Gedichte voller Wut und Enttäuschung aus dem Poesiealbum

Julia schrieb am 27.10.2001 - 17:08 Uhr:

An den stolzesten, einsamsten „Helden“ der Welt

Voll Stolz erzählst du mir von deinen Heldentaten.
Du sprichst von unerreichten Zielen, langen Wegen.
Beschreibst sie in den lebendigsten Farben.
Schwärmst von Kriegen und deren Siegen.

Du lebst in deiner kleinen Welt.
Mit Sturheit versiegelt sind ihre Tore.
Jene die sich weigern sich dir anzupassen,
erhalten nur das Recht als Zaungast daran teilzuhaben.

Welche Opfer sie dir auch bringen mögen,
sie bleiben stets unbeachtet.
Ihr Licht verglüht in deinen Händen,
und du bemerkst es nicht.

Du erzählst von deinen Ängsten, deinen Wünschen.
Preist deine Gier nach Freiheit und vergißt
vollkommen welchen Preis andere dafür zahlen müssen.
Selbstbewußt enthüllst du deine Stärken
und schweigst über deine Schwächen.

Du redest ohne Unterlaß,
doch du fragst nie:
Wovon ich träume!

© Julia Z.

S schrieb am 21.11.2001 - 20:39 Uhr:

Geteilte Lügen
"wir gehören zusammen"
"es ist was Besonderes"
"ich liebe Dich"
"nichts wird uns jemals auseinanderbringen"
"ich brauche Dich"
ich wünschte es wären meine Lügen, doch leider waren es Deine...

Ich hasse mich dafür dass meine Liebe zu Dir so groß und echt war, dass Du
mich so enttäuschen konntest. Dafür trifft Dich wenig Schuld.
Aber wage es nicht jemals meine Liebe zu Dir in Frage zu stellen.
Dir habe ich vertraut, für Dich hätte ich alles gegeben, aber Du hast mich maßlos enttäuscht.
Du hast damit leider auch alle meine schöne Erinnerungen an uns zerstört und zurück bleibt
nur ein Gefühl des Bereuens (dieses Gefühl kannte ich bislang nicht). Das ist das Schlimmste. Du
wirst Deinen Weg finden und ich bin mir sicher, irgendwann wirst Du begreifen was Du mir angetan hast. Es ist zu spät. War es wirklich zuviel verlangt wenigstens wie ein Freund behandelt zu werden?
Ich werde nicht um Dich kämpfen, denn noch einen Verlust würde ich nicht verkraften. Ich hoffe dass ich Dich niemals wiedersehe und irgendwann komplett vergessen habe.

Eben gerade hast Du mich angerufen und sagst, dass Du mich lieb hast, aber
dass wir uns niemals wiedersehen ("vielleicht in 20 Jahren"). Ich hoffe, dass
ich in 20 Jahren nicht mehr weiß wer Du bist und falls doch, werde ich für Dich
keine Zeit, keinen Platz und vor allem keine Gefühle mehr haben (weder negativ noch
positiv). Bitte lasse mich in Ruhe, rufe mich nicht mehr an, damit ich Dich hassen und vergessen lerne.
Ich bin nur froh für Dich keine größere Dummheit begangen zu haben, denn es hätte leicht passieren können....
Diese Zeilen sind nötig um mit Dir auf meine Weise abschließen zu können. Ab jetzt habe ich für Dich keine Worte mehr übrig.
Lebe Wohl.

Für Jenny

DieEinsame schrieb am 20.März 2001 um 11:56 Uhr:

Für Ralf, von dem ich glaubte, er sei mein Leben

Langsam hattest Du Dich in mein Leben geschlichen, mein Herz besetzt und meine Gedanken gestohlen.
Als ich Dir den Rest von mir geben wollte,
hast Du Dich aus meinem Leben geschlichen.

Was war das,Ralf? Angst vor der eigenen Courage?
Du läßt mich zurück und ich kann zusehen, wie ich jetzt mit meinen Gefühlen klar komme

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