schmerzen usw. mit der Zeit weniger werden, aber hätte auch sein können, dass das der Einfluss der Pille war. Ich hab gehört, dass man Schmerzen reduzieren kann, wenn man 1 Woche vorher genug trinkt. Wer anders meinte aber, das kann nicht stimmen, weil man nicht "auf Vorrat" trinken kann. Andere sagen, man soll Schokolade essen, aber das hat bei mir nie funktioniert. War zwar lecker, aber die Schmerzen waren noch da. Hast du denn so irgendwelche "Nebenwirkungen" nach dem Absetzen gehabt? Auch wenn man das nicht so pauschal sagen kann. Das mit Buscopan werd ich mir mal merken. Wenn ich vorher z.B. mit Pickeln wenig Probleme hatte, kommen die dann nach dem Absetzen auch nicht? Ira Vampira (oder wie die heisst) hat Fotos gezeigt und so möchte glaub ich keine aussehen. Ihr hat der Arzt gesagt, das wäre eine normale Reaktion, weil der Körper auf "Entzug" ist, was ja logisch ist. Ich hätte nur nie gedacht, dass der Körper so drauf reagiert, aber das liegt vielleicht auch daran, dass man sich jahrelang das Zeug einwirft und das irgendwann normal für einen ist. War mir nie so bewusst und da hätte ich das so lange wie möglich genommen. Dass sich die Blutungen immer weiter verschieben, ist das auch eine Nebenwirkung? Ich hab die sonst IMMER am 1. Montag im Monat gehabt. 13 Jahre ging das in etwa so. Da konnte ich die Uhr nach stellen. Jetzt gehts meist erst mittwochs/donnerstags los. Jetzt auf einmal.

Weiter vorne wurde gesagt, dass die Thrombosengefahr auch mit dem Alter steigt. Hatte ich so verstanden, dass das auf die Dauernutzung bezogen war, hab allerdings nicht alles gelesen. Meine letzte Ärztin hatte gesagt, das bezieht sich nur auf die Anfangszeit. Mit ihr hatte ich schon kurz übers Absetzen gesprochen, aber wirklich was dazu gesagt hat sie auch nicht. Sie meinte nur, solange ich mir nicht sicher bin, soll ich die Pille erstmal weiternehmen, weil ich sonst wieder das Thromboserisiko habe, wenn ich pausiere/absetze und dann doch wieder nehmen will. Unter einer Beratung stell ich mir eigentlich was Anderes vor. Vielleicht hab ich da zu hohe Ansprüche, aber ich hätte erwartet, dass man mir dann mögliche Alternativen nennt und mich auf mögliche Nebenwirkungen nach dem Absetzen der Pille hinweist.


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 Betreff des Beitrags: Re: pille absetzen, da "kein bedarf"?
BeitragVerfasst: 30 Jan 2017 20:00 
Gib deinem Körper Zeit nach dem absetzen... Es können Reaktionen auftreten: Haarausfall, Pickel, Gewichtsänderungen - müssen aber nicht.
Ich hab vor gut einem Jahr die Pille abgesetzt, weil ich sie nicht mehr vertragen hatte (hab sie bis dato 14 Jahre genommen) und mir die Gynefix legen lassen. Erst nach dem Absetzen hab ich gemerkt, wie schlecht es mir MIT der Pille ging. Von Kopfschmerzen über Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme, Bluthochdruck war alles dabei. Nach dem Absetzen sind all die Beschwerden verschwunden.
Ok, ich hab jetzt einmal im Monat etwas unreinere Haut, aber mit Heilerde-Maske hab ich das super im Griff, nach 3 Tagen sind die 2 Pickelchen auch verschwunden. Meine Periode ist jetzt übrigens kürzer, leichter und deutlich schmerzfreier als mit Pille. Und ich spüre meinen Körper/Zyklus wieder, ein tolles Gefühl :-)
Schleichend Absetzen bringt nichts. Es dauert ja eh etliche Monate bis alle Hormone aus dem Körper ausgeschieden sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: pille absetzen, da "kein bedarf"?
BeitragVerfasst: 02 Feb 2017 02:18 
Hatte ich mir schon gedacht, dass das mit dem "schleichend absetzen" idiotisch ist. Das würde wahrscheinlich nur unnötig noch mehr durcheinanderbringen.

So ein paar kleine Pickelchen würden mich nicht stören.
Gewichtsveränderungen hab ich seit fast 2 Jahren. Vorher konnte ich essen so viel ich wollte und hab nicht zugenommen. Dann war ich einmal im Urlaub und hatte plötzlich 6kg mehr drauf. Die hatte ich dann (erstmal) wieder schnell weg, zumindest 4 von den 6, aber das hielt nicht lange an und jetzt wollen sie nicht mehr gehen. Ich finds schon komisch, dass sich mein Körper plötzlich so verändert. Oder es ist einfach nur ungewohnt, weil er sich langsam von vorherigen langjährigen Strapazen erholt. Mobbing usw. geht ja auf die Psyche und das zeigt sich dann auch später am Körper.

Ich denke, ich werde es wirklich machen.


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 Betreff des Beitrags: Re: pille absetzen, da "kein bedarf"?
BeitragVerfasst: 04 Feb 2017 17:59 
Ich hatte in den letzten Monaten der Pille auch wahnsinnig schnell zugenommen, obwohl ich meine Essengewohnheiten nicht umgestellt hab und es waren nicht nur Wassereinlagerungen.... Mein Körper war den Mist einfach leid und wollte es mir wohl so signalisieren. Nach Absetzen hat sich das Gewicht wieder normalisiert.

Probier es auch mit dem Absetzen, gib deinem Körper ausreichend Zeit sich zu regenerieren!


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 Betreff des Beitrags: Re: pille absetzen, da "kein bedarf"?
BeitragVerfasst: 06 Feb 2017 22:02 
-unknown- hat geschrieben:
Danke!

Was die Nebenwirkungen betrifft, kann ich nicht wirklich sagen, ob sie von der Pille kommen. Eine Zeit lang hatte ich alle 4 Wochen Kopfschmerzen und musste dann auch immer eine Tablette nehmen, weil es einfach nicht aufhörte, aber jetzt ist wieder gut. Bei mir kommen die meistens vom Nacken. Zu den Depressionen kann ich auch nichts sagen, weil ich mein ganzes Leben lang gemobbt wurde und da gehts einem ja dann eh nicht so gut. Jetzt endlich ändert sich mein Leben. Alles positiver und mein Körper heilt Sachen, wo ich fast mein ganzes Leben lang mit zu kämpfen hatte. Dazu war aber auch einiges an Arbeit nötig. Von nix kommt nix. Und bei so vielen Veränderungen stellt sich ja dann automatisch die Frage, ob man die Pille nicht absetzt, damit sich der Körper komplett regenerieren kann.

Eine Sterilisation find ich ein bisschen übertrieben. Ich möchte auch, soweit es geht, meinem Körper unnötige Eingriffe ersparen. Operationen usw. nur, wenn es wirklich sein muss. Früher wollte ich unbedingt Kinder, aber ohne Partner geht das ja nicht (abgesehen von Adoptionen und so) und ich glaub, es passt einfach nicht mehr in mein Leben.

Die Methoden kenn ich alle, aber da sind einige dabei, wo ich Zweifel habe, wie du schon sagtest "wischi waschi". Ich weiss, dass hier einige NFP machen, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das sicher sein soll, aber vielleicht muss man sich erstmal eine Weile damit beschäftigen. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, benutzen die meisten hier NFP und Gynefix. Ich werd mir deine Vorschläge nochmal alle genauer ansehen. Meine Tendenz geht schon so nach NFP, trotz allem. Kann sogar sein, dass ich von diesem cyclotest schon gehört hab. Guck ich mir auch nochmal an.

Ja, wäre schon logisch, dass die Schmerzen usw. mit der Zeit weniger werden, aber hätte auch sein können, dass das der Einfluss der Pille war. Ich hab gehört, dass man Schmerzen reduzieren kann, wenn man 1 Woche vorher genug trinkt. Wer anders meinte aber, das kann nicht stimmen, weil man nicht "auf Vorrat" trinken kann. Andere sagen, man soll Schokolade essen, aber das hat bei mir nie funktioniert. War zwar lecker, aber die Schmerzen waren noch da. Hast du denn so irgendwelche "Nebenwirkungen" nach dem Absetzen gehabt? Auch wenn man das nicht so pauschal sagen kann. Das mit Buscopan werd ich mir mal merken. Wenn ich vorher z.B. mit Pickeln wenig Probleme hatte, kommen die dann nach dem Absetzen auch nicht? Ira Vampira (oder wie die heisst) hat Fotos gezeigt und so möchte glaub ich keine aussehen. Ihr hat der Arzt gesagt, das wäre eine normale Reaktion, weil der Körper auf "Entzug" ist, was ja logisch ist. Ich hätte nur nie gedacht, dass der Körper so drauf reagiert, aber das liegt vielleicht auch daran, dass man sich jahrelang das Zeug einwirft und das irgendwann normal für einen ist. War mir nie so bewusst und da hätte ich das so lange wie möglich genommen. Dass sich die Blutungen immer weiter verschieben, ist das auch eine Nebenwirkung? Ich hab die sonst IMMER am 1. Montag im Monat gehabt. 13 Jahre ging das in etwa so. Da konnte ich die Uhr nach stellen. Jetzt gehts meist erst mittwochs/donnerstags los. Jetzt auf einmal.

Weiter vorne wurde gesagt, dass die Thrombosengefahr auch mit dem Alter steigt. Hatte ich so verstanden, dass das auf die Dauernutzung bezogen war, hab allerdings nicht alles gelesen. Meine letzte Ärztin hatte gesagt, das bezieht sich nur auf die Anfangszeit. Mit ihr hatte ich schon kurz übers Absetzen gesprochen, aber wirklich was dazu gesagt hat sie auch nicht. Sie meinte nur, solange ich mir nicht sicher bin, soll ich die Pille erstmal weiternehmen, weil ich sonst wieder das Thromboserisiko habe, wenn ich pausiere/absetze und dann doch wieder nehmen will. Unter einer Beratung stell ich mir eigentlich was Anderes vor. Vielleicht hab ich da zu hohe Ansprüche, aber ich hätte erwartet, dass man mir dann mögliche Alternativen nennt und mich auf mögliche Nebenwirkungen nach dem Absetzen der Pille hinweist.


Mal gucken, ob ich es diesmal besser hinbekomme mit dem Antworten ;-)

Also: Ich verstehe deine Zweifel an NFP, das klingt einfach nicht nach einer sicheren Methode. Tatsächlich liegt aber nach aktuellem Kenntnisstand (offizieller Pearl Index, auch nach Angaben der WHO zum Beispiel) NFP mit einem Pearl Index von 0,3-0,4 zu einer der sichersten Verhütungsmethoden überhaupt. Was da noch hinzu kommt: Frauen, die mit NFP verhüten, machen das sehr bewusst. Das heißt, es passieren weniger Anwendungsfehler als bei der Pille (auch dafür gibt es Statistiken, die zeigen, dass NFP-Anwenderinnen viel weniger Fehler machen als Pillenanwenderinnen).

NFP (und auch der cyclotest myway) haben nur leider keine große Lobby, die die Methoden groß verbreiten. Aber ich glaube, du hast Recht, wenn du dich damit ausführlicher auseinandersetzt, wird schnell klar, dass es eine gute Methode ist. Es gibt übrigens auch NFP-Beraterinnen, die sind soweit ich weiß überall in Deutschland, Österreich, Schweiz - die dir gute Infos geben können. Es gibt auch Foren dazu (mynfp, nfp-info).

Gynefix ist etwas unkomplizierter, weil man sich - einmal eingesetzt - 5 Jahre lang um nichts mehr kümmern muss. Aber es ist natürlich schon ein Eingriff. Daher für mich auch der cyclotest, das war ein guter Kompromiss zwischen natürlicher Verhütung und hoher Sicherheit.

Sterilisation hatte ich vorgeschlagen, da du ja sagtest, das Kapitel "Kinder" sei durch - das ist dann natürlich eine sehr endgültige Lösung. Andererseits - wenn da wirklich keine mehr geplant sind, warum nicht?

Ich kann das mit der "Reinigung" sehr gut nachvollziehen. Auch wenn bei mir vorher nicht so viel im Argen lag, das fühlte sich schon an wie ein körperliches und seelisches Cleasing, die Pille wegzulassen.

Danach kann es natürlich aber erstmal chaotisch zugehen, das muss nicht sein, kann aber. Bei mir war es nicht besonders schlimm. Ich habe einige Pickel bekommen, aber weniger als vor der Pille und auch die Regelbeschwerden waren zwar wieder da - aber doch viel schwächer. Zykluschaos hat sich nach ein paar Monaten wieder gegeben. Da können übrigens auch Zyklustee auf Kräuterbasis gut helfen - hatte ich ja auch schon erwähnt.

Insgesamt braucht der Körper einfach Zeit, haben andere ja auch geschrieben, und wenn man ihm einfach die Zeit gibt, sich umzustellen, dann pendelt es sich auch alles wieder ein.

Thromboserisiko: Es gibt mehrere Faktoren, die das Thromboserisiko in Kombination mit einer (vor allem) östrogenhaltigen Verhütung steigern. Rauchen gehört dazu, Thrombosevorfälle in der Familie, Übergewicht und wenig Sport sowie das Alter. Ab 35 gilt als Risikofaktor. Manche steigen dann deshalb auf die östrogenfreie Pille um, was das Risiko senkt. Aber grundsätzlich ist immer ein Restrisiko da, wenn du hormonell verhütest.


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 Betreff des Beitrags: Re: pille absetzen, da "kein bedarf"?
BeitragVerfasst: 27 Feb 2017 12:03 
Sorry, war jetzt längere Zeit krank.

Nur kurz nochmal zur Sterilisation: Falls das nicht allen klar ist, man muss die Kosten selbst tragen. Es sei denn, es muss aus gesundheitlichen Gründen gemacht werden. Ich hatte mich da ein bisschen eingelesen und ganz so toll klang das da nicht. Wie ich schon sagte, möchte ich keine unnötigen Eingriffe und man darf auch nicht vergessen, dass das ein sehr endgültiger Schritt wäre. Ich bin zwar der Meinung, dass sich das Thema Kinder bei mir erledigt hat, aber was wäre, wenn plötzlich der Richtige kommt und dann bereut man seine Entscheidung? So weit will ich wirklich nicht gehen.

Was das Thromboserisiko angeht, da trifft nur das mit dem "zu wenig Sport" zu. Aber in ein paar Jahren hätte ich dann wohl eh altersbedingt wechseln müssen.

Ich bin letztens, in einem anderen Zusammenhang, auf Bentonit gestoßen. Da heisst es, wenn man das einnimmt, werden alle Giftstoffe aus dem Körper geschwemmt. Also auch alles, was in Medikamenten usw. drin ist. Das wäre ideal, um seinen Körper zu reinigen. Wenn man bestimmte Medikamente nehmen muss, gibts da wohl eine Regel, die man beachten muss, aber auch dann wäre das möglich. Jetzt frage ich mich, ob ich das nicht nach Absetzen der Pille auch mal ausprobieren soll, damit der Körper sich schneller erholen kann. Meint ihr, dass es ihm hilft oder eher schadet? Hat das von euch schon mal jemand ausprobiert, gerade auch nach Absetzen der Pille? Mich reizt das schon sehr, auch wenn das Zeug wahrscheinlich nicht schmeckt. Oder ist es doch besser, wenn der Körper alles nach und nach abbaut? Oder soll ich vorher mal einen Arzt fragen?


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 Betreff des Beitrags: Re: pille absetzen, da "kein bedarf"?
BeitragVerfasst: 28 Feb 2017 10:39 
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bei mir hat es jetzt ein ganzes jahr gedauert, bis der zyklus sich normalisiert hat.
pille - nie wieder 8)

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 Betreff des Beitrags: Re: pille absetzen, da "kein bedarf"?
BeitragVerfasst: 01 Mär 2017 19:52 
-unknown- hat geschrieben:
Sorry, war jetzt längere Zeit krank.

Nur kurz nochmal zur Sterilisation: Falls das nicht allen klar ist, man muss die Kosten selbst tragen. Es sei denn, es muss aus gesundheitlichen Gründen gemacht werden. Ich hatte mich da ein bisschen eingelesen und ganz so toll klang das da nicht. Wie ich schon sagte, möchte ich keine unnötigen Eingriffe und man darf auch nicht vergessen, dass das ein sehr endgültiger Schritt wäre. Ich bin zwar der Meinung, dass sich das Thema Kinder bei mir erledigt hat, aber was wäre, wenn plötzlich der Richtige kommt und dann bereut man seine Entscheidung? So weit will ich wirklich nicht gehen.

Was das Thromboserisiko angeht, da trifft nur das mit dem "zu wenig Sport" zu. Aber in ein paar Jahren hätte ich dann wohl eh altersbedingt wechseln müssen.

Ich bin letztens, in einem anderen Zusammenhang, auf Bentonit gestoßen. Da heisst es, wenn man das einnimmt, werden alle Giftstoffe aus dem Körper geschwemmt. Also auch alles, was in Medikamenten usw. drin ist. Das wäre ideal, um seinen Körper zu reinigen. Wenn man bestimmte Medikamente nehmen muss, gibts da wohl eine Regel, die man beachten muss, aber auch dann wäre das möglich. Jetzt frage ich mich, ob ich das nicht nach Absetzen der Pille auch mal ausprobieren soll, damit der Körper sich schneller erholen kann. Meint ihr, dass es ihm hilft oder eher schadet? Hat das von euch schon mal jemand ausprobiert, gerade auch nach Absetzen der Pille? Mich reizt das schon sehr, auch wenn das Zeug wahrscheinlich nicht schmeckt. Oder ist es doch besser, wenn der Körper alles nach und nach abbaut? Oder soll ich vorher mal einen Arzt fragen?


Ich finde, auch das Zahlen lohnt sich - wenn die Entscheidung wirklich endgültig ist. Das scheint bei dir ja nicht der Fall zu sein. Und ja, das Thema Thrombose ist spätestens bei Frauen über 35 bei der Verhütung wieder ein wichtiges Thema. Dann bleibt im Prinzip tatsächlich nur NFP oder sowas wie der myway, bzw. Kondome oder Diaphragma - wenn es sicher UND ohne Eingriff sein sollte.

Bentonit kenne ich persönlich nicht. Aber die Hormone an sich verschwinden ja sehr schnell aus deinem Körper. Das ist nicht das Problem mit dem Absetzen. Das Problem ist ja nur, dass sich der Hormonhaushalt danach wieder einspielen muss - was oft für Chaos sorgt. Ob Giftstoffe ausspülen dabei mehr hilft als z.B. ein Zyklustee oder ganz plumpes Abwarten wage ich ein wenig zu bezweifeln...


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