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Gedichte aus dem Poesiealbum
Joachim schrieb am 31.August 2000 um 19:21 Uhr: http://www1.inetmail.de/joachim1hp/joa2/index.html
Weg zum Glück
Du kennst das,
Manchmal möchte man wissen,
wie man entscheiden soll,
was richtig wäre, was notwendig.
Aber man weiß es beim besten Willen nicht.
Dann kann es gut sein,
nach innen zu sehen
und nach innen zu horchen.
Ob da nicht eine Stimme ist, die sagt:
Wichtig ist jetzt dies,
Notwendig ist jetzt jenes.
Du kannst dir vorstellen.
Und es ist, als ob eine Helligkeit
aus einer anderen Welt
sich spiegele in deinen Alltag
wie eine verhüllte Sonne im Wasser.
Aber das ist dann nicht nur eine Hilfe,
wenn du eine Entscheidung triffst,
es ist auch, wenn du darauf achtest,
der Weg zum Glück

Martin schrieb am 7.November 2000 um 21:02 Uhr:
Am Fenster
An manchen Tagen sitze ich antriebslos
am Fenster und blicke durch die
verdreckten Scheiben meiner Ängste auf ein
vielleicht besseres Leben.
Freunde lächeln mir von draussen zu, Träume
zeichnen ihre Konturen im Hintergrund, Wünsche
rufen suchend meinen Namen... und ich weiss, wenn
ich zu lange warte, dann wird irgendwann das Band
aus Chancen reissen und der Rolladen der Resignation
vor das Fenster knallen, über dem doch in so
hoffnungsvollen Buchstaben "Leben" geschrieben
steht! Doch was, wenn ich nur ein Fensterbild sehe,
aufgeklebt und nicht real... Irgendwann, irgendwann
wird das Glas der Scheibe zerbrochen, um das "Dahinter" zu sehen!
Oder führt etwa auch eine Tür nach draussen...?!

golden dragonheart schrieb am 09.05.2002 - 05:10 Uhr: http://poetrycastle.bei.t-online.de/
Nachtstille
Schillernd Mond sich im Wasser zeigt, glänzend hell am Himmel steht, Nacht sich ihrem Höhepunkt neigt, leichtes Lüftchen säuselnd weht.
Kein Vöglein singt, Stille herrscht um diese Zeit, die Welle mit dem Ufer ringt, Sterne sind nah und doch so weit.
Fallender Himmelsschweif, verschwindet im schwarzen Nichts. Asche legt sich wie Morgenreif, trübt den Glanz des Mondenlichts.
Windkuss, räumt die Asche fort, lässt sein Licht wieder auffunkeln. Ein neuer Stern an fernem Ort, erleuchtet das, was einst im Dunkeln.
Šopyright by Golden Dragonheart golden_dragonheart@gmx.de
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