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Gedichte aus dem Poesiealbum
Moonlight schrieb am 29.10.2001 - 00:49 Uhr: http://poetrycastle.bei.t-online.de/
Kleine Marionette
Ich zieh am linken Faden und Du hebst flink Dein Bein. Zerr an Deinen Waden, finde es drollig und fein.
Ich zupft am rechten Band, nun ist Dein Kopf geneigt. Find mich dabei noch Galant, Mächtig - ich hab es Dir gezeigt.
Kleine Marionette
was bin ich doch Mächtig und gut, ich beherrsch Dein Holz mit Händen. Doch an den Fäden klebt mein Blut, werd Dich als Kaminfutter verwenden.
Oh ja ich bin wirklich Machtvoll. sprach der Narr und brach sich selber das Genick!
Und die Moral an die ich denke, wenn ich Narren Worte schenke? Fäden schenkt Dir das Leben, Seile muss man selbst draus weben.
Denn ehe man sich umgedreht, hat man sich einen Strick gedreht und ....
...knacks
...zu spät!
© by Moonlight hexenmond@gmx.de

cheyenne schrieb am 16.11.2001 - 10:07: http://www.fun-4u-chat.de
krieg oder frieden...
ich seh, menschen, die vor bomben flieh`n, in afghanistan herrscht krieg, ich seh, dich und mich, wir bekämpfen uns auch, keine ahnung wer hier wen besiegt?
ich seh, menschen, die an das falsche glauben, terror, der die welt bedroht, ich seh, dich und mich, zwei fremde heute, wir hatten mal das gleiche vor augen!
ich seh, zerstörung, hass und wut, sie nennen es heiligen krieg, ich seh, dich und mich, liebe in trümmern, es gibt keinen sieg!
ich seh, kinder, die vor hunger schrei`n, kaputtes land, ich seh, dich und mich, stumm seh`n wir uns an, hieß es liebe, was uns mal verband?
ich seh, das leid, den kummer und den schmerz, der krieg soll den terror besiegen, ich seh, dich und mich, tränen und wut, auch wir werden alles verlieren!
ich seh, afghanistan, weit fort von hier, gibt es krieg oder frieden, ich seh, dich und mich, diesselbe frage, werden wir uns hassen oder lieben? *copyright by cheyenne

Moni schrieb am 07.10.2001 - 20:12:
Die Sonne ist verdunkelt von all der Asche Alles geriet außer Kontrolle als der Vulkan plötzlich ausbrach Es war das Ende, alles war dahin, totales Chaos Alles was vertraut und wichtig war riss er mit seinem Lavastrom hinfort Dann war alles still Doch der aufkommende Sturm riss abermals alles mit sich Doch kein Sturm der Welt kann verhindern, dass Lavaboden fruchtbar ist Und so wird der Wind die neue Saat bringen Und der lauwarme Regen wird die gießen Und mit dieser Liebe und Plege wird diese neue Saat die Spuren der alten Zerstörung verwischen
Für Bubi
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