Gedichte aus dem Poesiealbum

CHEYENNE schrieb am 04.08.2002 - 23:04 Uhr:

Früher...

...früher war ganz sicher, alles schöner als heute,
der himmel viel blauer, es gab nettere leute,
der sommer noch heiß und der winter noch kalt,
früher war ich blind, sah vor bäumen keinen wald

...früher war die mark hundert pfennig noch wert,
erst seit dem euro läuft alles verkehrt,
war die umwelt noch sauber und nicht so verschmutzt,
früher war ich rein und noch unbenutzt

...früher waren keine hormone im futter,
die tomaten ohne gene und aus milch wurde butter,
die kühe noch glücklich, die schweine ohne pest,
früher gab ich mir oft mit tequila den rest

...früher hatte die menschheit noch so was wie zeit,
der mann ging zur arbeit, die emanzipation war noch weit,
die autos noch groß, das benzin war ja billig,
früher war ich stumm und vor allem willig

...früher hat deutschland noch den deutschen gehört,
diese mauer im land hat doch keinen gestört,
mit den türken, da konnte man grade noch leben,
früher war ich bereit für meinen glauben alles zu geben

...früher war doch alles viel früher mein freund,
die gefühle noch echt, man was hab ich geweint,
tränen vor lachen in meinem gesicht,
früher war ich stolz, heute bin ich es nicht

© by CHEYENNE aug.2002

hallo freunde, vielleicht unpassend, vielleicht aber...auch nicht?...was meint ihr??

eure CHEYENNE

Carmen schrieb am 2.März 2001 um 17:24 Uhr:

Auf Berg und Tal liegt stumm die
Nacht,
Und lautlos schweigt die Runde,
Tief unten im Dorf nur sacht, gans
sacht
Bellen verschlafen die Hunde.
Es ziehen die Wolken,es rauscht
der Wald,
Und murmelnd leise,leise
Singt tief der Bach im Felsenspalt
Die traumhaft alte Weise.
In Lüften hallt es wie
Sphärengesang,
Es leuchtet im Waldesgrunde,
Die Kirchturmuhr mit dröhnendem
Klang
Kündet die Geisterstunde.
Ein Hauchen und Flüstern
all überall,
Mich treibt es,zu lauschen,zu
lauschen,
Mir ist's,als hört'ich vernehmbar
im All
Die Ströme des Lebens rauschen

Amier schrieb am 20.Januar 2001 um 15:35 Uhr:

Berge stört es nicht...

Berge stört es nicht, daß ihr sie häßlich findet.
Berge stört es nicht, daß ihr sie nicht versteht.
Berge stört es nicht, wenn ihr über sie schimpfet.
Berge stört es nicht, wenn ihr über ihre Spitze geht.


Eure Schönheit dringt nicht an mein Augenlicht.
Eure Liebe liebt mich nicht.
Eure Gedanken besessen vom Reichtum allein.
Eure Worte gehen in meinen Kopf nicht hinein.


Will morgens die Sonne begrüßen,
abends Mond und Sterne küssen,
leben ohne Schmerz und Pein.
Will euch - ein kleines Berglein sein.

Zurück || Übersicht || Weiter

Home || Lovebook || Links

© Loveletters4you 2000-2003