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Gedichte von Trauer und Tod
Tanja schrieb am 12.August 2000 um 21:37 Uhr:
Ich fühle mich alleingelassen,
ver*****t, unbeachtet, liegengelassen.
An manchen Tagen
will ich nicht mehr dieses Leben,
würde alles für eins neues geben.
Von einem hohen Turm springen,
lachend, weinend oder singend,
oder würde mit schlaftabletten
die seiten meines Lebens umblättern.
Wo ist der Anfang zu dieser Welt,
in der mein Leben so schwer fällt?
eine Träne in meinem Auge,
wer sie nicht sieht,
wird es nicht glauben,
doch diese Träne,
die ich niemals vergebe,
ist der Grund, warum ich noch lebe.

Sonja schrieb am 18.August 2000 um 20:04 Uhr: http://go.to/Timebird
Eine Kerze
Mein Leben ist eine Kerze,
mein Lebenswille das Wachs, meine Hoffnung die Flamme darauf.
Als ich Dich sah zum allerersten Mal, wusste ich sofort:
Du bist das Streichholz für meinen Dorrt.
Die Flamme, sie leuchtete so Hell, zwischen Liebe und Leidenschaft.
Doch der Sturm Deiner Lust wurde bald zum Feind meines Lichtes,
denn Beachtung schenktest Du mir kaum noch, es ging Dir nur um das eine.
Dein Lebensbaum trug keine Früchte von Gefühl,
sondern nur von Gemeinheit und Arroganz.
Du hast immer nur an Dich selber gedacht, die anderen waren Dir völlig egal.
Bald warst Du fort und hattest mich endgültig vergessen.
Dein Verlassen und Deine Gleichgültigkeit mir gegenüber
haben mich letztendlich zerfressen.
Mein Leben war eine Kerze,
mein Lebenswille das Wachs, meine Hoffnung die Flamme darauf.Das Wachs ging zu Neige, die Kerze ist aus.

Just Me schrieb am 9.April 2001 um 15:40 Uhr:
Sterbend stehst Du vor mir.
Aus deinen zerschundenen Armen rinnt Blut.
Wirkst auf einmal wieder so stark wie früher, so unverletzlich.
Deine Augen sind hellwach.
Mit einem spöttischen Lächeln auf den Lippen
brichst du in meinen Armen zusammen...
... und mit Dir die ganze Welt.

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