Gedichte von Trauer und Tod

Chastity schrieb am 28.10.2001 - 20:24 Uhr:

Der Preis der Liebe

Er mich in seine Arme nahm,
zart und sanft das es dem Winde gleichkam.
Seine Lippen die reinste Sünd,
doch der Versuchung ich konnt nicht wiederstehn!

Es war die wahre Liebe!
Jede Berührung mich tiefer in die Meere trieb,
jeder Kuss mich fester zog in deinen Bann.
Wie ein Stern erschien er mir am Horizont,
nicht willens seiner Macht mich zu erwehren!

Wer konnt erahnen welches Schicksal mir beschert.
So weit entfernt mir schien das Ende.
Die Wahrheit,
nicht alles ist für die Ewigkeit bestimmt!

Der Morgen schien so friedlich,
der Tau der auf den Gräsern lag
und Vögel die zwitscherten ihr Lied,
doch das Lied sollte den Tod bedeuten!

Ich sah sie nicht kommen die Engel der Finsternis,
umgeben von dichtem Nebel.
Ihre Finger sich legten um meine Kehle,
kein Schrei mir konnt entkommen!

Ich kämpfte um der Liebe Willen,
doch vergebens war die Müh.
Die Lider fielen nieder,
Dunkelheit umwog mich sanft!

Konnt mich nicht dem Tod verwehren,
der mich langsam nahm mit sanfter Hand.
Sein Atem kalt,
der letzte Hauch mich nun verließ!

Warum?
Darauf ich ein letztes Mal in seine Augen sah,
noch einmal seine Wärme spürn,
nun ich verstand des Todes müh.
Es war der Preis der Liebe,
denn nun ich zahlen muss!

Tanja schrieb am 09.11.2001 - 14:45 Uhr:

Es geschah in einer Nacht!
Zwei Menschen haben sich angelacht!
Körper und Seele verbanden sich
und seitdem gibt es mich!
Sechs Wochen bin ich nun alt, Ärmchen und Beinchen entwickeln sich bald!
Doch heute habe ich erfahren, daß man mich gar nicht will haben!
Man fand einen Dolcher der so etwas macht!
Danke ihr habt mich umgebracht!

Sleepangel schrieb am 16.10.2001 - 20:30 Uhr:
http://www.beepworld.de/members11/sleepangel

*** DAS ENDE ***

WARTEND AUF SEIN ENDE, SCHON LANG VERGEBENS
SITZT ER STILL, REGLOS, AUF SEINER BANK DES LEBENS

FALTENREICHE HAUT BENETZT VOM REGEN
STILL FRIEREND, WARTEND, NICHT BEWEGEND

AUS WÄSSRIGEN AUGEN VERHALTEN TRÄNEN ROLLEN
JEDOCH BEHALTEN, BEHALTEN MAG ER SIE NICHT WOLLEN

VERSCHÄMT, VERSTOHLEN WISCHT ER SIE FORT
SEHNT SICH NACH SEINER ZEIT, AN EINEN ANDEREN ORT

DIE LETZTEN STRAHLEN DER WÄRMENDEN SONNE IM GESICHT
MIT IHNEN, IRGENDWANN, SEIN ATEMZUG ERLISCHT

AUF SEINEN TRAUM UND MANTEL BUNTE BLÄTTER FALLEN
HOFFT, SEIN DASEIN WIRD NICHT KLANGLOS VERHALLEN

SCHLEICHEND KALTER WIND IN SEIN BEWUSSTSEIN ZIEHT
LEGT SEINE GEDANKEN AUF EIS, UND NIMMT IHN MIT ...

Sleepangel © 2001

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