Gedichte übers Schreiben

Petra schrieb am 28.09.2001 - 10:27 Uhr:

Die sinnlos geschriebene wahre Lüge!

Gedacht war’s so ich schreib ein Liebesgedicht,
doch jetzt muss ich sagen ich kann das mal nicht.
Dieses säuseln und schmachten nach Verflossenen,
und das Bangen und Hoffen von Verlassenen.
Die endlosen Strandspaziergänge und die Stapfen im Sand,
die Sterne vom Himmel holen – all das hab ich satt.
Eigentlich sind Melancholie und Träume was schönes,
doch die Liebe ist was Reales.
Die kann man nicht mit solch sinnlosen Worten beschreiben,
die man einmal liest und die sich wieder aus den Gedanken vertreiben.
Man muss schreiben, so dass man sich ewig an die Zeilen erinnert,
und wenn man sie liest wird man von Gefühlen durchrüttelt.
Die Liebe basiert auf einen Nächsten den man liebt,
doch schreibt man viel zu selten, was man wirklich fühlt.
Liebe ist, das was uns für immer in unseren Herzen vereint
So schreibt so Gedichte, das jeder denkt – es sei für ihn gemeint.

No Minds schrieb am 05.11.2002 - 12:09 Uhr:

Wortwandeln

Wortwandeln auf Deinen Spuren,
suchend nach einem neuen Sinn.
Wanderung im der inneren Uhren,
Fragend - wer ich jetzt grade bin.

Wüstenfahrt im Buchstabenmeer,
gestrandet ohne den Zielort gefunden.
Dürre des Geistest, stellt Unsinn her,
um den Sinn am Ende zu umrunden.

Wanderung im Dämmerlicht,
Rastlosigkeit der Rast.
Schattenspiele ohne Licht,
Gedankenlos verhaßt.

Wundertour nach Nirgendwo,
Wahn oder nur kein Sinn?
Zielort verschwand im Irgendwo,
Unsinn trägt den Gewinn.

Wandelung der Sinne,
Sinne die sich wandeln.
Gedankenlos gewinne,
verloren hat das handeln.

Der Verrückten Lotterie,
Lotterie der Verrückten.
Geist erlag in Ironie,
Ironien entzückten.

Beglückten,
entrückten,
zerrannen,
gewannen.

Keine Zeit zum denken!

Wahnwitz der nicht weicht.
die Weiche die noch hemmt.
Aberwitz noch unerreicht,
Buchstabenüberschwemmt.

Wahngebinde sind wie Kletten,
hängen tief in einer Leere.
Unsinn tut sich sacht verketten,
als ob es das normalste wäre.

Buchstaben die sich drehen,
dabei auf der Stelle stehen.
Sinne die keinen Sinn ergeben
und zum Unsinn sanft entweben.

Wortjonglage ohne Rast,
Geistes suchen - dann in Hast.
Satzarkrobatik und kein Ziel
kein Ergebniss und doch so viel.

Wundersame Textgestalten,
die sich auf Papier entfalten.
Verworrene Kreationen,
die in Geisterhäusern wohnen.

Windverspielte Unsinnsdinge,
dich ich hier zum besten bringen.
Verworfen ist heute das denken
und den Rest - kann ich mir schenken.

Wahnsinniger Buchstabenterror,
irgendwo im Geist, heißt es Error.
Witzigkeit der Wortgestalten,
die sich in mir trotzdem entfalten.

Kleine Alphabetsarmeen,
die schleichend vorrübergehen.
Wünsch mir sie würden schießen,
damit Gedanken wieder sprießen.

Doch alles was bleibt ist Leere,
so als ob jetzt gar nichts wäre.
Drum beende ich diesen Mist,
der Geist ist leer - es ist wie´s ist!

(c) No_Minds@gmx.de

Für Dich schrieb am 28.04.2003 - 18:45 Uhr:

Es ist keine Kunst
aus vielen Wörtern
einen Satz zu bilden..

..aber es ist eine Kunst
wahre Worte ins richtige
Licht zu Se(ä)tzen..

in Liebe

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