Traurige Gedichte aus dem Poesiealbum

l'ange déchu schrieb am 24.09.2002 - 22:28 Uhr:

Fühle mich so leer, so unausgefüllt.
Als hätte mein Leben keinen tieferen Sinn mehr, hätte es kein Zentrum um welches sich alles dreht!
Ich sehne mich so sehr nach den schützenden Händen, die mich festhalten und wärmen - Ich wünschte es wären die deinen!
Jeder Tag der verstreicht scheint trostloser und leerer zu sein als der vorige.
Suche die Wärme in der Kälte. Das Eis scheint mir weniger trostlos wie die Wärme die ich nicht bekomme.
Flüchte mich in die Arme der dunklen Seite, weil sie zur Zeit das Einzige ist, was mir noch etwas geben kann.
Auch wenn es nicht das Gleiche ist - trotzdem fühle ich mich wohl und geborgen, dort wo ich bin.
Hier fühlt sich mein Herz nicht ganz so ungeliebt an!
Die Dunkelheit ist wie ein Schutzwall für mich geworden hinter dem ich mich sicher fühlen kann.
Er beschützt mich vor Enttäuschungen und Schmerz.
Doch wie lange wird er halten bevor er einreißt, umstürzt und mich unter sich begräbt?

yr schrieb am 01.11.2002 - 00:40 Uhr:

beschütze mich ...

so viele Gedanken mich umgeben,
absolut keine Lust mehr zum Reden,
würde mich gern verstecken,
für immer schlafen gehen,
keiner soll mich mehr wecken.

Es ist nicht zu erklären,
es nütz dann alles nichts mehr!
Wo ist dann der Mensch, der mich beschützt,
der es nicht nur verstehen will,
der es spüren kann?

Da gibt es dich,
du würdest verstehen mich,
dir muß ich nicht erklären,
warum man manchmal grundlos weint,
mit der Welt nicht mehr ist vereint,
einem alles so sinnlos erscheint!

Wenn ich versuche anderen zu erklären,
hören sie mir zu, doch verstehen mich nicht,
trösten mich, doch diesen Trost will ich nicht,
er bringt mich eher weiter fern,
in deine Arme möchte ich dann gern.

Nur wer es kennt dieses Gefühl,
der kann verstehen ohne zu fragen,
ohne große Worte zu sagen,
einfach nur da sein,
mich nicht lassen allein.

Anders helfen kann man nicht,
ich brauche dich,
du kennst dieses Chaos,
weiß, du verstehst mich,
wünsche du würdest mich nehmen
in deine Arme,
mich weinen lassen,
ohne zu fragen,
für diese Zeit
mich an die Hand nehmen und leiten,
bis es wieder vergeht,
und das normale Leben wieder
weitergeht.

Doch leider kann ich nicht kommen zu dir,
muß allein finden wieder zu mir,
dabei sind die Gedanken immer wieder bei dir
und die Sehnsucht nach deiner Nähe
erdrückt mich noch viel mehr.

31.10.02yr

pagira schrieb am 25.11.2001 - 22:18 Uhr:

Mir brennt ein Schrei in meiner Kehle
hin und her gerissen meine Seele

Kalt und dunkel diese Nacht
wieder mal zuviel nachgedacht

weit entfernt von Raum und Zeit
umschließt mich eisige Dunkelheit

Hab die Gefahr nicht erkannt
mich am Feuer schon verbrannt

Flammen die mein Herz verzehren
kann mich nicht dagegen wehren

Ich hab es einfach übersehn
doch wie sollīs nun weitergehn?

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