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 Betreff des Beitrags: Verzweifelt nach Hundeadoption
BeitragVerfasst: 05 Jul 2017 07:46 
Hallo liebe KK-Gemeinde,

eigentlich bin ich registrierter Nutzer, weil ich aber einen riesigen Shitstorm erwarte, möchte ich das Thema lieber "anonym" posten.

Es geht um folgendes:

Mein Zukünftiger & Ich haben schon lange 2 Katzen (die ich mit in die Beziehung gebracht habe & sehr liebe!). Nun hatten wir schon lange überlegt, uns einen Hund zuzulegen .. haben uns vorher viel informiert, belesen und Gedanken gemacht. Nach langer Zeit der Vorbereitung sind wir also mal ins Tierheim gefahren und haben uns eigentlich sofort in unseren Welpen (5 Monate) verliebt.

Nun habe ich aber immer mehr emotionale Probleme mit ihr. :(
Ich mag sie, das ist nicht das Problem. Ich fühle mich aber völlig überfordert, mit allem.
Die Katzen kommen (vor allem von Seiten meines Partners) viel zu kurz, weil der Hund noch nicht alleine bleiben kann. Da ich mehr oder weniger alleine für die Erziehung verantwortlich bin, weil er viel arbeitet, hab ich das Gefühl alles falsch zu machen. Manchmal nervt sie mich so sehr, dass ich sie am liebsten abgeben würde, manchmal bereue ich es, sie in die Familie geholt zu haben, und dann wiederum macht sie mir soviel Spass und ich könnte mir garnicht vorstellen, sie abzugeben. Ich weine viel und sie sorgt immer wieder für Diskussionen und Streit zwischen uns. :(

Dieses Gefühlschaos lässt mich verzweifeln, weil ich langsam selbst nichtmehr weiß, was ich eigentlich WIRKLICH will. :(

Kennt jemand von euch so eine Situation?
Oder habt ihr einen schlauen Rat? :/

Viele Grüße,
Fila


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzweifelt nach Hundeadoption
BeitragVerfasst: 05 Jul 2017 08:08 
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Registriert: 28 Mai 2003 16:54
Beiträge: 7332
Wohnort: im Frechsbau
Hmm, den Part Moralpredigt kann man sicher getrost überspringen.
Dass ein Welpe Arbeit macht, habt ihr vorher gewusst...

Die Frage ist jetzt, was Dir/Euch hilft mit der Situation zurecht zu kommen?

Was mich beim ersten Lesen stört: Du kümmerst Dich scheinbar alleine um den Hund. Warum? Dass Dein Partner viel arbeitet ist m.E. keine Begründung dafür. Natürlich ist es anstrengend sich nach x Stunden Arbeit noch einem Baby/Kleinkind - und nichts anderes ist ein Welpe! - zu widmen, aber wenn Du alles übernimmst, macht er es sich m.E. zu einfach.

Versuch für Dich mal zu überlegen, was genau dazu führt, dass Du überfordert bist. Wenn Du das Gefühl hast, Du machst in der Erziehung etwas falsch - such Dir eine Hundeschule/einen Hundetrainer.

Warum nervt die Kleine Dich? Was kann man dagegen tun?

Grundsätzlich müsst ihr Euch am Ende der Überlegungen als Paar klar werden was ihr wollt. Und wenn es absolut nicht geht, muss man sich im Zweifelsfall eingestehen, dass es nicht geklappt hat und dann aber der Kleinen eine Chance geben, zeitnah ein neues zu Hause zu finden. Wobei dieser Schritt sehr sehr gut überlegt sein muss.

Vielleicht schreibst Du einfach noch ein bisschen mehr zu Eurer Situation.

_________________
"Seien wir realistisch. Versuchen wir das Unmögliche."


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzweifelt nach Hundeadoption
BeitragVerfasst: 05 Jul 2017 08:26 
Also, es ist nicht so, dass er garnichts macht - im Gegenteil. Er nimmt mir schon einiges ab, wenn er Abends nach Hause kommt. Aber da ich tagsüber alleine bin mit ihr, bleibt automatisch viel an mir hängen.

Dass ein Welpe Arbeit macht, war uns natürlich vorher klar - und auch, dass es vergleichbar mit einem Kleinkind/Baby ist. Wir sind seit letzten Sonntag in einer Hundeschule, aber ich sehe einfach, dass sie keinerlei Konzentration hat, und es somit quasi unmöglich ist, im Moment was mit ihr zu trainieren. Sie kann "Sitz" und "Platz" inzwischen, macht aber ansonsten was sie will. Vielleicht erwarte ich da sowohl von mir, als auch von ihr einfach zuviel, zumal sie erst 3 Wochen bei uns ist, aber ich hab - gerade im Vergleich mit anderen Hunden - das Gefühl, dass sie absolut lernresistent ist. :/

Warum sie mich nervt, kann ich ehrlich gesagt garnicht genau sagen .. in erster Linie wohl, weil sie Dinge tut, die Hundebabies nunmal tun. Alles vollpinkeln, jeden anderen Hund anbellen, Leute anspringen, etc.pp. .. ich weiß, dass das alles ganz normale Verhaltensweisen eines Welpen sind, und dennoch fühlt es sich im Moment so an, als würde ich ihr das nie abtrainieren können. :( Meine Katzen trauen sich nichtmehr runter, weil der Hund hier ist, sie trauen sich nichtmehr raus, und liegen den ganzen Tag nur rum. Auch das nervt mich "am Hund", weil ich ihr - ungerechterweise - die Schuld daran gebe.

Mein Partner sagt, ich erwarte einfach zuviel und habe zu hohe Erwartungen auch an mich selbst. Er liebt die Kleine schon jetzt sehr, und ich kann das irgendwie nicht. Und das macht mich traurig. :/


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzweifelt nach Hundeadoption
BeitragVerfasst: 05 Jul 2017 09:31 
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Registriert: 28 Mai 2003 16:54
Beiträge: 7332
Wohnort: im Frechsbau
Zu hohe Erwartungen auf jeden Fall.

Die Maus ist noch so jung, natürlich kann sie sich nicht lange konzentrieren. Wenn ihr Sonntag das erste Mal in der Hundeschule war und sie kann Sitz und Platz - was erwartest Du denn noch? Soweit ich es im Kopf habe, soll man mit einem Welpen wenige Minuten am Tag üben um ihn nicht zu überfordern.

Und alles vollpinkeln...nun ja, wie handhabst Du es denn mit der Erziehung dahingehend? Unglücke passieren, aber wenn "alles" vollgepieselt wird, musst Du ggf öfter raus mit ihr.

Andere Hunde anbellen, Leute anspringen, etc. sind Dinge, die Du ggf mal in der Hundeschule ansprechen kann, wie man sich da verhält. Da fehlt mir die Erfahrung mit Welpen.

Du/ihr werdet noch viel Arbeit damit haben, Erziehung ist ein kontinuierlicher Prozess, manche Hunde testen ihr Leben lang aus, ob die bekannten Regeln noch Bestand haben...

Ist es ein Rassehund bzw ist bei Mischling bekannt, welche Rasse die Eltern hatten? Davon kann man ja durchaus auch den Charakter bzw das Wesen des Hundes ableiten und die spätere Beschäftigung und Auslastung ist davon auch abhängig.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzweifelt nach Hundeadoption
BeitragVerfasst: 05 Jul 2017 09:56 
"Sitz" und "Platz" habe ich ihr selbst beigebracht - außerhalb der Hundeschule.
Das haben wir auch immer ein paar Minuten am Tag geübt, bis es drin war.

Das ist bei ihr so ein "Stress- und Freudepinkeln", stubenrein hatte ich sie relativ schnell.
Für das große Geschäft, und auch für das normale kleine gibt sie immer Bescheid, wenn sie muss. Auch das klappt gut. Aber dennoch macht sie ganz oft dieses Stresspipi - und ich weiß nicht, wie wir das in den Griff bekommen können :/

Sie ist ein Beaglemix (wir vermuten mit Labrador), aus dem Tierschutz.
Ansich ist sie ein sehr ruhiger und lieber Hund. Sie schläft durch, bleibt stundenlang ruhig bei uns liegen, wenn wir mal irgendwo sind, sie macht keinen Mucks beim Autofahren, etc. - trotzdem fühl ich mich völlig überfordert.

Vermutlich mach ich mir einfach selbst viel zu viel Druck :/


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzweifelt nach Hundeadoption
BeitragVerfasst: 06 Jul 2017 18:34 
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Registriert: 21 Jul 2005 20:08
Beiträge: 5218
Wohnort: 28 Jahre in Frankfurt am Main
3 Wochen ist ja wirklich keine Zeit. Was sie bisher kann, hört sich doch gut an.
Stress- und Freudepieseln dauert oft längere Zeit. Auch hier kann öfter mal rausgehen helfen, ansonsten vll. Freunde bitten, die Situationen mit zu trainieren, damit sie sich zb an Klingeln und Besuch gewöhnt. Ansonsten immer positives Verhalten belohnen.
Anspringen kann man ganz einfach abtrainieren. Anbellen hat oft generell mit der Konsequenz seitens der Halter zu tun.
Die Hundeschule ist doch schon mal ein guter Schritt. Wir haben damals so ne Art Lerntagebuch geführt. Es gab dann immer jede Woche Aufgaben, die wir ne Woche lang geübt haben. Mit ner Zeit wurde es natürlich immer mehr, aber es hat geholfen, sich einen Plan zu machen, was man angehen will. Dazu gehören auf jeden Fall Grundlagen, wie dass der Hund einen nicht anspringt.

Die ersten 6 Monate mit unserem Welpen sind wir nicht zusammen weggegangen, weil man ihn nicht allein lassen konnte. So ist das eben. Richtig darüber nachgedacht, dass es so sein könnte, hatten wir auch nicht, aber dann war es ok. Die ersten Male liefen gut, dann kam plötzlich die große Zerstörung. Das war schon frustrierend, aber man muss auch erstmal rausfinden, wie ein Hund tickt. Bei uns war es zb Klingel ausmachen, kein Spielzeug, Tür zum Flur offen und zack war alles ok. Bis dahin hatten halt ein paar Sachen gelitten.

Mit 5 Monaten sind Welpen noch relativ pflegeleicht. Wenn sie kurz darauf in die Pubertät kommen, sollte man die Grundlagen schon gelegt haben, denn dann fordern sie einen richtig heraus. Abwechseln mit dem Partner gehört natürlich dazu. Wenn mal nachts was ist, weil der Magen verstimmt ist etc, muss einer von uns raus, nicht immer der gleiche. Es gab auch Diskussionen über Erziehung, Verwöhnen, Konsequenzen, Auslastung des Hundes, im Prinzip ist so ein Hund wie ein Kind ein Leben lang. Aber als Paar kann man sich so auch richtig gut finden.

Ich finde die Bücher von Martin Rütter ziemlich gut. Die und die gute Hundeschule haben mir auf jeden Fall geholfen. Ich drücke die Daumen.

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