Gedanken und Gedichte von Trauer und Tod

Daniel Shakur.W schrieb am 24.09.2006 - 03:31 Uhr:

(Er war ein guter Junge)
Wieso musste es soweit kommen?
Ich nehm’s vorweg, dies hier wird kein echter vers
Mir fällt es schwer Gefühle in ein Text zu tun
Das letzte mal als ich dich sah: 11.11. , 16Uhr
Es war ein schöner Tag, alles war so wie sonst
Wir sprachen über Fußball und was so in der Zukunft kommt
Egal bei welchem Streit, du einem zur Seite standst
Alles lief gut, jetzt bist du weg, wie von Geisterhand
Das ist nicht fair, du warst noch nicht bereit zu gehen
Was wird ich heute dafür geben an der Zeit zu drehen
Sag warum nur? Die Frage geht nicht aus meinem Kopf
Keiner weiß warum, außer dir und außer Gott
Für was mein Freund?
Was zurück bleibt ist ein kalter Stein
Warum darfst du nie verheiratet und Vater sein?
Ein Mann mit Ehre, ein Mensch ohne Wundenpunkt
Du bist nicht tot, du bist nur unsichtbar um uns herum

Kannst du sehen wie ich vor die auf die Knie fall?
Du bist nicht tot, du bist um uns herum, überall
Halt ein Auge auf uns, gib uns bei Fehlern bescheid
Du beweist das Leben ist ein Wettlauf gegen die Zeit


Es tut mir Leid für dich, wie konnte jemand so was tun?
Ich will einfach nur, das du jetzt in Frieden ruhst
Du warst einer von uns, du warst ein guter Junge
Doch was ist jetzt passiert, deine Träume gehen zugrunde
Ich kann dir nicht beschreiben wie es sich so anfühlt
Das du nicht mehr da bist und sich mein Verstand wühlt
Seit dem du von uns bist, frag ich jeden Nacht “Warum?”
Manchmal wünscht ich mir es wäre wirklich andersrum
Ich wird am liebsten wenn ich könnte die Zeit zurück drehen
Um dich zu warnen, leider warst du von verrückten umgeben
Es hätte nicht soweit kommen dürfen
Kleine Streitereien kann man mit nen Messerstechen kaum lösen
Jetzt bist du fort gegangen, so nah doch weit entfernt
Junge, wir sind stolz auf dich, du hast ein Kämpferherz
Ein Mann mit Ehre, ein Mensch ohne Wundenpunkt
Du bist nicht tot, du bist nur unsichtbar um uns herum

Kannst du sehen wie ich vor die auf die Knie fall?
Du bist nicht tot, du bist um uns herum, überall
Halt ein Auge auf uns, gib uns bei Fehlern bescheid
Du beweist das Leben ist ein Wettlauf gegen die Zeit


Eine Träne rollt grad langsam an mein Gesicht entlang
Ich will’s verdrängen, doch was ist wenn ich nicht mehr kann
Der vers ist für dich und geht unter die Haut, Bruder
Es kann passieren das nie mehr Ruhe in dein Haus rudert
Jeder mochte dich, du warst immer gut gelaunt
Was wird aus später? Was wird aus deinem Fußballtraum?
Ich könnt auch Drogen nehmen, solange bis ich nix mehr spüre
Doch du hast uns gezeigt, das Leben ist zu kurz dafür

Du wirst nie vergessen, hier im Geiste bist du da
Unter uns, man wir lieben dich bis zum letzten Tag
Dieser vers macht dich unsterblich
Ich hoffe du bist damit einverstanden
Homie, du bleibst unentbehrlich
Deine Stadt ist nicht mehr so wie’s einmal war
Keiner von uns hier ist nur halb so mutig wie er’s einmal war
Ein Mann mit Ehre, ein Mensch ohne Wundenpunkt
Du bist nicht tot, du bist nur unsichtbar um uns herum

Kannst du sehen wie ich vor die auf die Knie fall?
Du bist nicht tot, du bist um uns herum, überall
Halt ein Auge auf uns, gib uns bei Fehlern bescheid
Du beweist das Leben ist ein Wettlauf gegen die Zeit

Unwichtig schrieb am 27.03.2006 - 22:20 Uhr:

„ Als Du gingst . . . .“


Als Du gingst, musste ich lernen ohne dich zu leben,
auf mich selber acht zu geben!
Als Du gingst, wurde jeder Atemzug schwerer,
fühlte Leid - - - als mein Zerstörer!
Als Du gingst, wurde der Schmerz unerträglich,
endlose Tränen täglich!
Als Du gingst, wurde ich zum einsamsten Menschen,
nur in Gedanken - - - Dich zurückzuwünschen!
Als Du gingst, erlosch jedes Gefühl um mich herum,
gefangen im Schmerz mit täglichem Wachstum!
Als Du gingst, war es wie ein beginnender Alptraum,
ohne wirklichem Lebensraum!
Als Du gingst, waren alle Hoffnungen verbrannt,
meine Seele wie ausgebrannt!
Als Du gingst, wurde ich schwach,
was mich innerlich zerbrach!
Als Du gingst, lernte ich „Schmerz“ zu spüren,
mein Herz zu fühlen!
Als Du gingst, spürte ich den Verlust,
mich verließ die Lebenslust!
Als Du gingst, wusste ich was „Liebe“ bedeutet,
war wie ausgebeutet!
Als Du gingst, musste ich dich gehen lassen,
um Dir deinen Frieden zu lassen!
Als Du gingst, lagst du in meinem Armen,
ein Engelsgesicht ohne Farben!
Als Du gingst, war es für mich nicht zu ertragen,
in meinem Kopf all´ diese Fragen,
war wie erschlagen!
Als Du gingst, waren meine Worte „Ich liebe Dich“,
weinte bitterlich,
es kam der Bruch innerlich . . . ,
mein Leben heute - - - nur für Dich!

von S. E. M.
für meinen verstorbenen Vater

Anne schrieb am 13.06.2003 - 12:04 Uhr:

Warum ?

Ich fühle den Schmerz, die Trauer
und die Einsamkeit in mir.
Du bist gestorben
und ich mit Dir.
Mein Leben verlor den Sinn,
den Sinn mit Dir.
Was soll ich sagen,
was soll ich machen?
Mein Herz hat Tausend Fragen,
doch wer wird es mir sagen,
warum du gestorben bist,
warum du von mir gehen musstest.
Ich lach nicht,
ich wein nicht,
nach außen bin ich still,
doch Innerlich wein ich ganz wild.
Ein Wort zu reden,
entfacht ein Beben,
das versucht zu schrein und zu wein.
Und die Zeit wird vergehen,
doch die Erinnerung an Dich,
wird nie vergehen.
Irgendwann werde ich verstehen,
das es Dein Schicksal war,
von mir zu gehen.

Für meinen Papa

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