Traurige Gedichte aus dem Poesiealbum

fantaghiro schrieb am 9.Januar 2001 um 18:47 Uhr:

Eis-Engel
Wenn ich Dir in die Augen schau
ist mir, als erfröre ich.
In einem Meer von Flammenden Eis,
erstarrt die ganze Welt um mich.

Anstelle Deiner Seele
sehe ich in ihnen blaues Kristall.
Am Rücken hast Du eisige Schwingen,
zu durchbrechen Raum und Zeit.

Du bist mein eisiger Engel,
so blendend schön im Licht.
Doch es bringt nichts ,Dich zu lieben,
denn Gefühle hast Du nicht.

Moonlight schrieb am 21.Januar 2001 um 18:43 Uhr:
http://poetrycastle.bei.t-online.de/

Nur einmal noch...

Die Nacht ist grau, die Welt liegt tief im Schlummer.
Bin schlaflos und hellwach, versunken im Kummer.
Ich schaue in Dein Fenster, mit Augen voll Tränen.
Mein Herz das schmerzt, ich darf es nicht erwähnen.

In mir drin liegt es zersprungen, in winzigen Stücken.
Versuche den Schrei, mit Willensstärke zu erdrücken.
Ich wandel im ungewissen und laufe suchend umher.
Starre riesen Löcher in Wände und mein Blick ist leer.

Melanchonie umschleicht mich, um sich zu entfalten.
Was gäb ich drum, einmal noch Deine Hand zuhalten.
Ich möchte einmal noch, durch Dein Haar wuscheln.
Deinen Atem spüren und in Deinen Armen kuscheln.

Möcht einmal noch, von Deinen süßen Lippen trinken.
Einen gestohlenden Augenblick, tief in Dir versinken.
Begehrlich lauschend, um zu hören Dein Schmeicheln.
Zart Deine Haut berühren und dich zärtlich Streicheln.

Doch dann macht die Sonne,
am Horrizont sich breit.
und das was mir bleibt,
ist traurige Einsamkeit.

© 2001 by Moonlight hexenmond@gmx.de

cheyenne® schrieb am 09.01.2002 - 15:23 Uhr:

es gibt tage...

es gibt tage,
da würd ich mich
am liebsten begraben,
meine wunden lecken,
in selbstmitleid baden

tage ohne inhalt,
dunkel und
so leer,
versunken in mir
und im tränenmeer

tage ohne licht,
fest geschlossen
meine augen,
will niemanden seh`n,
kann an nichts glauben

tage ohne stimmen,
watte verschließt
meine ohren,
will in stille erstarren,
niemanden hören

tage ohne lachen,
nur trauer
in meinem gesicht,
empfind keine freude,
seh und hör sie ja nicht

es gibt tage
die mich in die
verzweiflung treiben,
will nicht aufsteh`n,
will einfach nur liegenbleiben

tage ohne hoffnung,
bin gefangen im leid,
wie ein wanderer
zwischen den welten,
ohne gefühl für die zeit

tage ohne sonne,die licht
in die dunkelheit bringt,
will bewegungslos
so verharren,
bis ich in ihr versink

tage ohne wärme,
bin zu eis
schon erfroren,
hab mich ergeben,
willenlos in melancholie verloren

tage ohne dich,
sind oft unerträglich für mich,
halten mich fest,
in ihren krallen,
kraftlos laß ich mich einfach fallen

es gibt tage,
da trag ich so schwer
an meinem kreuz,
und doch
ich hab diese liebe
nie wirklich bereut

© by cheyenne 2002
only4U~Uknow

Zurück || Übersicht || Weiter

Home || Lovebook || Links

© Loveletters4you 2000-2003