Gedichte aus dem Poesiealbum

cheyenne schrieb am 11.05.2004 - 15:26 Uhr:

wertigkeiten

inmitten der stadt
im dunkel der nacht
siehst du in
menschengesichter
getaucht in
gleissende lichter

hasten vorüber
eilen hektisch vorbei
ruhelos
auf der flucht
vor sich selber
ist es das, was du suchst

schneller…höher…weiter…
…doch vergänglich

teure autos,
teure kleider,
luxus, der aus schaufenstern schreit
goldene ketten,
die dich locken,
dir versprechen, die welt ist so breit

deine augen,
sie leuchten,
es ist die gier, die dort schaut,
die dir sagt,
nimm mich mit,
ich bin das, was du brauchst

schneller…höher…weiter…
…doch vergänglich

dein herz,
es schlägt schneller,
lauter
jetzt im dunkel der nacht,
es will alles besitzen
nur wer hat, besitzt macht

du armer mensch
unter menschen
inmitten der stadt
du hast vergessen
zu verstehen
was das leben wirklich ausmacht

schneller…höher…weiter…

…doch…

…vergänglich…vergessen…vorbei

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inra schrieb am 12.05.2005 - 11:03 Uhr:

unmöglich ist ein Wort,
mit dem Menschen um sich werfen,
für die es einfacher ist,
die Welt zu akzeptieren,
wie sie ist,
statt das Risiko einzugehen,
sie zu verändern.
Unmöglich ist keine Tatsache.
Es ist eine Meinung.
Unmöglich ist keine Feststellung.
Es ist eine Herrausforderung.
Unmöglich ist Potenzial.
Unmöglich ist vergänglich.

Memoire schrieb am 25.05.2006 - 15:42 Uhr:

Vergessene Momente

einen Moment innehalten
die Zeit vergessen
vergessen zu schalten
und die Sekunden abzumessen

einfach alles ziehen zu lassen
zwischen Himmel und Erde
als Einzelner verblassen
und das alles ohne Beschwerde

den Moment genießen
in seiner vollen Länge
auch wenn Tränen fließen
und davon eine ganze Menge

und wenn er dann vorbei zu sein scheint
mit ihm auch Freude und Tränen
so bleibt er doch in Erinnerung für alle Zeit
in Gedanken … doch wird ihn niemand erwähnen

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