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Geschichten über die Liebe und anderes wichtiges

Beitragvon Nevaeh » 16.01.2006 10:46

Wahre Liebe


Einst verliebte sich ein Frosch in eine Maus und auch die Maus fand an dem Frosch Gefallen und erwiderte ihreLiebe. Beide hatten sehr verschiedene Arten zu leben und hatten sich viel zu erzählen. Des Abends wenn sie zusammensaßen, erzählte der Frosch von seinem tiefen Teich und all den Dingen, die es darin zu sehen und zu finden gab. Er erzählte von den Fischen und dem alten Seehecht, der auf dem Grund des Teiches lebte und all den Gefahren, die er schon durchgestanden hatte.

Die Maus liebte diese Geschichten und fand sie faszinierend und spannend. Sie konnte ihm einfach stundenlang zuhören. Sie erzählte ihrerseits davon, wie man gefräßigen Katzen entkommt, wie man Vorräte für den Winter zusammensammelt und wie man tiefe Gänge in die Erde gräbt, und das es gut ist, immer einen zusätzlichen Gang zu graben, falls der Hauptgang einmal verschüttet ist, oder gerade ein bedrohlicher Feind davor wartet. Manchmal ist es einfach gut, wenn man durch einen Hinterausgang verschwinden kann.

Wie sie so erzählten, kam der Frosch auf den Gedanken, die Maus könne ihm einmal durch den Hinterausgang entschwinden, und da er sie doch so sehr liebte, begann er zunehmend unruhiger zu werden. Dies merkte die Maus und fragte den Frosch, was ihn beunruhige. Der Frosch mochte nicht so recht erklären, was ihn so unruhig machte und sprach schließlich: "Weißt Du, manchmal bekomme ich Angst, wir könnten uns verlieren, und ich liebe Dich doch so!"

"Ach diese Angst habe ich auch manchmal," sprach da die Maus, denn sie fürchtete, der Frosch könne ihr irgendwann entspringen und auf nimmer Wiedersehen in den tiefen Teich abtauchen. "Aber wir könnten doch unsere Hände zusammenbinden, dann könnten wir uns nie verlieren", sprach der Frosch und der Maus war es nur recht, und so banden sie ihre Hände zusammen, die Maus die rechte und der Frosch die linke. Nun fühlten sie sich schon wesentlich sicherer, nur zusammen zu gehen machte nun einige Probleme.

So wollte der Frosch oft hüpfen und hatte Schwierigkeiten mit den kleinen Schritten der Maus, die ihrerseits durch den unregelmäßigen Gang des Frosches immer wieder aus ihrem Rhythmus kam und ins Stolpern geriet. Auch konnte die Maus nicht mehr in ihre Gänge schlüpfen, denn der Frosch war zu ungelenk, um sich durch die schmalen Gänge zu zwängen und war es ihm doch einmal gelungen, so stieß er fortwährend mit seinem Kopf an, da er das Hüpfen einfach nicht lassen konnte.

Die Maus hielt das Hüpfen für eine schlechte Angewohnheit und meinte, daß es dem Frosch schon gelingen könne, anständig zu laufen. Er müsse nur ernsthaft den Willen haben, das Hüpfen aufzugeben, denn wo ein Wille sei, da sei auch ein Weg. Und sie erzählte ihm, wie schwer es manchmal gewesen sei, sich durch harten Boden einen Gang zu graben und das man, wenn man nur will, mit den scharfen Mausezähnen, die härtesten Dinge durchknabbern kann und der Frosch versprach es wirklich ernsthaft zu versuchen.

"Ja," sprach die Maus, "es ist wirklich schwierig in der Liebe, doch wenn man sich wirklich liebt, arbeitet man aneinander und versucht dem anderen zu helfen, damit er sich weiterentwickeln und seine schlechten Eigenschaften abstreifen kann."

Der Frosch wiederum versuchte die Maus zu überzeugen, daß es ein Genuss sei, mit einem hohen Bogen in den Teich zu springen und durch die tiefen Fluten hinab zum Grund zu tauchen, um dort in alte weggeworfene Lederstiefel zu schlüpfen und die Fische an sich vorbeischwimmen zu lassen, doch die Maus hatte Angst vor dem Wasser. Der Frosch aber war der Ansicht: Wenn man nur wirklich bereit sei, die Angst zu überwinden, würde es schon klappen, denn aller Anfang sei schwer. Doch die Maus war nicht bereit ihre Angst zu überwinden. Dies alles tat ihrer Liebe jedoch keinen Abbruch, und sie liebten sich weiterhin inniglich.

Nach einer Weile sprach jedoch die Maus: "Weißt Du ich kann Deine rechte Hand nicht sehen." Und in der Liebe sollte man sich doch alles sagen und ganz offen zueinander sein, und da sei es doch nicht in Ordnung, wenn man bestimmte Dinge voreinander versteckt. Der Frosch fand dies auch, denn in der Liebe möchte man an allem teilhaben und alles, alles wissen, was der andere tut, und so banden sie die anderen Hände auch noch zusammen. Das Gehen wurde natürlich noch beschwerlicher, aber wo wahre Liebe ist, erträgt man jegliche Unangehmlichkeiten, denn jede Schwierigkeit schmiedet einen nur fester zusammen.

Das Leben wurde ein wenig eintöniger, denn der Frosch konnte nicht mehr von seinen neuen Erlebnissen im See erzählen und die Maus wußte auch nichts neues zu berichten, da sie nun alles zusammen machten. So erzählte der Frosch von früheren Zeiten, wo er noch im See umhergeschwommen ist, doch nach einer Weile kannte die Maus alle Geschichten und wurde zunehmend ungehalten, wenn der Frosch schon wieder mit seinen alten Seeerlebnissen anfing.

Doch auch die Maus konnte nur noch von Dingen berichten, die sie früher erlebt hatte, und meist kannte der Frosch die Geschichte schon und hörte garnicht mehr richtig zu. "Nie hörst du mir zu, du beachtest mich überhaupt nicht mehr," beschwerte sich die Maus, denn wenn man sich wirklich liebt, schenkt man dem anderen alle Aufmerksamkeit.

"Ach," sprach der Frosch, "es liegt wohl daran, daß ich in der letzten Zeit, so müde bin, es ist bestimmt das Wetter, es hat wirklich nichts mit Dir zu tun." Doch die Maus meinte: Wenn man jemanden wirklich liebt, hört man ihm auch zu, wenn man müde ist. Obwohl sie sich nichts mehr zu erzählen hatten, liebten sie sich immer noch und die Maus meinte, daß wahre Liebe ist, wenn man zusammen schweigen kann und sich Verliebte auch ohne Worte verstehen, und der Frosch fügte hinzu: "Gerade ohne Worte, denn Reden ist Silber und Schweigen ist Gold."

Doch bei aller Liebe und allem Bemühen wollte dem Frosch der gleichmäßige Gang nicht gelingen, und wer sich wirklich liebt, macht doch alles gemeinsam. Und da die Maus nicht aufhören wollte, das beständige Gehüpfe des Frosches zu bemängeln, denn sie wollte nur das Beste für den Frosch, und er andererseits ihr es doch wirklich recht machen wollte, denn wenn man jemanden liebt, möchte man dem anderen jeden Gefallen tun, kam der Frosch auf die Idee: "Wir könnten, doch auch eins unserer Beine zusammenbinden, dann können wir noch besser alles zusammen machen, und ist es in der Liebe nicht so, daß man alles gemeinsam tun will?"

Gesagt getan und wie der Frosch es im Geheimen vermutet hatte, hatte es nun mit dem Hüpfen ein Ende. Zwar kamen beide nun nur noch unter großen Mühen und sehr langsam voran, aber sie wussten nun, daß sie richtig zusammengehörten und was ist schöner in der Liebe, als zu wissen, daß man wirklich zusammen gehört. "Lass uns das andere Bein auch noch zusammenbinden" sprach da die Maus.

"Meinst Du wirklich wir sollten das tun?" fragte der Frosch, denn er war nicht mehr sicher, dass sie das Richtige taten. "Du liebst mich doch?" fragte die Maus. "Ja, ja natürlich" sagte der Frosch und sie banden die anderen Beine auch noch zusammen und was ist schöner an der Liebe, als wenn man unzertrennlich ist. Aber das war nicht gut, denn nun konnten sie sich garnicht mehr bewegen. So verharrten sie starr und unbeweglich und auch ihre heiße Liebe schien allmählich abzukühlen.

Ja, sie führten ein wahrhaft erbärmliches Leben, bis sie schließlich starben und das war schon bald, denn als der eine starb, starb auch der andere.

"Ja, ja" sagte der alte Waldbär - und da hatte er verdammt recht.
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Die Frau aus dem Regenbogen

Beitragvon Bea » 02.05.2006 17:36

Es war einmal ein Mann, der in seiner Jugend etwas sehr Seltsames erlebt hatte.
Niemals hatte er darüber gesprochen, niemandem davon erzählt. Doch immer hatte er dieses Erlebnis in sich getragen und keinen einzigen Augenblick davon vergessen.
An einem lauen Sommerabend saß dieser Mann mit seinem Sohn unter einem Baum, um sich ein wenig auszuruhen. Und an diesem Abend begann er zu erzählen, gerade als die Sonne sich verabschiedete, und die Nacht sanft und warm den Alten und seinen Sohn in ihre Arme nahm: 'Unter diesem Baum, mein Junge, da bin ich vor vielen, vielen Jahren auch gesessen, als mir damals etwas Unerklärliches und Geheimnisvolles geschah.'
Sein Sohn blickte ihn erstaunt an. Nie war sein Vater ein großer Erzähler gewesen.
Doch nun fuhr er fort: 'Es war auch so ein warmer Sommertag wie heute.
Ich war noch jung, etwa in deinem Alter. Ich suchte ein wenig Ruhe und ging spazieren, als mich plötzlich ein Regen überraschte, einer von diesen kurzen, aber heftigen Sommerregen. Unter diesem Baum fand ich damals Schutz. Und nach dem Regen blieb ich noch ein wenig sitzen, um mich von der Sonne wieder wärmen und trocknen zu lassen.'
Er atmete tief durch, schwieg eine Weile und blickte seinem Sohn forschend in die Augen. Dieser erwiderte den Blick seines Vaters offen und aufmerksam und wartete.
'Ja', sprach der Alte weiter, 'dann geschah es. Ich weiß nicht ob ich eingeschlafen war oder was auch immer geschehen sein mag, jedenfalls schreckte ich plötzlich auf.
Ein unglaublich schöner Regenbogen überspannte den ganzen Himmel.
Doch seltsam: das Ende des Regenbogens schien nur einige Meter von mir entfernt zu sein. Ich war verwirrt und wusste nicht, wie mir geschah. Da trat plötzlich aus diesem Rausch der Farben eine Frau auf mich zu.'
Sein Sohn runzelte ein wenig die Stirn.
Der Alte nahm dies wohl wahr, redete aber einfach weiter: 'ich weiß, daß das verrückt klingt. Aber glaub mir: Genauso ist es damals geschehen.'
Noch einmal holte er tief Luft. 'Diese Frau war ein Traum. Sie war alles, was sich ein Mann bei einer Frau nur wünschen kann, ich meine nicht nur Äußerlichkeiten. Obwohl ich sie ja nie zuvor gesehen hatte,
wusste ich das alles sofort. Wirklich seltsam...'Er schüttelte nachdenklich den Kopf. 'Nun ja, wie dem auch sei', nahm er den Faden wieder auf, 'diese Frau aus dem Regenbogen setzte sich neben mich und sprach mit mir.
Um ehrlich zu sein: Ich sprach mit ihr. Sie selbst sagte eigentlich nur drei Sätze.
Aber ich erzählte und erzählte und konnte gar nicht aufhören. Vielleicht war es die Aufregung, vielleicht meine Unsicherheit, wer weiß? Ich redete von mir und meinen Träumen, von meinen Sorgen und Nöten, von allem möglichen. Später schämte ich mich, weil ich wie ein Wasserfall geredet hatte. Doch ich glaube, sie hat es verstanden. Wohl niemals in meinem Leben habe ich so viel und so lange geredet wie damals.'
Sein Sohn blickte ihn liebevoll an, fühlte sich seinem Vater auf einmal sehr nahe und hätte ihn am liebsten in die Arme genommen. Doch er tat es nicht, sondern fragte: 'Diese drei Sätze, Vater, erinnerst du dich noch an sie?'
'Aber sicher', nickte sein Vater, 'ich habe sie nie vergessen. Es waren eigenartige Sätze. Einer lautete:

'Es liegt in deiner Hand, du bestimmst dein Leben, auch wenn es nicht immer so scheint.'

Nachdenklich blickte er vor sich hin und schwieg.
'Und die anderen Sätze?' fragte sein Sohn weiter.
'Ach ja!' Der Alte schien aus seinem Traum zu erwachen, und es war, als müsse er erst wieder zu sich finden.
Doch dann sprach er weiter 'der zweite Satz war:

Versuche die Menschen zu lieben, auch wenn sie es dir nicht leicht machen werden.

Ich glaube, dass ich diesen Satz einigermaßen verstanden habe. Immer habe ich im Grunde versucht, auch so zu leben, obwohl ich heute fürchte, dass ich viel zu selten geliebt habe.'
Wieder lächelte sein Sohn, und dieses mal war er es, der eine Weile nachdenklich vor sich hinblickte.
'Der dritte Satz', fuhr sein Vater fort, 'war der seltsamste.
Ich habe ihn wohl nie ganz begriffen:

Laß es so geschehen, wie es ist, auch wenn du manchmal lieber gegen vieles kämpfen möchtest.'

Er schwieg, und es schien, als habe er die Erzählung beendet. Gedankenverloren folgte der Blick seines Sohnes einem welken Blatt, daß im leichten Sommerwind zur Erde schwebte. Schließlich sagte er,
'Es lohnt sich, über alle drei Sätze nachzudenken und zu reden, Vater.
Mir scheint , du hast sie meistens nur mit dir herumgetragen und nur wenig davon verstanden, wenn ich dich und dein Leben so betrachte. '
Sein Vater blickte ihm aufmerksam ins Gesicht.
'Da magst du vielleicht recht haben', sagte er traurig und fuhr fort: 'Weißt du, je älter ich wurde, desto mehr habe ich das auch gefühlt. Doch denke ich, dass nicht jeder dieser drei Sätze so stimmen muss. Man kann darüber auch streiten - obwohl ich es manchmal, tief in mir, anders fühle. Und heute ist es für vieles zu spät, mein Sohn.'
'Ich weiß nicht, Vater', sagte der junge Mann.
'Oft ist es nur eine Ausrede, wenn jemand so etwas sagt. Aber wie ging denn die Geschichte mit dieser Frau weiter?'
Jetzt war es der Vater, der seinen Sohn liebevoll anblickte und am liebsten in die Arme genommen hätte. Auch er erzählte stattdessen weiter: 'Es war damals der spät geworden über meinem vielen Gerede und bereits dunkel, als ich auf einmal nichts mehr zu reden wusste. Da setzte sich diese Frau zu mir und nahm mich in die Arme.'
Der Alte lächelte und seufzte tief. 'Und dann war sie sehr zärtlich zu mir. Ich glaube, sie brachte mir die Liebe bei, wie man das zu nennen pflegt. Nie wieder habe ich solch eine Frau erlebt.'
'Du meinst körperliche Liebe?' wollte sein Sohn wissen.
Der Vater nickte: 'Ja und nein. Es war mehr als körperliche Liebe, da war so vieles.'
Wieder schwieg er eine ganze Weile, bevor er stockend weitererzählte: 'Es ist nicht einfach in Worte zu fassen, was da geschah. Weißt du, es war, als würde ich plötzlich losfliegen, mitten in den Sternenhimmel über uns. Der Mond hob mich empor und nahm mich in sich auf. Und die Sonne gab mir Kraft und zündete etwas in mir an, obwohl sie nicht einmal zu sehen war. Und die Sterne tanzten um mich, und ich flog mitten ins All, ins Herz aller Dinge. Und ich fühlte und erlebte, was ich einfach nicht beschreiben kann. Die Zeit stand still, und dann raste sie wieder an mir vorbei.
Mein Körper schien auseinander zu brechen, und doch fühlte ich mich so fest und sicher in mir wie nie zuvor. Manchmal dachte ich, vor lauter Leidenschaft irre zu werden, und doch war es in mir unheimlich still und friedlich.'
Er schüttelte den Kopf.
'Ach, es ist einfach unbeschreiblich gewesen, im wahrsten Sinne des Wortes, was diese Frau damals mit mir gemacht hat.'
Vater und Sohn blickten sich lange an.
Dann sagte der Sohn: 'Es war ja nicht nur die Frau, die etwas gemacht hat. Du hast ja auch dazu beigetragen, oder nicht?'
Sie saßen eine ganze Zeit lang schweigend beieinander. Es war still unter dem Baum und in der Nacht, und ein klarer, wunderschöner Sternehimmel tat sich über ihnen auf. Die beiden Männer hingen ihren Gedanken nach, jeder seinen und doch den gleichen.
Irgendwann räusperte sich der Sohn und fragt: 'Und was geschah dann noch weiter, Vater?'
Sein Vater hob den Kopf, und wieder schien es, als wäre er eben erst aus einer anderen Welt zurückgekehrt.
Schließlich antwortete er: 'Eigentlich nichts Besonderes, irgendwann in der Nacht bin ich damals zu mir gekommen. Es hat lange gedauert, bis ich mich und meinen Verstand wieder beisammen hatte. Die Frau war verschwunden und ich habe sie bis heute niemals wieder gesehen.' Auf einmal schien er dem Weinen nahe.
'Weißt du, mein Junge, ich habe sie immer gesucht. Hier unter diesem Baum, in jedem Regenbogen und in jeder Frau. Aber ich habe sie nie gefunden. Keine Frau war so wie sie, keine hat mir so zugehört, mir solche Sätze gesagt, mich in solche Leidenschaft versetzt. Und glaub` mir, ich habe viele Frauen gekannt. Auch deine Mutter, die ich wirklich sehr gern habe, auch sie ist nicht so wie diese Frau`.'
Seine Stimme wurde leiser.
'Die Frau aus dem Regenbogen...', lachte er vor sich hin, 'ich weiß nicht einmal ihren Namen. Und nie habe ich so richtig begriffen, was sie mir sagen wollte. Vielleicht habe ich deshalb mein ganzes Leben lang im Grund nur nach ihr gesucht.'
Sein Sohn blickte ihn voller Wärme an. 'Ich weiß nicht, Vater', sagte er.
'Vielleicht?'
Er dachte nach, rang nach Worten und fuhr schließlich fort: 'Ich glaube, sie hat dir etwas Großes geschenkt: Liebe aus Leib und Seele.'
Er atmete tief die kühler werdende Nachtluft ein.
'Ja, und du hast dieses Geschenk nicht weitergegeben, sondern dein Leben lang immer mehr davon gesucht, überall und jederzeit hast du noch mehr von dieser Liebe gesucht.'
Er erhob sich und streckte sich ausgiebig. 'Wie wohl jeder Mensch', sagte er dann weiter, 'wir suchen alle nach der Liebe, in jeder Frau und in jedem Mann, auch ich. Und dabei vergessen wir das Wichtigste.'
Der Vater blickte zu seinem Sohn auf, Tränen in den Augen, fassungslos, und murmelte: 'Du hast sie verstanden.' Und noch einmal: 'Ja, du hast sie verstanden.'
Und dann sagte er, noch immer unter dem Baum sitzend und zu seinem Sohn aufblickend: 'Ich glaube, jetzt fange auch ich an zu verstehen. Komm, mein Junge, hilf deinem Vater nun auch noch beim aufstehen.'
Der junge Mann half seinem Vater, und schweigend machten sich die beiden auf den Heimweg in dieser kühler werdenden Sommernacht. Auf einmal raschelten in dem Baum die Blätter, und der Mond schien durch die Äste genau dorthin, wo die beiden Männer gesessen waren.
Weder Vater noch Sohn sprachen noch einmal über die Frau aus dem Regenbogen - aber etwas war zwischen ihnen geschehen, was unauslöschlich war.
Beide hatten sich verändert.
Auch die Frau des alten Mannes spürte das. Doch sie erfuhr niemals von dem Erlebnis des alten Mannes und von dem Gespräch zwischen Vater und Sohn.
Als der Sommer zu Neige ging, machte der Alte, wie so oft, einen Spaziergang am Nachmittag.
Es war warm und roch nach Herbst, und etwas Eigenartiges lag in der Luft. Später regnete es kurz und heftig, und danach verzauberte ein unheimlich schöner Regenbogen den Himmel.
Der junge Mann zeigte ihn seiner Mutter und dacht insgeheim an seinen Vater.
Still lächelte er vor sich hin und verstand auf einmal noch mehr von der Suche seines Vaters. Wie viele Farben so fragte er sich in diesem seltsamen Augenblick, wie viele Farben mag wohl die Sehnsucht haben?
Mitten in der Nacht wurde er von seiner Mutter geweckt. Voller Sorge bat sie ihn, nach dem Vater zu suchen, weil er von seinem Spaziergang nicht heimgekehrt war. Sofort machte er sich auf den Weg.
Aus irgendeinem Grunde wusste er, wo er seinen Vater finden würde.
Und da war er dann auch. Still und friedlich lag er unter seinem Baum, ein glückliches Lächeln in seinem Gesicht. Der Sohn begriff sofort.
Er nahm den alten Mann in seine Arme und drückte ihn liebevoll an sich.
Und während er bitterlich weinend um seinen toten Vater in den Armen unter diesem Baum saß, rauschte es wieder in den Blättern, und der Mond warf ein mildes Licht auf die beiden.
Da huschte ein Lächeln über das tränenüberströmte Gesicht des jungen Mannes, und er flüsterte seinem Vater ins Ohr:
'Du weißt es nun, nicht wahr? Sie hat es dir gesagt.'
Er drückte ihn ein letztes Mal an sich und war sicher, dass sein Vater die Frau aus dem Regenbogen noch einmal gesehen hatte.





Diese Geschichte habe ich irgendwann einmal im Netz gefunden und fand sie wunderschön. Autor : Heinz Körner
Bea
 

Beitragvon suchagoodgirl » 18.08.2006 07:39

Jeder Tag ist ein besonderer Anlass


Mein bester Freund öffnete die Kommodenschublade seiner Ehefrau und holte ein in Seidenpapier verpacktes Päckchen heraus. Es ist nicht irgendein Päckchen, sondern ein Päckchen mit Unterwäsche darin. Er warf das Papier weg und betrachtete die Seide und die Spitze.

"Dies kaufte ich, als wir zum ersten Mal in New York waren. Das ist jetzt 8 oder 9 Jahre her. Sie trug es nie. Sie wollte es für eine besondere Gelegenheit aufbewahren. Und jetzt, glaube ich, ist der richtige Moment gekommen!" Er näherte sich dem Bett und legte die Unterwäsche zu den anderen Sachen, die von dem Bestattungsinstitut mitgenommen wurden. Seine Frau war gestorben.

Als er sich zu mir umdrehte, sagte er: "Bewahre nichts für einen besonderen Anlass auf! Jeder Tag den du lebst, ist ein besonderer Anlass."

Ich denke immer noch an diese Worte, sie haben mein Leben verändert. Heute lese ich viel mehr als früher und putze weniger. Ich setze mich auf meine Terrasse und genieße die Landschaft, ohne auf das Unkraut im Garten zu achten. Ich verbringe mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden und weniger Zeit bei der Arbeit. Ich habe begriffen, dass das Leben eine Sammlung von Erfahrungen ist, die es zu schätzen gilt. Von jetzt an bewahre ich nichts mehr auf. Ich benutze täglich meine Kristallgläser. Wenn mir danach ist, trage ich meine neue Jacke, um in den Supermarkt zu gehen. Auch meine Lieblingsdufte trage ich dann auf, wenn ich Lust darauf habe, anstatt sie für Festtage aufzuheben. Sätze, wie beispielsweise "Eines Tages ..." oder "An einem dieser Tage..." sind dabei, aus meinem Vokabular verbannt zu werden. Wenn es sich lohnt, will ich die Dinge hier und jetzt sehen, hören und machen. Ich bin mir nicht ganz sicher, was die Frau meines Freundes gemacht hätte, wenn sie gewusst hätte, dass sie morgen nicht mehr sein wird (ein Morgen, das wir oft zu leicht nehmen).

Ich glaube, dass sie noch ihre Familie und engen Freunde angerufen hätte. Vielleicht hätte sie auch ein paar alte Freunde angerufen, um sich zu versöhnen oder sich für alte Streitigkeiten zu entschuldigen. Der Gedanke, dass sie vielleicht noch chinesisch essen gegangen wäre (ihre Lieblingsküche), gefällt mir sehr. Es sind diese kleinen unerledigten Dinge, die mich sehr stören würden, wenn ich wüsste, dass meine Tage gezählt sind. Genervt wäre ich auch, gewisse Freunde nicht mehr gesehen zu haben, mit denen ich mich "an einem dieser Tage" in Verbindung hätte setzen sollen. Genervt, nicht die Briefe geschrieben zu haben, die ich "an einem dieser Tage" schreiben wollte. Genervt, meinen Nächsten nicht oft genug gesagt zu haben, wie sehr ich sie liebe.

Jetzt verpasse, verschiebe und bewahre ich nichts mehr, was uns Freude und Lächeln in unser Leben bringen könnte. Ich sage mir, dass jeder Tag etwas Besonderes ist. Jeder Tag, jede Stunde sowie jede Minute ist etwas Besonderes.
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Beitragvon Lilyth » 20.09.2006 10:38

Von MellyMaus:

Die Geschichte der Liebe


Einmal im Leben des Universums gibt es eine Liebe, die größer ist als alles, was es sonst an Liebe zusammen geben könnte. Sie vermag den Raum und die Zeit zu krümmen, toten Sternen neues Leben einzuhauchen und sogar das Universum selber zu ändern. Sie erzeugt Leben wo sie tote Materie berührt und lässt die Musik der Planeten und Sonnen in der Seele jedes Lebewesens erklingen. Auf den Schwingen diese Musik vertreibt sie mit sanftem Licht alles Dunkel und verwandelt mit einem sachten Kuss jeden Schatten in ein Meer von Licht. Sie vermag, getragen von ihrer göttlichen Musik, alles zu erfüllen, jeden Traum und jeden Wünsch, jedes Gebet und alles Gehoffte von jeden Lebewesen im unendlichen Universum.

Wenn alle Sterne günstig stehen und alle Engel lächeln, dann findet diese Liebe 2 Lebewesen und vermag sie zueinander zu führen, die diese Liebe zwar nicht verstehen, aber diese in ihren Herzen und in ihren Seelen aufnehmen und sie für- und miteinander teilen.

In diesem ewigen Augenblick steht das Universum still und alle Engel und schweigen und schauen lächelnd zu diesen Beiden und wenn sich ihre Lippen dann zum allerersten Mal berühren, geht ein Raunen durch das gesamte Universum und die Energie dieses Kusses erzeugt in einem Augenblick mehr Leben, als das Universum in seinem Leben. Sonnen erstrahlen, Planten werden blau und grün vor Leben und alles was Liebe empfinden vermag, seufzt leise und schaut zu den beiden und lächelt leise.

Wenn sich die Körper und Seelen der beiden dann zum ersten Mal berühren, durchläuft das ganze Universum ein Schauer der Glückseeligkeit und sanfte Musik erklingt überall. Alles ist glücklich ohne zu wissen warum eigentlich, denn dieses Glücksgefühl kommt vom Universum selbst und alles was von ihm entstammt, fühlt es auf sanfte und bestimmte Art und Weise. Die Seelen der beiden verschmelzen zu einem hellen Licht, dass das ganze Universum erhellt und mit sanften Schimmer überflutet und alle wissen, die Liebe is die stärkste Macht von allen und sie wird auf ewig beschützt und bewacht vom sanften Schimmer der beiden Seelen; die nun vereint sind auf ewig.


Und wieder stand das Universum still, als ich Dich erblickte in meinen Träumen und die Liebe meine Bewegungen und Empfindungen zu Dir lenkte, mir den Mut gab Dich anzusprechen und Dir mein Herz zu öffnen und meine Seele von Dir küssen zu lassen. Und alle Engel schauten uns lächelnd und schweigend zu und ein Meer von neuem Leben wurde gezeugt und schaut lächelt und seufzend zum Himmel und ein unendlich großer Schauer von Glückseeligkeit durchfuhr das Universum.

Unsere Seelen verschmolzen und leuchten sanft schimmernd und alles Dunkle vertreibend durch die ewige Nacht des Universums, denn Du bist mein Engel, mein Sonnenstrahl. mein Mondlicht, mein Sternenglanz, mein Herzblut, mein
Seelenfreund, mein Kristallauge, mein Supergirl, mein Leben und mein Tod, mein Glück und mein Schmerz, mein Lächeln und meine Tränen, meine Freude und mein Schmerz, mein ewiges Licht, mein endloser Traum, mein Spiegelbild, mein Lied.

Kurz gesagt, Du bist für mich alles was ich in Worte fassen könnte, alles was ich nicht in Worte fassen vermag und noch so unendlich mehr, denn ich liebe Dich über alles und nichts kann mich von Dir trennen und das auf Ewig.
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Beitragvon Lilyth » 20.09.2006 10:39

Von Gast

Der Elefant im Sandland

Es war einmal ein kleines Land, dass war immer voller Sand. Darum hieß das Land überall Sandland. Um dieses Sandland wuchs Weinbrand, der wuchs in allen Farben rund um das Sandland. Den Weinbrand fraß ein Elefant, der Sandlandweinbrandelefant. Dieser Elefant wurde von Fräulein Brilliant geliebt, dem entzückenden Fräulein Sandlandweinbrandelefantbrilliant.

Dieses Fräulein hatte, wie alle Frauen in dieser Gegend, sechs Hände. Fünf Hände waren zum Weinbrand pflücken und eine Hand hielt ein Band, dass Sandlandweinbrandelefantbrilliantband. Dieses Band war für den Elefant, der durch das Sandland lief und die Büsche voll mit Weinbrand festband. Doch einmal lief der Elefant im Sandland gegen eine Wand, da stand der Elefant da und fiel fast über den Rand vom Sandland. Doch das sah Fräulein Brilliant, die kam angerannt und half dem armen Elefant zurück ins wundersame Sandland.

Da verschwand die Angst beim Sandlandweinbrandelefant und er bedankte sich bei Fräulein Brilliant mit einem wunderschönen lila Band, dass er fand im Weinbrand am Sandlandrand. Das band Fräulein Brilliant sich an die sechste Hand und lief mit dem Elefant Hand in Hand durchs Sandland.
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Beitragvon Lilyth » 20.09.2006 10:44

Von JustBe

Es war einmal ein Herz......
.......das schlug 100.000 Mal am Tag - nicht mehr und nicht weniger. Es schlug nun einmal soviel wie es nötig war. Das Herz war nicht von der gleichen feuerroten Farbe wie all die anderen Herzen, sondern besaß nur ein schwaches blassrosa. Das schlimme war, das es mit der Zeit immer mehr an Farbe verlor. Der Lebenskampf hatte es geschwächt und obwohl es noch nicht sehr alt war, hatte es schon viele Falten.

Eines Tages war es auf die Idee gekommen einen Verschlag um sich zu bauen. So suchte es den härtesten Stein für die Wände, das massivste Holz für das Dach und den stärksten Stahl für die Tür. Nur so, dachte das Herz, konnte niemand mehr hinein zu ihm und es verletzen - niemand konnte es mehr zerreißen. Endlich war es sicher.

Nun saß das kleine Herz in seinem Verschlag, lugte hinaus durch die Fugen im Stein und hörte über sich das knacken des Holzes. Es war ziemlich dunkel und kalt dachte sich das Herz. Aber es schloss einfach die Augen und tat was es immer tat -schlagen. 100.000 Mal am Tag. Vor lauter Langeweile zählte das Herz jeden Schlag mit, bis es ihm überdrüssig wurde. So vergaß es manchmal einen Schlag zu tun.

Das Herz fragte sich, was es überhaupt noch für einen Sinn hatte zu schlagen. Was das Herz vergessen hatte war, dass es sich zwar in Sicherheit vor allem Bösen befand, es niemand mehr verletzen und enttäuschen konnte, das aber auch niemand mehr hineinkommen würde, der mit ihm lachen täte, jemand der Purzelbäume mit ihm schlagen würde und es wärmte.

Nach einiger Zeit fing das Herz an darüber nachzudenken. Es merkte einen fatalen Fehler begangen zu haben. Mit aller Kraft versuchte es die Stahltür aufzudrücken, doch sie war zu schwer, als das sie sich bewegen ließ.

So begann es gegen die Steinwände zu hämmern, doch außer das sich ein paar Brocken lösten, passierte nichts. Der Stein war zu gewaltig. Als es sich am Dach zu schaffen machte, zog es sich nur einen dicken Splitter zu.

Panikartig saß das kleine Herz in seinem selbstgebauten Gefängnis und schlug mindestens doppelt so schnell wie sonst. Wie konnte es nur den Schlüssel in all seiner Trauer vergessen? Das Herz verfluchte sich für sein elendes Selbstmitleid.

Wie gern würde es sich jetzt den Stürmen des Lebens hingeben, sich vor Angst zusammenkrampfen, vor Freude hüpfen, wenn es nur könnte.

Es schaute durch das Schlüsselloch hinaus in die Welt und sah die anderen Herzen. Einige waren blass so wie es selbst. Sie schlichen durchs Leben geduckt und allein. Andere wiederum sprangen in leuchtendem Rot - Hand in Hand über Stock und Stein, unerschrocken und gestärkt vom anderen.

Doch was das Herz dann sah ließ es staunen und es konnte seine Tränen nicht verbergen. Da lagen Herzen im Staub mit Füßen getreten.

Sie waren weiß und regten sich kaum noch. Sie schlugen vielleicht noch 20 Mal am Tag. Niemand kümmerte sich um sie, denn auch sie hatten einmal den Schlüssel ihres Gefängnisses so gut versteckt, dass niemand ihn fand.

Da fühlte das Herz zum 1. Mal, dass es ihm noch gar nicht so schlecht ging. Noch war es rosa und noch fühlte es etwas. Es musste nur diesen Schlüssel finden zu seiner Stahltür. So machte es sich auf die Suche und probierte alle Schlüssel die es finden konnten. Es probierte sogar Schlüssel, von denen es von Anfang an wusste, dass sie nicht passen würde.

Nach einiger Zeit merkte das Herz, dass es wieder einen Fehler begangen hatte. Es war zu unüberlegt, zu krampfhaft an die Sache gegangen. Es verstand, dass man das Glück nicht erzwingen kann.

Frei ist man nur, wenn man frei denken kann. Das Herz entspannte sich erst einmal und beschäftigte sich mit sich selbst. Es schaute in den Spiegel und begann sich so zu akzeptieren wie es war, blassrosa und faltig.

Es spürte eine wohlige Wärme in sich aufsteigen und eine innere Gewissheit, dass es auf seine Art und Weise wunderschön war.

So fing es an zu singen, erst ganz leise und schnurrend und nach und immer lauter und heller, bis es ein klares Zwitschern war, wie das eines Vogels am Himmel. Durch den hellen Ton begann der Stein an einer Stelle nachzugeben.

Mit riesengroßen Augen starrte das Herz auf diese Stelle, wo ein goldenes Schimmern zu erkennen war.

Das Herz traute seinen Augen nicht. Da war der Schlüssel, den es damals mit in den Stein eingemauert hatte. Das hatte es durch all seinen Schmerz und Selbstmitleid vergessen und jetzt, wo es den Schlüssel in der Hand hielt, fiel es ihm wieder ein, wie es ihm vor all den Jahren so sicher erschien, ihn nie wieder zu brauchen.

Langsam und voller Bedacht den Schlüssel nicht abzubrechen, steckte das Herz ihn ins Schloss.

Mit lautem Gequietsche schob sich die schwere Stahltür zur Seite. Das Herz machte einen Schritt nach draußen, schloss die Augen und atmete tief die frische Luft ein.

Es streckte die Arme aus, drehte und wendete sich, blickte nach oben und nach unten und hörte gespannt mal hierhin und mal dorthin. Das Herz dachte wie schön das Leben doch sei, machte einige Hüpfer und begab sich auf den Weg um Freunde zu finden.

Den 1. den es traf war eine lustiger Geselle, der das Leben zum schießen komisch fand und über 1000 Freunde hatte.

Nachdem das Herz einige Zeit mit ihm verbrachte, mit ihm alle erdenklich lustigen Sachen anstellte, merkte das Herz, dass diesem "Freund" einiges fehlte; - der Tiefgang.

Was war das für einen Freund, mit dem es nur lachen aber nie weinen konnte?
Mit dem es nur durch "dick" aber nie durch "dünn" gehen würde.
So zog das Herz weiter, allein, aber reich einer neuen Erfahrung.

Bis es auf eine Gruppe anderer Herzen stieß. Es wurde direkt freundlich in ihre Mitte aufgenommen. Es war ein ganz neues Gefühl von Zugehörigkeit.

Da war nun eine große Gruppe, wie eine Familie die zusammenhielt, wo alle gleich waren. Jeden Morgen standen sie zusammen auf, tranken den gleichen Tee, aßen vom gleichen Brot und gestalteten jeden Tag gleich.

Das Herz war glücklich - eine Zeitlang, bis es spürte, dass auch dies nicht das richtige Ziel sein konnte, denn auch seinen vielen neuen Freunden fehlte etwas - die Individualität. In ihrer Mitte gab es keinen Platz für jemanden, der Eigenständig war und sein Leben selbst planen wollte. Also löste das sich das Herz auch aus dieser Verbindung und genoss sein eigenes Leben.

Es ging über 112 Wege, um 203 Kurven und 24 Berge und Täler, bis es an einem Haus ankam, dass mit Stacheldraht umzogen war.

Aus dem Schornstein quoll Rauch, das hieß, dass tatsächlich jemand in diesem Haus leben würde. In einem Haus, das nicht einmal Fenster hatte. Bei dem Anblick fiel dem Herz ein, wie es selbst einmal gelebt hatte.

Wie sehr es damals gehofft hatte, dass jemand ihm helfen würde und doch niemand sein stummes Flehen erkannt hatte. Es wusste, dass es ihm aus eigener Kraft gelungen war und es war sehr stolz darauf.

Aber wie konnte es diesem armen Herzen helfen aus seinem Verlies zu kommen?

So besorgte sich das Herz eine Drahtschere und versuchte den Stacheldraht zu durchtrennen. Aber nach einiger Zeit verließen es die Kräfte.

Auch dieses Herz hatte keine Mühe gespart, für sich den stärksten Stacheldraht zu finden. Obwohl das Herz das andere nicht sah und auch nicht hörte, sondern nur ahnen konnte was das für ein Herz war, fühlte es eine starke Bindung zu ihm.

So grub es ein Loch im Boden unter dem Stacheldraht, um den anderen wenigstens nah zu sein. So stand es vor seinem Haus, vor der gleichen dicken Stahltür wie einst seiner und begann zu reden.

Tagelang, nächtelang stand es einfach nur da und redete.

Es erzählte von seinem Schicksal. Erzählte ihm, was ihm alles in seinem Leben widerfahren war und es hörte ein Schluchzen hinter der dicken Tür. Unermüdlich sprach das Herz weiter. Über die lustigen Sachen, die es mit seinem 1. "Freund" erlebt hatte, über die Wärme, die es bei seiner Familie erfahren

hatte und es vernahm ein leises glucksen von innen. Erst leise, bis es immer lauter sich in ein gellendes Lachen verwandelte.

Plötzlich sprach das Herz hinter der Stahltür zu ihm. Es wollte hinaus zu ihm, und es sehen. Es wollte mit ihm gehen und mehr von dem Lachen und Weinen. Es wollte sich an seine Schulter lehnen, sich an es drücken und es nie wieder verlassen. Das Herz war glücklich endlich so jemanden gefunden zu haben, aber was sollte es nur tun? Wie auch bei ihm früher, wusste das andere Herz nicht mehr wo es den Schlüssel versteckt hatte. So fasste das Herz den Entschluss loszugehen um den Schlüssel zu suchen. Nur wo sollte es anfangen?

Es lief ziellos umher, suchte hinter Büschen, auf Bäumen, tauchte in Seen danach; fragte alle die seinen Weg kreuzten, aber niemand wusste Rat und nirgends fand es den Schlüssel.

So ging es mit schwerem Herzen zurück zu der kleinen Hütte. Krabbelte durch das Loch unterm Zaun um die schlechte Nachricht zu überbringen. Doch zu seinem Erstaunen, fand es die schwere Stahltür geöffnet. Wie war das möglich gewesen? -dachte das Herz. Plötzlich hörte es eine freundliche und liebevolle Stimme hinter sich.

Da sah es ein kleines blassrosa Herz stehen mit glühenden Wangen. " Ich habe hier auf dich gewartet " sagte das kleine Herz. " Ich habe erkannt, dass man es im Leben nur aus eigener Kraft schaffen kann, aus seinem Gefängnis zu entkommen. Doch so viel Kraft konnte ich nur durch dich erlangen. Durch deine Liebe zu mir und meiner Liebe zu dir habe ich den Schlüssel zur Tür meines Herzens gefunden, der mir gleichzeitig die Tür meines Verlieses öffnete "

Sie nahmen sich an die Hand und gingen von nun an alle Wege gemeinsam, ihr Herzschlag im gleichen Rhythmus bis an ihr Lebensende.
Nothing on earth stays forever
But none of your deeds were in vain
Deep in our hearts you will live again
You're gone to the home of the brave


* Shamy 26.6.2006 - 14.1.2010 *
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Beitragvon ***Sternenkind*** » 15.03.2007 19:58

1000 Sterne für Dich


Es war die romantischste Nacht des Jahres. Die ganze Welt war dunkelblau.

Alles schlief.
Die Sonne schlief. Der Fluss schlief. Und die Wiese schlief.

Nur Bruno und Pauline schliefen nicht. Sie lagen auf ihrem dicken Schafspelz und beobachteten die Sterne. Die funkelten nämlich gerade um die Wette. Mit den Glühwürmchen. Die schliefen auch nicht.

„Ach wenn ich doch so einen Stern hätte.“, klagte plötzlich Pauline.
„Was für einen möchtest du denn?“, fragte Bruno.
„Den löwenzahngelben dort.“ Pauline gehörte zu den Frauen, die immer genau wussten, was sie wollten.

„Der löwenzahngelbe Stern ist der Stern des Glücks.“, erklärte Bruno.
„Damit du gleich mit einem Lächeln aufwachst, wenn die Sonne morgens deine Knubbelnase wachküsst.“
„Und dann den glutorangenen.“

„Der glutorangene Stern ist der Stern der Freundschaft. Damit du deinen Wiesenkräutersalat nie allein kauen musst.“

„Und dann den grasgrünen.“

„Der grasgrüne Stern ist der Stern für ein dickes Fell. Damit du es dir von niemandem über die Ohren ziehen lässt.

„Und dann den meerwasserblauen.“

„Der meerwasserblaue Stern ist der Stern des Vertrauens. Damit du keine Angst vor schwarzen Schafen haben musst. Auch wenn die Nacht so dunkel ist wie jetzt.“

„Und auch noch den veilchenfarbenen.“

„Der veilchenfarbene Stern ist der Stern der Liebe. Damit wir uns immer nahe sind.“

Plötzlich war es ganz dunkel. Dort, wo vorher 1000 Farben schimmerten, war nun rabenschwarze Nacht. Sogar die Glühwürmchen schliefen inzwischen.

„Das sieht aber jetzt traurig aus.“ Pauline war ganz und gar unglücklich.
„Aber ich hab doch so viele Sterne zu deinen Füßen gelegt.“ Bruno verstand gar nichts mehr. Frauen kann man es aber auch nie recht machen.

„Ich hab eine Idee“, sagte Pauline. „Ich schicke die Sterne wieder an den Himmel und behalte deine bunten Sternenwünsche im Herzen.“ Und eh sie sich versah, war der ganze Himmel wieder übersät mit Sternen.

Doch eigenartig: Ihnen fehlte die Farbe. Überall gab es nur noch weiße Lichter. Millionen Lichter, die die ganze Nacht zum Leuchten brachten. Wie sie noch nie zuvor geleuchtet hatte.

In Paulines Herz aber, strahlten die bunten Sternenwünsche schöner als jeder Regenbogen.

Und darum sehen die Sterne aus, wie sie nun mal sind. Doch wem man sie schenkt, dem entfaltet sich der ganze Zauber des Lebens.
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Re: Geschichten über die Liebe und anderes wichtiges

Beitragvon Naseweiß » 25.06.2008 13:10

ich suche die Geschichte von Rosalie und Trüffel, hat die jemand oder weiß jemand woher ich die bekommen kann?
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Re: Geschichten über die Liebe und anderes wichtiges

Beitragvon togri » 22.12.2008 18:24

So lieb hab ich dich! ~ Geschichte vom Ameisenmann / -frau


Eines Abends, als die Sonne gerade vor einem Ameisenmann und seiner Liebsten unterging, wandte sie sich zu Ihm und fragte:
"Hast du mich lieb?"
"Sicher", antwortete er.
"Aber ich liebe dich so, wie die Flüsse den Regen lieben, wie die Blumen die Sonne und wie die Küsten das Meer", sagte sie und wartete auf seine Antwort.
Der Ameisenmann schwieg. Er wusste nicht, wie die Flüsse den Regen lieben, die Blumen die Sonne oder die Küste das Meer.

Lange nachdem seine Liebste nach Hause gegangen war, hallten ihre Worte noch immer in seinen Gedanken, immer wieder und wieder, bis die Sonne aufging.
Schließlich sagte er zu sich. Ich muss es herausfinden.
So stand er auf und ging hinüber zum Fluss. Er kletterte über das steinige Ufer des Flusses und schob sich ganz nah an das Wasser heran.
"Entschuldige", sagte der Ameisenmann über das Gluckern hinweg, "kannst du mir sagen, warum du den Regen lieb hast?"
"Ohne den Regen", sang der Fluss, "würden meine Ufer austrocknen, und ich würde alt werden. Jedes Mal, wenn es regnet, erneuere ich mich und werde kräftiger. Nur durch den Regen kann ich wirklich sein."
Wie kann meine Liebste jung bleiben, wenn sie und ich jedes Jahr älter werden?, fragte sich der Ameisenmann. Das verstehe ich nicht. Und er wusste, dass er mit den Blumen sprechen musste.
Er spazierte hinunter zu einem Feld voller Wildblumen. "Entschuldigung", sagte er zu den Blumen, "könntet ihr mir sagen, warum ihr die Sonne so lieb habt?"
Eine riesige Blume beugte sich zu dem Ameisenmann herab und sagte: "Wir lieben die Sonne, weil wir ohne sie nicht erblühen können. Unsere Blütenblätter öffnen sich nur, wenn sie von ihren warmen Strahlen berührt werden. Für dieses Glück folgen wir der Sonne, wohin sie auch geht."
Das verwirrte den Ameisenmann. Wie konnte er seinen Schatz ohne Blütenblätter erblühen lassen? Ich
muss noch weiter Fragen stellen, dachte der Ameisenmann.
Und er machte sich auf den Weg zum Meer.
Der Ameisenmann wanderte die ganze Nacht hindurch, bis er das Meer erreichte.
Am Morgen endlich konnte er die sandige Küste fragen: "Bitte, erzählst du mir, warum du das Meer lieb hast?"
"Alles, was ich dazu sagen kann", antwortete die sandige Küste, "ist, dass ich mich unter seinen Wellen sicher und geborgen fühle. Ich liebe es, wenn das Meer mich mit sich reißt. Wenn es fortgeht, bin ich traurig. Solange, bis es zurückkehrt."

Und plötzlich vermisste der Ameisenmann seine Liebste sehr. Als er sich auf den Weg nach Hause machte, verstand er, wie die sandige Küste sich fühlte. Er sehnte sich danach, die Hand seiner Liebsten in der seinen zu spüren. Die Sonne ging gerade unter, als er sich seinem Zuhause näherte, und er suchte nach seinem Schatz an ihrem gemeinsamen Lieblingsplatz.
Als er sie so allein da sitzen sah, begann sein Herz zu rasen. An ihrer Seite nahm er ihre Hand und fragte: "Weißt du, dass ich dich lieb habe?"
"Sicher", antwortete sie.
"Aber", sagte der Ameisenmann, "so wie das Meer den Sand der Küste mit sich nimmt, möchte ich, dass du immer bei mir bist. So wie die Sonne die Blumen zum Strahlen bringt, macht es mich glücklich, dass ich dich zum Lächeln bringen kann, wenn du mich siehst. So wie der Regen den Fluss begehrt, sehnt sich mein Herz nach dir. Du erst machst mich vollkommen.
Ohne dich kann ich nicht der sein, der ich bin!
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Re: Geschichten über die Liebe und anderes wichtiges

Beitragvon Mamma Mia » 14.04.2009 16:55

ideen aus einem anderem Thread

aus dem Sheepworldbuch:
++ Ich vermisse dich so sehr ++

+ Ich vermisse dich in der Badewanne! Die Quietscheente ersetzt dich nicht...
+ Ich vermisse dich beim Spielen draußen ( und noch viel mehr beim Spielen drinnen...)!
+ Ich vermisse dich in der U-Bahn, denn ich sitz´ am liebsten neben dir!
+ Meine Lippen vermissen dich! Und meine Augen, meine Hände und meine Nase ..
+ Das Bett und ich vermissen dich!
+ Ich vermisse dich bei jedem Sonnenuntergang, ganz egal wie schön er leuchtet!
+ Selbst im allergräßten Gewimmel bin ich ganz einsam, denn ich vermisse dich so!
+ Ich vermisse dich ganz schrecklich und jeden Tag noch ein Stückchen mehr! Komm bitte ganz bald wieder!


aus dem Sheepworldbuch:
++ Für mich bist du die Welt! ++

+ Du bist meine Wärmefalsche wenn ich friere.
+ Du bist die Nudel in meiner Suppe.
+ Du bist mein Sonnenschein zwischen den Wolken.
+ Du bist mein allergrößter Schatz, den ich solange gesucht habe.
+ Du bist meine Tankstelle für neuen Kraftstoff (SuperPlus natürlich!).
+ Du bist das Feuer für meine Kerze.
+ Du bist mein Happy ohne Ende.
+ Für mich bist du die Welt! Ich hab´dich so lieb!


aus dem Sheepworldbuch:

++Jeden Tag lieb' ich dich mehr++

Am Montag muss ich ins Büro
(das war schon letzte Woche so)
Das Wochenende war zu kurz
und die Arbeit ist mir schnurz

Doch dann dein Abschiedskuss am Morgen
vertreibt ganz liebevoll die Sorgen

Der Dienstag ist ganz trüb und grau
Nur Regen, Wolken - ganz schön mau
"Nein heut scheint die Sonne nicht!",
sagt auch der Mann vom Wetterbericht

Doch für mich trifft das nicht zu,
denn meine Sonne, das bist du!

Am Mittwoch muss mir Franz erzählen,
wie sich manche Paare quälen:
Die Lotte hat den Klaus betrogen
und Max die Else schlimm belogen.

Zum Glück haben wir zwei uns lieb,
dass es so was bei uns nie gibt !

Donnerstag quillt mein Schreibtisch über,
allein der Anblick macht mich müder ...
Mein Chef wir auch gleich ganz gemein
und ich will nur noch ganz schnell heim.

Denn dort bist du und ich bin froh -
so gut geht es mir nirgendwo !

Freitag ! Nur noch ein paar Stunden,
die Arbeitswoche überwunden.
Dann können wir ins Kino gehen
und uns den schönsten Film ansehen.

Du passt so gut in meinen Arm,
küsst mich so schön und mir wird warm ...

Samstags spiel ich den Superkoch !
Ich geb mir wirklich Mühe, doch
das ganze schmeckt nach alten Socken
und auch der Wein ist viel zu trocken.

Du lachst und findest das nicht so schlimm
und schwörst das ich ganz super bin.

Ein Sonntag ist nie öd und fad,
wenn du mich hast und ich dich hab.
Egal ob Lümmeln auf dem Sofa,
Stadtwaldsafari mit dem Mofa ...

... Ich will dich immer drücken, küssen,
nie mehr in meinem Leben missen !

Jeden Tag lieb ich dich mehr,
dabei lieb ich dich jetzt schon sehr !

Du machst mich glücklich jeden Tag !
ich bin so froh das ich dich hab !


aus dem Sheepworldbuch:

++du bist wunderbar++

-du bist so süß wie ein großer berg zucker mit rosaroten sahnebonbons
-du bist so tapfer wie ein schaf unter 5 wölfen bei blitz und donner
-du bist so kuschelig wie meine schmusedecke auf einer großen insel gänsedaunen
-du bist so stark wie 3 bären und ein lieber riese
-du bist so heiß wie 39 feuerrote chili-schoten unter der glühenden sommersonne
-du bist so schlau wie vier alte weise eulen mit lexiky von a bis z und wieder zurück
-du bist so einzigartig wie ein funkelnder stern am himmel
-du bist einfach wunderbar von kopf bis fuß!

BLEIB SO WIE DU BIST


aus dem Sheepworldbuch:

++Ich hab' dich lieb++

Ich hab' dich lieb wie sonst niemanden auf der Welt.
Ich hab' dich zum Fressen lieb.
Ich hab dich unheimlich lieb.
Ich hab dich lieb wie sau.
Ich hab dich verdammt lieb.
Ich hab dich wahnsinnig lieb.
Ich hab dich immer lieber und lieber...
Ich hab dich einfach lieb. Und wie!
Mamma Mia
 

Re: Geschichten über die Liebe und anderes wichtiges

Beitragvon kleine Fee Franzi » 20.10.2009 14:23

Die kleinen Leute von Swabedoo

Vor langer, langer Zeit lebten kleine Leute auf der Erde. Die meisten von ihnen wohnten im Dorf Swabedoo, und sie nannten sich Swabedoodahs. Sie waren sehr glücklich und liefen herum mit einem Lächeln bis hinter die Ohren und grüßten jedermann.
Was die Swabedoodahs am meisten liebten, war, einender warme, weiche Pelzchen zu schenken. Ein jeder von ihnen trug über seiner Schulter einen Beutel, und der Beutel war angefüllt mit weichen Pelzchen. So oft sich Swabedoodahs trafen, gab der eine dem anderen ein Pelzchen. Es ist sehr schön, einem anderen ein warmes, weiches Pelzchen zu schenken. Es sagt dem anderen, daß er etwas Besonderes ist, es ist eine Art zu sagen "Ich mag Dich!" Und ebenso schön ist es, von einem ein solches Pelzchen zu bekommen. Du spürst, wie warm und flaumig es an deinem Gesicht ist, und es ist ein wundervolles Gefühl, wenn du es sanft und leicht zu den anderen in deinem Beutel legst. Du fühlst dich anerkannt und geliebt, wenn jemand dir ein Pelzchen schenkt, und du möchtest auch gleich etwas Gutes, Schönes tun. Die kleinen Leute von Swabedoo gaben und bekamen gern weiche, warme Pelzchen, und ihr gemeinsames Leben war ganz ohne Zweifel sehr glücklich und fröhlich.
Außerhalb des Dorfes, in einer kalten, dunklen Höhle, wohnte ein großer grüner Kobold. Eigentlich wollte er gar nicht allein dort draußen wohnen, und manchmal war er sehr einsam. Er hatte schon einige Male am Rande des Dorfes gestanden und sich gewünscht, er könnte dort mitten unter den fröhlichen Swabedoodahs sein - aber er hatte nichts, was er hätte dazutun können - und das Austauschen von warmen, weichen Pelzchen hielt er für einen großen Unsinn. Traf er einmal am Waldrand einen der kleinen Leute, dann knurrte er nur Unverständliches und lief schnell wieder zurück in seine feuchte, dunkle Höhle.
An einem Abend, als der große, grüne Kobold wieder einmal am Waldrand stand, begegnete ihm ein freundlicher kleiner Swabedoodah. "Ist heute nicht ein schöner Tag?" fragte der Kleine lächelnd. Der grüne Kobold zog nur ein grämliches Gesicht und gab keine Antwort. "Hier, nimm ein warmes, weiches Pelzchen", sagte der Kleine. "hier ist ein besonders schönes. Sicher ist es für Dich bestimmt, sonst hätte ich es schon längst bestimmt." Aber der Kobold nahm das Pelzchen nicht. Er sah sich erst nach allen Seiten um, um sich zu vergewissern, daß auch keiner ihnen zusah oder zuhörte, dann beugte er sich zu dem Kleinen hinunter und flüsterte ihm ins Ohr: "Du, hör mal, sei nur nicht so großzügig mit deinen Pelzchen. Weißt du denn nicht, daß du eines Tages kein einziges Pelzchen mehr besitzt, wenn du sie immer so einfach an jeden, der die über den Weg läuft, verschenkst?" Erstaunt und ein wenig hilflos blickte der kleine Swabedodah zu dem Kobold hoch. Der hatte in der Zwischenzeit den Beutel von der Schulter des Kleinen genommen und geöffnet. Es klang richtig befriedigt, als es sagte: "Hab ich es nicht gesagt! Kaum mehr als 271 Pelzchen hast du noch in deinem Beutel. Also, wenn ich du wäre: ich würde vorsichtig mit dem Verschenken sein!" Damit tappte der Kobold auf seinen großen, grünen Füßen davon und ließ einen verwirrten und unglücklichen Swabedoodah am Waldrand zurück. Er war so verwirrt, so unglücklich, daß er gar nicht darüber nachdachte, daß das, was der Kobold da erzählte, überhaupt nicht sein konnte. Denn jeder Swabedoodah besaß einen unerschöpflichen Vorrat an Pelzchen. Schenkte er ein Pelzchen, so bekam er sofort von einem anderen ein Pelzchen, und dies geschah immer und immer wieder, ein ganzes Leben lang - wie sollten dabei die Pelzchen ausgehen ?
Auch der Kobold wußte das - doch er verließ sich auf die Gutgläubigkeit der kleinen Leute. Und noch auf etwas anderes verließ er sich, etwas, was er an sich selbst entdeckt hatte, und von dem er wissen wollte, ob es auch in den kleinen Swabedoodahs steckte. So belog er den kleinen Swabedoodah ganz bewußt, setzte sich in den Eingang seiner Höhle und wartete.
Vor seinem Haus in Swabedoo saß der kleine, verwirrte Swabedoodah und grübelte vor sich hin. Nicht lange, so kam ein guter Bekannter vorbei, mit dem er schon viele warme, weiche Pelzchen ausgetauscht hatte. "Wie schön ist dieser Tag!" rief der Freund, griff in seinen Beutel und gab dem anderen ein Pelzchen. Doch dieser nahm es nicht freudig entgegen, sondern wehrte mit den Händen ab. "Nein, nein! Behalte es lieber," rief der kleine, "wer weiß, wie schnell sonst dein Vorrat abnimmt. Eines Tages stehst du ohne Pelzchen da!" Der Freund verstand nicht, zuckte nur mit den Schultern, packte das Pelzchen zurück in seinen Beutel und ging mit leisem Gruß davon. Aber er nahm verwirrte Gedanken mit, und am gleichen Abend konnte man noch dreimal im Dorf hören, wie ein Swabedoodah zum anderen sagte: "Es tut mir leid, aber ich habe ein warmes weiches Pelzchen für Dich. Ich muß darauf achten, daß sie mir nicht ausgehen."
Am kommenden tag hatte sich alles im ganzen Dorf ausgebreitet. Jedermann begann seine Pelzchen aufzuheben. Man verschenkte zwar immer noch ab und zu eines, aber man tat es erst nach langer, gründlicher Überlegung und sehr, sehr vorsichtig. Und dann waren es zumeist nicht die ganz besonders schönen Pelzchen, sondern die mit kleinen Stellen und schon etwas abgenutzten.
Die kleinen Swabedoodahs wurden mißtrauisch. Man begann, sich argwöhnisch zu beobachten, man dachte darüber nach, ob der andere wirklich ein Pelzchen wert war. Manche trieben es soweit, daß sie ihre Pelzbeutel nachts unter den Betten versteckten. Streitigkeiten brachen darüber aus, wieviele Pelzchen der oder der besaß. Und schließlich begannen die Leute, warme, weiche Pelzchen gegen Sachen einzutauschen, anstatt sie einfach zu verschenken. Der bürgermeister von Swabedoo machte sogar eine Erhebung, wieviel Pelzchen insgesamt vorhanden waren, ließ dann mitteilen, daß die Anzahl begrenzt sei und rief die Pelzchen als Tauschmittel aus. Bald stritten sich die kleinen Leute darüber, wieviel Pelzchen eine Übernachtung oder eine Mahlzeit im Hause eines anderen wert sein müßte. Wirklich, es gab sogar einige Fälle von Pelzchenraub! An dämmrigen Abenden fühlte man sich draußen nicht mehr sicher, an Abenden, an denen früher die Swabedoodahs gern im Park oder auf den Straßen spazieren gegangen waren, um einander zu grüßen, um sich warme, weiche Pelzchen zu schenken.
Oben am Waldrand saß der große, grüne Kobold, beobachtete alles und rieb sich die Hände.
Das schlimmste von allem geschah ein wenig später. An der Gesundheit der kleinen Leute begann sich etwas zu verändern. Viele beklagten sich über Schmerzen in den Schultern und im Rücken. und mit der Zeit befiel immer mehr Swabedoodahs eine Krankheit, die Rückgraterweichung genannt wird. Die kleinen Leute liefen gebückt und in schweren Fällen bis zum Boden geneigt umher. Die Pelzchenbeutel schleiften auf der Erde. Viele fingen an zu glauben, daß die Ursache ihrer Krankheit das Gewicht der Beutel sei, und daß es besser wäre, die im Hause zu lassen und dort einzuschließen. Es dauerte nicht lange, und man konnte kaum noch einen Swabedoodah mit einem Pelzbeutel auf dem Rücken antreffen.
Der große, grüne Kobold war mit dem Ergebnis seiner Lüge sehr zufrieden. Er hatte herausfinden wollen, ob die kleinen Leute auch so handeln und fühlen würden wie er selbst, wenn das fast immer der Fall war, selbstsüchtige Gedanken hatte. Sie hatten so gehandelt! Und der Kobold fühlte sich sehr erfolgreich.
Er kam jetzt häufiger einmal in das Dorf der kleinen Leute. Aber niemand grüßte ihn mit einem Lächeln, niemand bot ihm ein Pelzchen an. Stattdessen wurde es mißtrauisch angestarrt, genauso, wie sich die kleinen Leute untereinander anstarrten. Dem Kobold gefiel das gut. Für ihn bedeutet dieses Verhalten die "wirkliche Welt"!
In Swabedoo ereignete sich mit der Zeit immer schlimmere Dinge. Vielleicht wegen der Rückgraterweichung, vielleicht aber auch deshalb, weil ihnen niemand mehr ein warmes, weiches Pelzchen gab - wer weiß es genau? - starben einige Leute in Swabedoo. Nun war alles Glück aus dem Dorf verschwunden. Die Trauer war groß.
Als der große, grüne Kobold davon hörte, war es richtig erschrocken. "Das wollte ich nicht", sagte er zu sich selbst, "das wollte ich bestimmt nicht. Ich wollte ihnen doch nur zeigen, wie die Welt wirklich ist. Aber ich habe ihnen nicht den Tod gewünscht." Er überlegte, was man nun machen könnte, und es fiel ihm auch etwas ein.
Tief in seiner Höhle hatte der Kobold eine Mine mit kaltem, stacheligem Gestein entdeckt. Er hatte viele jahre damit verbracht, die stacheligen Steine aus dem Berg zu graben und sie in einer Grube einzulagern. Er liebte dieses Gestein. weil es so schön kalt war und so angenehm prickelte, wenn es es anfaßte. Aber nicht nur das: er liebte diese Steine auch deshalb, weil sie alle ihm gehörten und immer, wenn er davor saß und sie ansah, war das Bewußtsein, einen großen Reichtum zu besitzen für den kobold ein schönes, befriedigendes Gefühl
Doch jetzt, als er das Elend der kleinen Swabedoohs sah, beschloß er, seinen Steinreichtum mit ihnen zu teilen. Er füllte unzählige Säckchen mit kalten, stacheligen Steinen, packte die Säckchen auf einen großen Handkarren und zog damit nach Swabedoo.
Wie froh waren die kleinen Leute, als sie die stacheligen, kalten Steine sahen! Sie nahmen sie dankbar an. Nun hatten sie wieder etwas, was sie sich schenken konnten. Nur: wenn sie einem anderen einen kalten, stacheligen Stein gaben, um ihm zu sagen, daß sie ihn mochten, dann war in ihrer Hand und auch in der Hand desjenigen, der den Stein geschenkt bekam, ein unangenehmes, kaltes Gefühl. Es machte nicht so viel Spaß, kalte, stachelige Steine zu verschenken wie warme, weiche Pelzchen. Immer hatte man ein eigenartiges Ziehen im Herzen, wenn man einen stacheligen Stein bekam. Man war sich nicht ganz sicher, was der Schenkende damit eigentlich meinte. Der Beschenkte blieb oft verwirrt und mit leicht zerstochenen Fingern zurück.
So geschah es, nach und nach, immer häufiger, daß ein kleiner Swabedoodah unter sein Bett kroch, den Beutel mit den warmen, weichen Pelzchen hervorzog, sie an der Sonne ein wenig auslüftete, und, wenn einer ihm einen Stein schenkte, ein warmes, weiches Pelzchen dafür zurückgab. Wie leuchteten dann die Augen des Beschenkten! Ja, mancher lief schnell in sein Haus zurück, kramte den Pelzbeutel hervor, um auch an Stelle des stacheligen Steines ein Pelzchen zurückzuschenken. Man warf die Steine nicht fort. oh nein! Es holten auch nicht alle Swabedoodahs ihre Pelzbeutelchen wieder hervor. Die grauen, stacheligen Steingedanken hatten sich zu feste in den Köpfen der kleinen Leute eingenistet. Man konnte aus den Bemerkungen heraushören:
Weiche Pelzchen? Was steckt wohl dahinter?
Wie kann ich wissen, ob meine Pelzchen wirklich erwünscht sind?
Ich gab ein warmes, weiches Pelzchen, und was bekam ich dafür? Einen kalten, stacheligen Stein! Das soll mir nicht noch einmal passieren.
Man weiß nie, woran man ist: heute Pelzchen, morgen Steine.
Wahrscheinlich wären wohl alle kleinen Leute von Swabedoo gern zurückgekehrt zu dem, was bei ihren Großeltern noch ganz natürlich war. Mancher sah auf die Säckchen in einer Ecke seines Zimmers, angefüllt mit kalten, stacheligen Steinen, auf diese Säckchen, die ganz eklig waren und so schwer, daß man sie nicht mitnehmen konnte. Häufig hatte man nicht einmal einen Stein zum Verschenken bei sich, wenn man einem Freund begegnete. Dann wünschte der kleine Swabedoohda sich im geheimen und ohne es je laut zu sagen, daß jemand kommen möge, um ihm warme, weiche Pelzchen zu schenken. In seinen Träumen stellte er sich vor, wie sie alle auf der Straße mit einem fröhlichen, lachenden Gesicht herumgingen und sich untereinander Pelzchen schenkten, wie in den alten Tagen. Wenn er dann aufwachte, hielt ihn aber immer etwas davon zurück, es auch wirklich zu tun. Gewöhnlich war es das, daß es hinausging und sah, wie die Welt "wirklich ist"!
Das ist der Grund, warum das Verschenken von warmen, weichen Pelzchen nur noch selten geschieht, und niemand tut es in aller Öffentlichkeit. Man tut es im geheimen und ohne darüber zu sprechen. Aber es geschieht! - Hier und dort, immer wieder. Ob Du vielleicht auch eines Tages...?


  • diese Geschichten gibt es in verschiedenen Versionen zu kaufen (Hörbuch, Buch)
  • Die kleinen Leute von Swabedoo
  • "Pelzchen" verschenken: kleines nachgemachtes Stück Fell, Geschichte auf "Wollknäul" umschreiben
kleine Fee Franzi
 

Re: Geschichten über die Liebe und anderes wichtiges

Beitragvon Mamma Mia » 29.11.2009 09:14


Nägel
Es war einmal ein kleiner Junge, der schnell ausrastete und ärgerlich wurde. Sein Vater gab ihm einen Hammer und eine große Tüte voller Nägel. Jedes Mal, wenn er ausrastete, sollte er lieber einen Nagel in den Zaun hinter dem Haus schlagen, als seine Wut an anderen auszulassen.
Am ersten Tag schlug der Junge 30 Nägel in den Zaun. Die Tage vergingen und mit ihnen nahm auch die Zahl der Nägel ab, die der Junge in den Zaun schlagen musste. Er fand heraus, dass es einfacher war, nicht auszurasten, als Nägel in den Zaun zu schlagen.
Schließlich kam der Tag, an dem der Junge überhaupt nicht mehr ausrastete. Er sagte dies seinem Vater und der riet ihm nun, für jeden Tag, an dem er nicht mehr ausrastete, einen Nagel wieder herauszuziehen. Wieder vergingen etliche Tage und schließlich konnte der Junge seinem Vater berichten, dass er alle Nägel herausgezogen hatte.
Der Vater nahm seinen Jungen bei der Hand und ging mit ihm zum Zaun. Er sagte: "Das hast du gut gemacht, mein Sohn. Ich bin sehr stolz auf dich. Aber schau dir all die Löcher im Zaun an. Der Zaun ist nicht mehr der, der er einmal war.
Denke daran, wenn du das nächste Mal etwas im Ärger zu anderen sagen willst. Deine Worte könnten eine Narbe hinterlassen so wie die Nägel ihre Spuren im Zaun hinterlassen haben. Auch wenn du sagst, dass es dir Leid tut, die Wunde ist dennoch da".
Mamma Mia
 

Re: Geschichten über die Liebe und anderes wichtiges

Beitragvon Mamma Mia » 29.11.2009 09:14


Flimmern in der Luft
Spürst Du dann und wann ein Flimmern in der Luft?
Den ganz leichten Hauch von himmlischem Duft?
Ein Rauschen, ein Wispern, das der Wind schnell verweht,
bevor irgendjemand ein Wörtchen versteht?
Ein Streicheln voll Wärme, manchmal einen Schubs,
ein Flügelschlag zart wie ein Nasenstubs?
Vielleicht ahnst du bereits, wer da Dich umschwirrt,
und schaust nächstes Mal nicht gar so verwirrt,
wenn wispert und flüstert, wenn’s duftet und lauscht,
sich in deiner Nähe ein Flügelchen bauscht…
Mamma Mia
 

Re: Geschichten über die Liebe und anderes wichtiges

Beitragvon Mamma Mia » 29.11.2009 09:17


7 Weltwunder
In einer Schulstunde sprach der Lehrer über die 7 Weltwunder. Bis zum nächsten Mal
sollten die Schüler aufschreiben, was sie für die 7 größten Wunder hielten. Die meisten nannten Dinge wie die Pyramiden, die Peterskirche in Rom oder die Chinesische Mauer.Nur ein Mädchen hatte eine
etwas andere Liste, die sich so las:
Ich denke, die 7 Weltwunder sind:
1. Berühren zu können
2. Schmecken zu können
3. Sehen zu können
4. Hören zu können
5. Laufen zu können
6. Lachen zu können
7. Lieben zu können

Ist nicht der Mensch selbst das größte aller Wunder
und vereint er nicht in sich so viele Wunder,
dass wir ihn bestaunen müssten?Leider vergessen wir diese Tatsache im Alltag
und nehmen all diese Wunder für selbstverständlich.
Erst wenn uns eines dieser Wunder durch einen Unfall
abhanden kommt, merken wir, welchen Schatz
wir besessen haben und wie unwichtig doch all
die anderen Dinge sind, die wir für wichtig hielten.
Mamma Mia
 

Re: Geschichten über die Liebe und anderes wichtiges

Beitragvon Mamma Mia » 29.11.2009 09:18


Liebe
Eine Frau sah im Vorgarten ihres Hauses 3 alte Männer mit langen weißen Bärten. Sie kannte sie nicht, aber fragte sie, ob sie hungrig seien und ob sie nicht ins Haus kommen und etwas essen möchten."Ist der Hausherr zuhause?" fragten sie.
"Nein", antwortete sie.
"Dann können wir nicht reinkommen", sagten sie.Als der Mann am Abend nachhause kam, erzählte die Frau ihm von den drei Männern. "Sag ihnen, sie sollen hereinkommen", sagte der Mann.
Die Frau ging raus und lud die Männer ein.
"Wir gehen nie zusammen in ein Haus", antworteten sie.
"Warum denn nicht?", fragte die Frau.Einer der Männer erklärte: "Sein Name ist Reichtum" und deutete dabei auf einen von ihnen. Er deutete auf den anderen und sagte "Sein Name ist Erfolg und mein Name ist Liebe. Ihr müsst euch überlegen, wen von uns ihr ins Haus bitten wollt.Die Frau ging ins Haus zurück und erzählte, was der Mann gesagt hatte. Ihr Mann war hocherfreut und sagte: "Toll, lass uns den Reichtum einladen".Seine Frau sagte: "Nein mein Schatz. Lass uns den Erfolg einladen."
Ihre Tochter aber sagte: "Wäre es nicht schöner, wir würden Liebe einladen"?
"Sie hat Recht", sagte der Mann. "Geh raus und lade Liebe als unseren Gast ein".Die Frau ging raus und fragte die drei alten Männer: "Wer von euch ist Liebe? Bitte kommen Sie rein und seien Sie unser Gast".Liebe machte sich auf und ihm folgten die beiden anderen.
Überrascht fragte die Frau Reichtum und Erfolg: "Ich habe nur Liebe eingeladen. Warum wollt ihr auch mitkommen?"Die alten Männer antworteten im Chor: "Wenn Sie Reichtum oder Erfolg eingeladen hätten, wären die beiden anderen draußen geblieben. Da Sie aber Liebe eingeladen haben, gehen die anderen dorthin, wohin die Liebe geht.
Mamma Mia
 

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