Gedichte von Trauer und Tod

Waltraud Heitz schrieb am 03.05.2002 - 20:27 Uhr:
http://www.sbo.de/heitz

Weine nicht, wenn du mich liebst.
Der Tod bedeutet nichts.
Ich bin nur auf die andere Seite gegangen.
Ich bin ich, du bist du.
Das, was wir füreinander waren,
wir sind es immer noch.
Gib mir den Namen,
den du mir immer gegeben hast.
Fahre fort, über das zu lachen,
was uns zusammen lachen gemacht hat....
Bete, lache, denke an mich,
bete mit mir,
dass mein Name zu Hause
ausgesprochen wird.
Das Leben bedeutet das, was es immer bedeutet hat.
Der Faden ist nicht durchtrennt.
Warum sollte ich außerhalb
Deines Blickes sein!
Ich bin nicht fern,
nur auf der anderen Seite des Weges...
Du siehst, alles ist gut,
Du wirst mein Herz wiederfinden.
Trockne deine Tränen,
und weine nicht,
wenn Du mich liebst.

- schrieb am 31.05.2002 - 19:21 Uhr:

Warum:

Warum hat er niemals etwas gesagt,
Flüstern und Tuscheln an seinem Grab.
Wieso sich keine Hilfe genommen?
Wir waren doch da,
wir wären gekommen.
So viele stille Schreie in der Nacht,
keiner hätte das je von ihm gedacht.
Immer nur lächelnd sein Gesicht,
was in ihm vorging sah man nicht.
Immer nur Hoffnung den anderen bringen,
aber auch das wollte ihm nicht gelingen.
Nur der Tot lächelte ihn an,
wie man sich so verstellen kann.

****** schrieb am 15.09.2002 - 22:53 Uhr:

Ich hörte einen schönen Engel weinen
weil irgendwann mal auch sein Herz zerbrach
er wollte auf der Erde bleiben
doch hatte keine Macht.
Er kämpfte, wollte weiter leben, es war eine Qual
sein Herz war lange stark, aber es hatte keine Wahl...

Ich habe Dich schon sehr lange nicht mehr besucht,
nur durch ein Schiksalsschlag,
als ein Freund seinen Schmerzen erlag.
Es sind zehn Jahre vergangen,
ich stehe vor Deinem Grab.
Mein Herz hat sich zusammen gezogen
als ich Deine schönen brauen Augen sah.
Ich kriegte auf einmal keine Luft, ein Schmerz
und die Tränen waren da.
Du bist so früh von uns gegangen
Du warst erst 17 ......
ist so viel Zeit seit dem vergangen?
Weißt Du noch, unsere Jugend?
Wie schön sie war....
Die letzten Tage, ich seh sie heut so klar.
Verzeih mir bitte, dass ich bis jetzt
nur einmal an Deinem Grabe war.
es fällt mir schwer, aber jetzt bin ich da.
Du hast ein Engelsgesicht, Du bist so rein
warum mußtest Du nur gehen,
ich schreibe und ich wein.
Du warst so Lebensfroh, hattest Lebensmut
und für jeden ein Lächeln übrig,
ich habe in mir tief so eine Wut..
Warum, warum ausgerechnet Du?


Doch ich weiß,
Du schaust auf uns herab und lächelst,
Du hast keine Schmerzen mehr, Dir geht es gut,
wir werden uns wieder sehen,
der Tod ist nicht das Ende und daraus schöpfe ich mein Lebensmut!



Für meine gute Freundin Elena, die im Jahre 92 von uns ging.
Sie war 17 Jahre jung und ein bezaubernder Mensch!

In unseren Herzen lebst du weiter!!!!!!!!

15.09.02

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