Traumgedichte aus dem Poesiealbum

Jana schrieb am 20.07.2001 - 00:02 Uhr:
http://silence.at/sleepangel

in der stille der nacht...

ein seidenes tuch sich am himmel spannt,
aus den träumen der menschen gewebt
fest zieht es die sterne in seinen bann,
die schon vor milliarden jahren...liebe erlebt...

hauchdünne fäden fein verknüpft,
halten fest den silbernen staub der sterne
doch einiges dem tuch entschlüpft
ein glänzender schein in der ferne...

fällt herab aus der dunkelheit der nacht
ganz leise auf die dächer und bäume
unter denen einsam ein liebender wacht
versunken in schlaflose träume...

dANi schrieb am 22.09.2001 - 14:14 Uhr:

Kirschblütenträume


Auf einer hölzernen Kutsche fahren wir ins
Kirschblütenland,
auf holprigen Wegen mit Steinen im Sand.
Prachtvoll stehen die Birken am Wegesrand,
bis hin zum Horizont reicht das Kornland.

Die Schimmelpferde kennen diesen Weg,
schreiten ihn seid Ewigkeiten,
seid sie sich einst begegnet sind.

Wir zwei Beiden schauen uns tiefer und tiefer in die Augen,
bemerken kaum wie die Zeit vergeht auf diesem Weg.

Vögel singen ihre schönste Melodie,
so sanft besungen wie unsere Harmonie.
Die Wege scheinen lichter,der Himmel blau,
dahingeht der allmorgendliche Morgentau.

Die letzten Schritte gehen wir allein in den Sonnenschein hinnein.
Am Ende unseres Weges das Kirschblütenland ganz nahe ist,
diesen Blick der nun folgt habe ich so lang vermisst.

Wir nehmen und in den Arm und sagen uns;
Das ist das Paradies,hier bleiben wir für ewig und alle Zeiten,
die Schmetterlinge werden uns auf unserem Fluge begleiten,während wir auf unseren Schimmeln mit der Liebe reiten.


Ich liebe dich paul!


(C)by dANi 2001

Bettina schrieb am 11.06.2002 - 07:37 Uhr:

Traumkind

Kind meiner Phantasie
geboren aus meiner Sehnsucht
geformt nach meinen Wünschen
gesäugt und genährt mit meiner Hoffnung

träum ich
oder gibt es dich wirklich
dich, wie du bist
dich, wie du fühlst
dich, wie du denkst
dich, wie du deine Worte lenkst
mich verstehst
mich berührst
meine Gedanken entführst
träum ich
ja ich träume
diesen wunderschönen Traum
von dir und mir

schweigen
miteinander reden
lachen
weinen
gemeinsam sterben
zusammen leben
in Sehnsucht versinken
in unsere Seelen tauchen
uns finden

jede Nacht begegne ich dir im Traum
im Nebel der Zeit
im undendlichen Raum
auf meiner Insel
die auch deine ist

bist du das
was ich immer vermisst
mein Gegenpol
der Teil der mich zum Ganzen macht
wonach ich immer gesucht
das was ich nie gefunden hab

Kind meiner Phantasie
geboren aus meiner Sehnsucht
geformt nach meinen Wünschen
gesäugt und genährt mit meiner Hoffnung
behütet und am Leben erhalten mir der Kraft meiner Liebe

jeden Abend werde ich diesen Traum in mein Kissen sprechen
bis mir die Kälte der Realität ins Gesicht schlägt
meine Phantasie gefriert
bis ich erkannt das meine Wünsche ohne Hoffnung sind
bis die Qual der Sehnsucht mich verstummen läßt
und du mein Traumkind wirst tot sein
und ich dich noch sanft in den Armen meiner Erinnerung halten
bis dich der eisige Hauch meines erkalteten Herzens davonweht

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