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Gedichte aus dem Poesiealbum
cheyenne schrieb am 09.06.2001 - 19:25:
MEINE MEINUNG GEGEN RECHTS!!
in unserer strasse steht ein haus drauf steht in großbuchstaben: AUSLÄNDER RAUS! dick und rot ist das da hingeschmiert, das jeder das auch gleich kapiert!!
an die macht sollen sie, die rechten alles für deutschland, aber nur für die echten! sie fühlen sich dabei so toll und stark das ist was, was ich gar nicht mag!
ausländer raus, arbeit den deutschen die sollen gehn und uns nicht immer täuschen! kassieren stütze hier und kindergeld und sind doch gar nicht von dieser deutschen welt!
so schreien sie die rechten und zie`n sich ein kebap rein, das kommt von griechen oder türken, kann das sein? auch so `ne pizza ist nicht zu verachten, woher die kommt braucht man ja nicht zu beachten!
fahren im urlaub in fremde länder, sind die dort dann keine ausländer? ach klar vergaß, das ist was andres, der rechte deutsche, ja der kann das!
ausländer raus, schallts immer mehr die rechten kommen von überall her! halten sich für hitlers erben, würden für ihre ideale sterben!
seh`n keine zukunft, schwafeln was von sühne mir scheint die suchen für ihre dummheit nur ne bühne! verpacken ihre gewalt in kluge sprüche, verbreiten dumme volksgerüchte!
die glauben tatsächlich was sie sagen, gewalt ist ihr götze, stellen sich nicht in frage! verprügeln wahllos menschen die anders ausseh`n, ich frag mich, was muß alles noch gescheh`n?
allein sind sie schwach, hab`n keine meinung, sind nur im rudel stark, tragen einheitskleidung! für individualisten ist bei den rechten kein platz, "wir leben multi-kulti", ein fremder satz!
leider finden die immer mehr gehör, das stimmt mich bedenklich immer mehr! wollt ihr nichts merken,. seid ihr denn blind, das wir alle irgendwo doch ausländer sind?
wir sind doch alle auf erden hier nur gast, was soll denn dieser blanke hass? dieses geschwafel, ausländer hier raus, diese gewalt an menschen ist mir ein graus!
alles was ihr könnt ist hassen hassen, wollt hitler am liebsten auferstehen lassen! redet was von früher, das hätt`s damals nicht gegeben, wart ihr heutigen rechten da überhaupt schon am leben?
ihr kennt doch früher nur aus büchern und berichten, und freut euch noch an den geschundenen gesichertern der juden, lobt volksverhetzung und holocaust, ich glaub eher, ihr kennt euch damit gar nicht aus!
wollt hier in deutschland nen zweiten hitler schaffen, ich hoffe sehr, wir anderen werden das niemals mehr zulassen! nie mehr darf sowas wie damals noch mal geschehen, wir müssen dagegen aufstehen und nicht nur zusehen!
leute seht hin, steht auf, lasst taten sprechen, hier in deutschland, keine chance den rechten! laßt die bloß niemals hier an die macht, bevor die was schaffen was für alle leiden schaft!
das einzige was die können ist das volk aufwiegeln, ich hoff ihr glaubt sie nicht die rechten lügen! lebt auf der welt doch friedlich miteinander, und seid nicht ständig immer nur gegeneinander!
wenn ihr jetzt sagt, sowas passt nicht hier du, cheyenne sagt euch, das passt immerzu!!

mäxX schrieb am 5.Mai 2001 um 10:46 Uhr: http://www.maexx2001.de.vu
KREIS
Alles ein Kreis,
der sich dreht und
immer wiederkehrt
immer der gleiche Lauf,
immer das selbe Rennen
Bei jedem Abschnitt die
selben Leute, Gesichter, Augen
Der Kreis dreht sich weiter,
es gibt kein Entkommen
Wenn du stehenbleibst
zieht alles an dir vorbei
und du wirst mitgenommen
Der Kreis heißt Leben
es gibt nur einen Weg
nach draußen
und der ist für immer...

Moonlight schrieb am 19.März 2001 um 15:41 Uhr: http://poetrycastle.bei.t-online.de/
Schneetreiben
Dieser Winter in der grossen Stadt, das frieren auf den Strassen.
Die Schneeflocken fallen, die alte Frau Holle kannīs nicht lassen.
Sie schüttelt munter die Decken, zu den Fensterläden hinaus.
Die Flocken werden immer dicker, was ist es doch für ein Graus.
Sie schüttelt und rüttelt flink und kräftig auch all die Kissen.
Der Winter ist einfach eisig kalt, tu den Frühling vermissen.
Die weiße Pracht deckt Wiesen und sämtliche Strassen zu.
Verkehrschaos, Staus und aus ist es, mit der städtischen Ruh.
Spiegelglatt ist es obendrein, ein stetes rutschen auf der Stelle.
Ob ich mit nicht den alten Schlitten hol, jetzt auf die schnelle?
Werd es nun doch tun und jauchzend, wie ein kleines Kind,
den Berg erklimmen und runter sausen, ziemlich geschwind.
Hatte ich mir gerade noch, den Frühling, hierher gewünscht?
Nun finde ichīs doch wundervoll, alles in Watteweiss getüncht.
Kann meinen ersten Verdruss, überhaupt nicht mehr verstehen.
Laufe taumelnd tanzend, durch den Park, kein Grün ist zu sehen.
Da wo sich vorher, die grosse Wiese befand ist alles voller Schnee.
Der kleine Strohm ist völlig zugefrohren und auch der alte See.
Dort hinterīm kleinen Birkenhain, da steht nun ein weisser Mann.
Strahl verschmitzt ihn an, was man aus Schnee so machen kann!
Ich bin total vergnügt und rüttel ein wenig, an seiner Nase herum.
Der Schneemann grient und bleibt, trotz meiner nerverreien stumm.
Werde niemals mehr auf die Kälte schimpfen, es ist doch alles gut.
Stapf fröhlich hin, zu Deinem Haus, denn im Kamin ist noch Glut.
Dann zwinker ich Frau Holle zu, sie ist doch eine weise Braut.
Hat in dieser Nacht, ein Wintermärchen, nur für mich gebaut.
Kann mich gleich, in warme Arme legen und einfach träumen.
Will diese Winternacht, nicht mehr zu den Frühlingsbäumen.
Möcht kuscheln schmusen vorm Kamin, mich an Dir wärmen.
Die Kerze im Raum flackern sehn und vom Schnee schwärmen.
Steh auf den Stufen und blicke nochmals lachend zum Himmel.
Flocken dicht an dicht sehen aus, wie kleine drollige Schimmel.
Es ist einfach schön, wie sie das macht, die alte Märchenbraut.
Hab doch vorher gedacht, sie hätte meinen Abend total versaut.
Doch mit dem Weißen Kleid, hat sie die Stadt einfach eingeweht.
Mich verwundert und verzückt und mich, um ihren Finger gedreht.
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